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IoT, KI und Co: Profitieren Sie im administrativen Bereich!

IoT, KI Und Co: Profitieren Sie Im Administrativen Bereich!

Ralf Günthner ist als digitaler Transformer am Puls der Zeit. Er sieht enormes Potenzial durch den Einsatz digitaler Technologien, Künstlicher Intelligenz und IoT. Besonders die Unternehmen werden profitieren, denen es gelingt, die Stärken unterschiedlicher Generationen zu bündeln. Lernen Sie jetzt von ihm, worauf es zukünftig ankommt und wie auch Sie IoT in Ihr tägliches Business-Leben integrieren können.

Ralf Günthner hat als Digital Transformation Manager zahlreiche Projekte in multinationalen wie auch in mittelständischen Unternehmen geleitet. Der diplomierte Maschinenbau-Ingenieur, Organisationsentwickler und Coach verbindet Welten: Die Welt der digitalen Technologien wie ERP, IoT und Künstliche Intelligenz, sowie die Welt der komplexen Organisations-Systeme und der Menschen. Bei TEAM-FACTORY inspiriert und berät er Unternehmen im Kontext Industrie 4.0 sowie digitaler Transformation.

Im produzierenden Bereich kennen wir schon viele Anwendungsfälle für IoT, KI, AR/VR. Wie würden Sie sagen, werden administrative Bereiche profitieren?

Durch den Einsatz neuer Technologien kann in administrativen Prozessen heute bereits ein ähnlich großer Mehrwert generiert werden. Dabei geht es zum einen darum, Verschwendung (Muda) im Sinne von unnötiger Zeit, die man für die Abwicklung von Prozessen benötigt, zu vermeiden. Zum anderen haben wir von einigen Unternehmen das Feedback bekommen, dass durch den Wegfall „stupider“, sich ständig wiederholender Tätigkeiten, die Mitarbeiterzufriedenheit gestiegen und der Krankenstand verringert wurde. Viele Unternehmen sind mit Werkzeugen der Welt 3.0 schon ziemlich effizient und haben beispielsweise Papier aus administrativen Prozessen weitgehend verbannt. Die neuen technologischen Möglichkeiten der Welt 4.0 eröffnen riesige zusätzliche Potenziale. Über Sensoren können beispielsweise Dinge und Personen lokalisiert werden, was dazu führt, dass weniger Zeit verwendet wird, um nach diesen Dingen oder Personen zu suchen. Zum Einsatz kommt diese Technologie bereits heute in Krankenhäusern oder Pflegeheimen.

Die Möglichkeiten von IoT im Büro sind vielfältig

Kennen Sie schon konkrete Anwendungsfälle im Office?

Oh ja, es gibt bereits viele Anwendungsfälle. Bei einer Bank haben wir die Ablesung von Strom-, Wasser- oder Gaszählern mittels IoT-Technologie automatisiert. Damit kann zum Beispiel der Nachhaltigkeitsreport heute auf Knopfdruck und in Echtzeit generiert werden. Bei 80 Liegenschaften und ca. 1.000 Zählern waren dazu in der Vergangenheit mehrere Tage notwendig. Ergänzend wurden in allen Gebäuden der Bank Sensoren in den internen Postfächern installiert. Diese melden proaktiv, wann ein Brief oder Paket zur Abholung bereit ist. Die Leerung erfolgt somit bedarfsgerecht. Bei einem Pharmaunternehmen werden IoT und KI dazu genutzt, Kaffeemaschinen zu überwachen und dafür zu sorgen, dass diese industriellen Kaffeemaschinen jederzeit funktionsfähig sind. Mit „Predictive HR“ wird es ganz spannend. Mathematische Algorithmen entdecken Beförderungs- und Entwicklungspotenziale der Mitarbeiter oder identifizieren Muster, wann und weshalb sie beabsichtigen, das Unternehmen verlassen. Ein weiterer Bereich ist das Facility Management. Durch den Einbau von Sensoren in Bürotische und -stühle wissen die Verantwortlichen in Echtzeit, in welchen Gebäuden und Stockwerken welche Tische und Stühle stehen. Bei Umbauten beziehungsweise bei Umzügen kann dadurch eine Menge Zeit und Geld eingespart werden. Ich könnte noch viele weitere Beispiele nennen, aber das würde wohl den Rahmen des Interviews sprengen.

