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Nicki Borell über neue, innovative Produkte

Nicki Borell über Neue, Innovative Produkte

Nicki Borell hat uns schon von dem Erbe des Herrn Gates berichtet und deutlich gemacht, warum vor allem Unternehmen weiterhin auf Microsoft setzen sollten. In unserem exklusiven Interview haben wir den Microsoft-Experten gefragt, was ein innovatives Produkt im digitalen Zeitalter braucht und warum es nicht mehr reicht, ein tolles Stück Technologie herzustellen.

Beschulungen und Seminare sind ein hilfreiches und nötiges Mittel, um unter der Belegschaft die nötige Sensibilität für den komplexen und globalen Markt zu wecken, in dem sich viele Unternehmen heute bewegen.

Nicki Borell, Managing Consultant, Experts Inside

 

Nicki Borell ist seit 2003 erfolgreich in der IT-Branche tätig. Sein Arbeitsumfeld sind sowohl KMUs als auch Enterprise-Umgebungen und der Bereich behördliche Datenhaltung. Als freier Autor, Trainer und Berater liegt sein Fokus auf dem Microsoft Technologie-Stack.

Seit 2011 ist Nicki Borell zusammen mit dem Team von Experts Inside in den Bereichen SharePoint, Office 365, und Windows Azure tätig. Dabei erstrecken sich seine Tätigkeitsfelder vom technischen Consulting über Projektmanagement bis hin zur strategischen Prozessberatung.

Warum reicht es heutzutage nicht mehr, ein tolles Stück Technologie herzustellen?

Man wird es nie schaffen, alle Prozesse innerhalb eines Unternehmens zu 100 Prozent zu automatisieren, in IT abzubilden und zu regeln. Dazu sind Abläufe heutzutage einfach zu komplex und zu agil. In der Regel ist die Lösung, einen Mitarbeiter oder ein Team zu haben, der sich unter anderem um nichts anderes kümmert als um die Dinge, die nicht in einem Prozess abbildbar sind oder die den Rahmen eines Prozesses aufgrund besonderer Umstände gesprengt haben. Erst einmal erscheint das als eine unnötige Position. Die Realität zeigt aber, dass es schlicht nicht möglich ist, alles so zu optimieren, dass es keine Pannen im Ablauf gibt, und dass Mitarbeiter, egal wie sehr man sie schult, meistens nicht die gewünschte und nötige Eigeninitiative entwickeln, um dynamische Situationen zu meistern. Beschulungen und Seminare sind ein hilfreiches und nötiges Mittel, um unter der Belegschaft die nötige Sensibilität für den komplexen und globalen Markt zu wecken, in dem sich viele Unternehmen heute bewegen. Will man sich als Unternehmen von der Konkurrenz abheben, gilt es aber besser zu sein als die Anderen. Das geht oft nur durch zusätzliche Prozess-Owner, welche die Lücke zwischen automatisierten Prozessen und dynamischen Situationen schließen.

Was braucht ein neues, innovatives Produkt, um im digitalen Zeitalter erfolgreich zu sein?

Eine sehr gelungene Antwort darauf bietet das Buch „Wie kommt das Neue in die Welt?“, herausgegeben vom ehemaligen Vorstandsvorsitzenden des Siemens-Konzerns Heinrich von Pierer und dem Wirtschaftsberater Bolko von Oetinger. In der Produktbeschreibung des Buches ist zu lesen, Zitat:

Verkrustete Strukturen verhindern häufig die notwendigen Veränderungen in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Steigende Arbeitslosenzahlen und eine schleppende Konjunktur sind nur die äußeren Anzeichen einer tiefen Krise.

 

Eine Kernaussage dieses Buches und somit auch stellvertretend für das ganze Thema ist: In einem globalen Markt, wie wir ihn aktuell erleben, gibt es keinen Protektionismus! Das Gute wird umgehend vom Besseren abgelöst. Faktoren wie Traditionen und Gewohnheiten verlieren immer mehr ihren stabilisierenden Einfluss – denn heute gilt: Was funktioniert, wird angewendet und wird sich auch durchsetzen. Aktuelle Herausforderungen im unternehmerischen Sinne sind nicht länger durch das Optimieren des Bestehenden zu bewerkstelligen. Ein Produkt, eine Dienstleistung oder einen Prozess um zehn Prozent effektiver zu machen, reicht nicht aus, wenn die innovative Konkurrenz wie beispielweise Google eine Philosophie und Unternehmensdoktrin etabliert hat, die heißt: „wir wollen es 10 Mal besser machen als die Anderen“

Was würden Sie einem Unternehmen sagen, das beschließt, eine eigene Software-  beziehungsweise Portallösung zu entwickeln? Würden Sie das befürworten oder eher kritisch mahnen?

Hier gibt es eine einfach Faustregel, die zumindest als Orientierungshilfe sehr gute Dienste leistet:

1

Definieren Sie als Unternehmen ein führendes System: Lösungsanbieter wie zum Beispiel SAP, Microsoft, IBM und so weiter.

2

Prüfen Sie Ihre Anforderungen gegen den Funktionsumfang dieser führenden Systeme, die unter Punkt 1 festgelegt wurden – MERKE: Oft sind Anwender mit „80 Prozent- Lösungen“ sehr zufrieden.

3

Erst, wenn diese Prüfung negativ ausfällt, denken Sie über ein weiteres, zusätzliches Tool oder über eine Eigenentwicklung nach!

Was wird mit Technologien wie SharePoint, Office 365, Windows Azure oder auch anderen Services zukünftig möglich sein?

Always mobile und Alway online sind Schlagworte, die hier eine große Rolle spielen. Ein wesentlicher Aspekt ist, dass dem Anwender Möglichkeiten und Technologien zur Verfügung gestellt werden, seine Arbeit so zu erledigen, wie es für ihn am besten passt. Der Ort, an dem er das tut, wird immer weniger eine Rolle spielen. Nur noch 25 Prozent des Bruttoinlandsproduktes werden im produzierenden Gewerbe erwirtschaftet. Dieser Anteil wird zukünftig noch weiter abnehmen. Daten, Informationen und Digitalisierung sind eine wesentliche Säule der Informationsgesellschaft und diese wiederum eine elementare Komponente dessen, was wir Industrie 4.0 nennen. Gerade, wenn zwischen beruflicher und privater Nutzung von IT-Systemen und Kommunikationstools die Grenzen verschwimmen, passiert es oft, dass schützenswerte Informationen über Plattformen wie WhatsApp et cetera ausgetauscht werden. Cloud Services im Enterprise-Umfeld haben inzwischen bewiesen, dass sie IT-gestütztes Arbeiten sicher machen können. Durch eine zentrale Verwaltung von Accounts, Sicherheitsrichtlinien und Endgeräten lassen sich einheitliche Standards unternehmensweit umsetzen.

Welche Hybridszenarien gibt es für SharePoint? Und warum sind diese für den heutigen Arbeitsalltag wahrscheinlich die richtige Lösung?

Das Thema Datenklassifizierung ist hier ein wesentlicher Treiber. Oft ist es dem Anwender nicht bewusst – oder er legt darauf nicht sein Hauptaugenmerk – wie sensibel und schützenswert manche Daten sind. Durch automatische Datenklassifizierung, beispielsweise basierend auf einer Texterkennung in Dokumenten, kann automatisiert gesteuert werden, welche Inhalte verschlüsselt werden oder gar nicht erst das Firmennetzwerk verlassen dürfen. Solche und ähnliche Szenarien sind mit SharePoint, Azure und Office 365 Hybridtechnologien realisierbar.

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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