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Inga Kühn über die Einführung des digitalen Immobilienmanagements

Inga Kühn über Die Einführung Des Digitalen Immobilienmanagements

Welche Erfolge und Misserfolge kann es bei der Einführung des digitalen Immobilienmanagements geben? Inga Kühn berichtet über ihre Erfahrungen in diesem Bereich.

Die Digitalisierung führt deshalb auch zu einer Optimierung von Strukturen, sowohl innerhalb der eigenen Organisation als auch in der Zusammenarbeit mit externen Partnern.

Inga Kühn, BEREM Property Management GmbH, Berlin

 

Inga Kühn hat von 1997 bis 2002 Architektur studiert und sich später auf die Immobilienwirtschaft mit Schwerpunkt Facility Management spezialisiert. Nach ihrem Studium ging Inga Kühn zur BEOS AG. Zunächst war sie im Bereich Projektentwicklung und Asset Management als Senior Project Manager tätig.

Seit 2008 beschäftigt sich Frau Kühn zusätzlich mit dem Thema Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft. Sie war dabei zuständig für die Implementierung, Anwendung und Weiterentwicklung der Property/Assetmanagement-Software, des Collaborationtools Sharepoint und des digitalen Datenraums als Dokumentenmanagementsystem. In diesem Jahr wurde sie Geschäftsführerin der BEREM Property Management GmbH, einer 100-prozentigen Tochter der BEOS AG.

Inga Kühn

Inga Kühn

Welche Erfahrungen haben Sie in Ihrem Unternehmen mit dem digitalen Immobilienmanagement gemacht?

Digitales Immobilienmanagement ist mehr als nur das Erfassen von Daten. Natürlich bringt allein das schon einen enormen Vorteil mit sich, weil dadurch vieles transparenter und vergleichbarer wird. Darüber hinaus ist aber auch der Mehrwert in Bezug auf die Prozesse und die Organisation des Immobilienmanagements keinesfalls zu vernachlässigen. Die Digitalisierung, das heißt die Auswahl und Einführung von Softwarelösungen, zwingt ein Unternehmen, sich intensiv mit den eigenen Abläufen zu beschäftigen und diese gegebenenfalls zu hinterfragen. Die Digitalisierung führt deshalb auch zu einer Optimierung von Strukturen, sowohl innerhalb der eigenen Organisation als auch in der Zusammenarbeit mit externen Partnern.

Welche Erfolge und Misserfolge haben Sie bei der Einführung erlebt?

Ein Erfolg der Digitalisierung war sicherlich die Steigerung der Transparenz und die schnellere Verfügbarkeit von Daten und Dokumenten. Bei vielen Prozessen waren nach Beginn der Digitalisierung weniger Managementkapazitäten nötig, beziehungsweise konnten viele Aufgaben in viel kürzerer Zeit erledigt werden. Natürlich gibt es auch immer mal wieder Probleme bei der Umsetzung, die wir jedoch nicht als Misserfolg werten. Zum Beispiel brauchten einige Implementierungen deutlich mehr Zeit als erwartet oder der Schulungsaufwand der Mitarbeiter war größer. Wir sehen dies als Teil des Lernprozesses im Unternehmen.

Und wie soll es in Zukunft damit weitergehen, welche weiteren Entwicklungen sind in diesem Bereich möglich?

Die vielen Anwendungen noch stärker miteinander zu verbinden, um zum Beispiel Doppelerfassungen zu vermeiden und Synergien zu nutzen – das wird sicherlich ein großes Thema in den Unternehmen. Auch die mobile Anwendung der einzelnen Softwareprodukte rückt mehr und mehr in den Fokus. Für die Immobilienbranche wird es mittelfristig sicherlich darum gehen, einheitliche Standards und Schnittstellen zu definieren, um auch außerhalb der eigenen Organisation stärker von der Digitalisierung zu profitieren. Dies ist eine Aufgabe, der sich zum Beispiel die Initiative Digitales Immobilienmanagement widmet.

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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