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Wie Sie Grenzen überwinden und Leistung steigern [Teil 1]

Wie Sie Grenzen überwinden Und Leistung Steigern [Teil 1]

Grenzen und Ängste gehören zum Leben. Ob Flugangst, Höhenangst oder eben jene Angst davor, dass man die Erwartungen seines Chefs nicht erfüllen kann. Kennen Sie Ihre persönlichen Grenzen und Ängste? Wie gehen Sie damit um? Bestsellerautor und IRONMAN-Teilnehmer Slatco Sterzenbach erklärt im ersten Teil seines Interviews, wie Grenzen und Ängste überhaupt entstehen und warum Angst auch etwas Sinnvolles sein kann.

Evolutionär gesehen ist Angst und Furcht etwas durchaus Sinnvolles gewesen. Es hat uns achtsam in Gefahrensituationen sein lassen und somit das Überleben gesichert.

Slatco Sterzenbach , STERZENBACH GmbH, Berlin

Slatco Sterzenbach ist der führende Referent im deutschsprachigen Raum zum Thema Leistungsfähigkeit, Gesundheit und Prävention.

Seine Bestsellerbücher „365 Tage fit“ und „Der perfekte Tag“, die mehrfache Teilnahme am IRONMAN und über 24 Jahre intensive Beschäftigung mit dem Thema Gesundheit und Leistungsoptimierung sprechen für seine Authentizität und für seine Erfahrung.

Er widmet sich mit Begeisterung Unternehmen und Menschen, die bereit sind, ihr MIND.SET zu verändern, um zu mehr Leistung, Motivation und Lebenskraft zu finden.

Slatco Sterzenbach

Slatco Sterzenbach

Herr Sterzenbach, persönliche Grenzen hat wohl jeder von uns. Aber wie entstehen diese Grenzen eigentlich?

Persönliche Grenzen lassen sich in physische, geistige und emotionale Grenzen unterteilen. Mit physischen Grenzen meine ich damit Parameter wie Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Koordination und Beweglichkeit. Doch all diese sind sehr stark trainierbar. Nur im Spitzensport spielt „Talent“ hierbei eine Rolle.

Mit geistigen Grenzen meine ich den Intellekt, die Intelligenz. Auch die interessiert mich in meiner Arbeit nur tertiär. Dabei gibt es sicherlich zu einem kleinen Teil eine genetische Prädisposition, doch zum viel größeren Teil eine umweltbedingte bzw. erlernte Grenze. Das Spannende dabei ist, dass wir lange dachten, dass wir Opfer unserer Gene sind. Die so genannte Epigenetik dagegen weiß mittlerweile, dass unsere Zellen und somit unsere gesamte Physiologie von drei wesentlichen Faktoren abhängig sind: Zum einen ist auf der negativen Seite die Gesundheit der Zelle und die Funktionsweise unserer Gene durch Toxine beeinflussbar. Und auf der anderen Seite lässt sich die Physiologie jeder Zelle durch Mikronährstoffe und unsere Gedanken beeinflussen. Unsere Ernährung und unsere mentalen Strukturen also beeinflussen somit unsere Zellen, unsere Hormone und damit unsere Gefühle. Und somit schließlich auch unsere Grenzen.

Emotionale Grenzen sind in meinem Weltbild immer zuerst mentale Grenzen, denn Emotionen entstehen entweder durch Bewegung – wir alle wissen, wie Sport unsere Psyche beeinflusst – oder eben durch vorherige Gedanken, also innere Bilder, Filme und Stimmen.

Viele unserer mentalen Grenzen sind primär durch unsere Prägung in jungen Jahren entstanden, da wir bis zum 12. Lebensjahr Äußerungen, Nachrichten und das Vorleben unserer Eltern, den Einfluss von Medien und der Literatur nicht kritisch hinterfragen. Unser Gehirn funktioniert dabei wie eine bespielbare Schallplatte. Die Rillen der Gedanken werden geprägt. Wenn also ein Kind häufig hört „Das kannst Du nicht.“, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass daraus ein limitierender Glaubenssatz entsteht und dieser Mensch später als Erwachsener gefühlt viele Grenzen in seinem Leben erlebt.

Sind persönliche Grenzen immer mit der Angst vor einer bestimmten Sache verbunden?

Es gibt diese wunderbare Lebensweisheit „Da wo die Angst ist, ist der Weg.“ Evolutionär gesehen ist Angst und Furcht etwas durchaus Sinnvolles gewesen. Es hat uns achtsam in Gefahrensituationen sein lassen und somit das Überleben gesichert.

Nur in der heutigen Zeit ist diese Angst oft unbegründet. Es sind die inneren Horrorfilme, die wir unbewusst abspielen, was alles Schlimmes passieren könnte. Flugangst zum Beispiel ist rational vollkommen unbegründet. Es ist wesentlich gefährlicher, eine Straße zu Fuß zu überqueren und von einem Auto angefahren zu werden. Doch hier haben wir das Gefühl von Kontrolle. Im Flugzeug haben wir keine direkte Kontrolle und somit entstehen komische unbewusste Absturzszenarien im Kopf, ohne dass wir es mitbekommen. Immer wieder habe ich Kunden mit Flugangst in meinen Seminaren, denen ich dies in weniger als 15 Minuten dauerhaft nehme. Ich zerkratze metaphorisch gesprochen die Schallplatte beziehungsweise die DVD von diesem negativen Film. Die Angst verschwindet.

 

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Martina Große Bley

Ich bin bei Management Circle Teamleiterin für das Content Marketing und unter anderem für die Themen-Blogs Soft Skills, Projektmanagement und Handel verantwortlich. Mit abwechslungsreichen Artikeln, Interviews und Gastbeiträgen unserer Referenten informiere ich Sie über die neusten Entwicklungen und gebe Ihnen Tipps, um die eigenen Kompetenzen verbessern zu können. Ich freue mich auf den Wissensaustausch mit Ihnen!

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