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Heiko Henneberg darüber, wie frühere Markt-Nischen zu neuen Asset-Klassen werden

Heiko Henneberg Darüber, Wie Frühere Markt-Nischen Zu Neuen Asset-Klassen Werden

Heiko Henneberg, Geschäftsführer der YOUNIQ Service GmbH, ist Experte für Digitales Asset Management. Zusammen mit YOUNIQ hilft er Studenten, passende Wohnungen zu finden, die sich vollständig auf deren Bedürfnisse ausrichten.

Weder Vermietung/Vermarktung noch Verwaltung funktioniert heute noch ohne Digitalisierung.

Heiko Henneberg, YOUNIQ Service GmbH, Frankfurt am Main

In seiner Funktion als Geschäftsführer von YOUNIQ ist Herr Henneberg verantwortlich für die Bereiche Asset Management, Marketing, Property Management, Produktentwicklung und Vertrieb. Außerdem hat er einen Lehrauftrag sowohl an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg als auch an der ADI – Akademie der Immobilienwirtschaft.

Seit über 15 Jahren beschäftigt sich Heiko Henneberg mit dem strategischen und operativen Immobilienmanagement. Vor seiner Zeit bei YOUNIQ war Heiko Henneberg Vice President bei der CORESTATE Capital Advisors GmbH. Seine Tätigkeitsschwerpunkte lagen bei dem Portfolio- und Asset Management für bundeweit gestreute Immobilien-Portfolios und die Durchführung von Due Diligence Prozessen. Zudem war Heiko Henneberg neun Jahre für die GSW in Berlin tätig.

Herr Henneberg, wie bewerten Sie die aktuellen Entwicklungen und Tendenzen auf dem Immobilienmarkt?

Nach der Krise in den Jahren 2008 und 2009 boomt der Markt wieder. Das Transaktionsvolumen hat wieder das Niveau der Jahre vor der Krise erreicht und in manchen Segmenten sogar überschritten. Darüber hinaus etablieren sich neben den klassischen Asset-Klassen Wohnen und Gewerbe neue Asset-Klassen, die in der Vergangenheit eher als Markt-Nischen wahrgenommen wurden – hierbei ist insbesondere der Bereich des studentischen und temporären Wohnens hervorzuheben. Derzeit entstehen überall in Deutschland Student Living Assets sowie möblierte Apartments für Business Kunden. Die Nachfrage nach diesen Assets ist sowohl auf der Seite der Mieter als auch bei Investoren extrem hoch und steigt stetig weiter.

Ein weiterer wesentlicher Trend auf dem deutschen Markt sind die Fusionen der großen börsennotierten Wohnungsunternehmen. In den Jahren 2013 bis 2015 sind dadurch Unternehmen entstanden, die heute Portfolios mit 80.000 bis über 300.000 Units under management haben – beste Beispiele sind Vonovia und Deutsche Wohnen. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen, da sich durch das Aufstocken der verwalteten Bestände insbesondere in den Bereichen Personal- und Verwaltungskosten große Einsparungspotentiale heben lassen.

Denken Sie, dass die Vermietung und Vermarktung überhaupt noch ohne Digitalisierung funktioniert?

Definitiv nein. Weder Vermietung/Vermarktung noch Verwaltung funktioniert heute noch ohne Digitalisierung. Die Immobilienmanager sind heute mit einem starken Verdrängungs-Wettbewerb sowie hohen Anforderungen der Auftraggeber (intern oder extern) an Renditemaximierung konfrontiert – dabei stehen die Immobilienmanager vor der Herausforderung Leerstandsabbau und Kostensenkungen sowie Kundenorientierung und Mieterhöhungen gleichzeitig gewährleisten zu müssen. Nur wer diese Herausforderung meistert, wird auch langfristig am Markt Erfolg haben. Ein wesentlicher Schlüssel dazu ist die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen und Abläufen. In der Verwaltung werden schon seit mehreren Jahren diverse Tools eingesetzt – Handwerkerkopplung, digitale Mieterakte, Übergabe- und Abnahmeprotokolle auf IPADS – um nur einige Beispiele zu nennen. In der Vermietung geht der Trend in Richtung Werbung über Social Media und den sogenannten Online-Booking-Tools, bei denen der Kunde ähnlich wie bei einer Hotel-Reservierung fast den gesamten Prozess der Anmietung online durchführen kann. Des Weiteren gibt es inzwischen diverse Apps für mobile Geräte, die von Verwaltungen eingesetzt werden um das Service-Level für den Kunden zu erhöhen.

Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht, da die Technik immer mehr Möglichkeiten bieten wird Prozesse und Abläufe zu automatisieren und zu digitalisieren.

Wie sieht es mit der Digitalisierung im Immobilienbereich in anderen Ländern aus, sind diese Deutschland weit voraus?

Nach meiner Kenntnis nicht. Digitalisierung und Automatisierung ist ein weltweiter Trend – die Geschwindigkeit der Implementierung neuer Tools richtet sich dabei immer nach dem Druck, den die Player am jeweiligen Teilmarkt haben.

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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