Sind Lean und Digitale Transformation ein Widerspruch? In wieweit ergänzen sie sich?

Aus meiner Sicht ergänzen sich Lean Management und Digitale Transformation im Kontext von Effizienz- und Qualitätssteigerung perfekt. Kombinieren Unternehmen beispielsweise die Lean-Philosophie mit neuen Organisationsmodellen wie Holacracy, Sociocracy oder Kollegialer Führung und nutzen agile Projektmethoden wie Scrum oder Kanban, haben sie einen großen Schritt zu einem agilen und dynamikrobusten Unternehmen getan. 

Internet der Dinge

Die Digitale Transformation ist jedoch mehr als Effizienzsteigerung!

Im Kern geht es darum, mit Hilfe von Technologien 4.0, einer Organisation 4.0 und Menschen 4.0 neue Kundenerlebnisse zu erschaffen, die Kundeninteraktion neu zu gestalten und im Idealfall neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Hat ein Unternehmen den Lean-Gedanken bereits in der DNA der Mitarbeiter verankert, unterstützt das sicherlich den Transformationsprozess zu einer neuen Haltung, die es in der Welt 4.0 unbedingt braucht.

Vorsprung durch Generationen-Mix

Denken Sie, dass ältere Mitarbeiter da noch folgen können? Welche Qualifikationen werden für Arbeitnehmer von morgen wichtig sein?

Ältere und DigitalisierungIch möchte alle Unternehmen ermutigen, sich im Rahmen von Digitalen Transformationsprojekten nicht nur um Technologie zu kümmern, sondern auch um die Menschen. Die moderne Hirnforschung hat herausgefunden, dass unsere Hirne bis ins hohe Alter veränderungs- und anpassungsfähig sind. Die Unternehmen, die es schaffen, die Erfahrung von älteren Mitarbeitern mit der Kreativität und Innovationskraft von jüngeren Mitarbeitern zu kombinieren, werden langfristig einen Vorsprung haben.

Wichtig ist, dass ältere Mitarbeiter offen und neugierig bleiben und sich für die Welt 4.0 interessieren. Um diejenigen, die eine solche Haltung entwickeln, mache ich mir keine Sorgen. Sorgen mache ich mir um die Mitarbeiter, die sich in eine Opferrolle zurückziehen und jegliche Veränderung blockieren. Aus diesem Grund sollten Unternehmen die digitale Reise ganzheitlich angehen und den Menschen in den Fokus der Digitalen Transformation stellen.

Setzen Sie Lean Administration in die Praxis um!

Wie die Umsetzung im digitalen und kulturellen Arbeitswandel gelingt, erfahren Sie jetzt bei unserer Konferenz Lean Administration. Erleben Sie den inspirierenden Impuls zu den technologischen Möglichkeiten der digitalen Zukunft von Ralf Günthner und hören Sie außerdem zahlreiche weiter Vorträge unter anderem von dormakaba Holding AG, Daimler AG, Coca-Cola European Partners Deutschland GmbH, Saxonia Systems AG und weiteren Vorreitern.

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Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Hallo Herr Günthner,
    es gibt zahlreiche super Artikel auf dieser Website. Hierfür ein Dankeschön, für die Mühen.
    Viel wird über digitale Transformation gesprochen.
    Gibt es aus ihrer Sicht auch schon digitale Geschäftsmodelle im Bereich Industrie 4.0, wenn ja welche Ausprägungsformen gibt es Ihrer Meinung nach?
    Ich würde mich über eine Antwort freuen, da ich sehr interessiert in diesem Thema bin.
    Viele Grüße
    R. Rühl

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