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IT in der Produktion: So machen Sie Ihr Unternehmen zukunftsfähig

IT In Der Produktion: So Machen Sie Ihr Unternehmen Zukunftsfähig

Die Auftragsabwicklung in der Produktion ist ein zentraler Bestandteil. Produktionsplanung und -steuerung zählen zu den großen Herausforderungen für produzierende Unternehmen. Erfahren Sie jetzt von Dr. Hans-Hermann Wiendahl, welche IT-Werkzeuge Sie dafür nutzen und wie MES-Funktionen gegliedert werden können.

Dr.-Ing. habil. Hans-Hermann Wiendahl Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA absolvierte eine Stammhauslehre bei der Siemens AG und studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Berlin. Danach hatte er mehrere Positionen am Fraunhofer IPA sowie an der Universität Stuttgart inne; währenddessen promovierte und habilitierte er. Im Anschluss war er 8 Jahre im Maschinen- und Anlagenbau für die Themen Grobplanung, Fertigungssteuerung und Prozessgestaltung verantwortlich. Während dieser Zeit übernahm Herr Dr. Wiendahl eine führende Rolle in der SAP-Einführung und führte gleichzeitig als Projektleiter eine APS-Lösung ein. Seit 2016 ist Herr Dr. Wiendahl wieder am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung tätig. Er verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Logistikberatung verschiedenster Branchen.

Vorsicht bei der Auswahl Ihrer IT-Systeme

Was würden Sie sagen, sind die größten Stolpersteine und Herausforderungen?

Mitarbeiter an der MaschineIm Rahmen einer modernen Auftragsabwicklung kommt es besonders darauf an, eine durchgängige schlanke Gestaltung der Auftragsabwicklungsprozesse zu gewährleisten. Mit einer Festlegung der entsprechenden Abwicklungsregeln steht und fällt der Prozess. Wenn Sie nicht wissen, wer zuständig ist, bekommen Sie sicher Probleme. Regeln Sie also genau, wer wann verantwortlich ist.

Darüber hinaus sollten Sie sich geeignete Software-Werkzeuge suchen, die Sie bei Ihren Aufgaben unterstützen. Achten Sie auf eine einfache Bedienbarkeit bei den Bildschirmmasken. Es sollte stets möglich sein, die aufbereiteten Daten intuitiv zu interpretieren. Dadurch sparen Sie sich viel Zeit, die Sie anderweitig nutzen können. Vor allem aber die konsequente Einhaltung der vereinbarten Organisationsregeln ist unerlässlich, um mit modernen IT-Systemen in der Produktion erfolgreich zu sein. Das beinhaltet auch eine stete Überwachung und eine etwaige Sanktionierung.

Welche IT-Werkzeuge sollte man kennen und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Folgende vier Systeme sind für Unternehmen in der Produktion von besonderer Bedeutung.

ERP-Systeme: Diese unterstützen die innerbetriebliche Auftragsabwicklung des gesamten Unternehmens und betrachten Material-, Informations- und Finanzflüsse hochintegriert.
MES-Systeme: Hier werden die Produktionsabwicklung und die betrachten Material- und Informationsflüsse umfassend betrachtet und ereignisbasiert angepasst.
APS-Systeme: Sie helfen Ihnen dabei, die Planung und die Steuerung bei komplexen Rahmenbedingungen zu gewährleisten und in einem dynamischen Umfeld Ihre Termine zu halten.
SCM-Systeme: Diese IT-Systeme sind für allem in der überbetrieblichen Auftragsabwicklung entlang der Lieferkette eine gute Unterstützung. Meist wird nur der für die Lieferperformance relevante Ausschnitt der gesamten Supply Chain betrachtet.

Dynamisches Umfeld und Mengengerüst

Wann sind zusätzliche APS-Funktionen im Rahmen der Disposition sinnvoll? Wie trifft man hier die richtige Entscheidung?

Digitale FabrikOb eine APS-Lösung besonders sinnvoll oder erforderlich ist, richtet sich nach dem Umfang des Mengengerüsts: Dies sind vor allem die Anzahl zu planender Aufträge und die Zahl der Arbeitsplätze. Sie sollten außerdem berücksichtigen, wie dynamisch das Umfeld ist. Haben Sie beispielsweise viele Auftragsänderungen durch den Kunden oder unzuverlässige Lieferanten? Dann ist eine ergänzende Lösung besonders sinnvoll.

Drei Blöcke der MES-Funktionen

Können Sie uns einen kurzen MES-Funktionsüberblick geben?

Die MES-Funktionen lassen sich grob in drei Blöcke gliedern:

Zunächst wären da die Datenmanagementfunktionen wie beispielsweise die Auftragsdatenverwaltungs- oder Rückmeldefunktionen. Zusätzlich gibt es Entscheidungsfunktionen wie Feinplanung und -steuerung oder das Betriebsmittelmanagement. Und schließlich gibt es die Kategorie der Auswertefunktionen wie zum Beispiel die Leistungsanalyse.

Welche Vorteile lassen sich durch SAP realisieren?

digitale zukunftDer Hauptvorteil eines jeden ERP-Systems ist die hohe Integration, so dass alle am Auftragsabwicklungsprozess Beteiligten über dieselben und aktuellen Informationen verfügen.

Der spezielle Vorteil von SAP ist seine hohe Anpassbarkeit (Customizing) an die spezifischen Kundenbedürfnisse. Der sehr hohe Verbreitungsgrad stellt außerdem eine breite Kompetenz im Markt beziehungsweise eine gute Austauschbarkeit bei spezifischen Fragestellungen sicher.

Wie trägt die Implementierung zur agilen, schlanken Produktion bei?

Gehen Sie dieser Antwort bei dem Seminar Produktion mit SAP® mit Herrn Dr. Wiendahl gemeinsam auf den Grund. Erfahren Sie, welche aktuellen Herausforderungen des Auftragsmanagements gelten und auf welche IT-Werkzeuge Sie in der Auftragsabwicklung nicht verzichten können. Profitieren Sie von Best Practice-Beispielen und Entscheidungshilfen.
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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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