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[Interview] Kinga Wagner: Mut zum Stift! Die Vorteile der Visualisierung.

[Interview] Kinga Wagner: Mut Zum Stift! Die Vorteile Der Visualisierung.

In manchen Situationen reichen gesprochene Worte oder geschriebener Text einfach nicht aus – gerade dann, wenn Sie komplexe Inhalte vermitteln möchten. Der Mut zum Stift kann Ihnen in diesen Momenten helfen! Denn die Visualisierung eröffnet Ihnen völlig neue Möglichkeiten, um Workshops, Meetings oder Präsentationen effektiver zu machen. Kinga Wagner, Spezialistin für Visualisierungstechniken, hat uns im Interview verraten, worauf es dabei ankommt.

Bilder helfen, weil sie Informationen und Zusammenhänge sichtbar werden lassen.

Kinga Wagner, P-SPE Partner für Strategische Personalentwicklung, Frankfurt/M.

Dipl.-Betriebswirtin Kinga Wagner ist seit 2002 selbständig mit eigenem Beratungsinstitut und Expertenpool mit Schwerpunkt Begleitung strategischer Veränderungsprozesse in Konzernen und mittelständischen Unternehmen.

Nach ihrem Studium war sie viele Jahre als Vertriebs-Leiterin in internationalen Trainingsunternehmen tätig.

Sie ist anerkannte Spezialistin für Visuelle Kommunikation, Moderation und Change Management in Wirtschaftsunternehmen und Non-Profit-Organisationen. Seit 2009 arbeitet sie als Lehrbeauftragte und Trainerin für Moderations- und Visualisierungstechniken an der Frankfurt University of Applied Sciences.

Frau Wagner, unter dem Motto „Mut zum Stift“ motivieren Sie Ihre Seminarteilnehmer dazu, in Meetings mehr mit Bildern zu arbeiten. Was schätzen Sie am Visualisieren? Welche Vorteile bringt die bildliche Darstellung mit sich?

Stellen Sie sich vor, Sie erklären Ihren Kollegen ein komplexes Thema, beispielsweise die Handhabung einer neuen Technik, ein Projektvorhaben oder eine Konfliktsituation.

Kinga Wagner: Visualisierung für komplexe Themen!

© Kinga Wagner

Vielleicht haben Sie das auch schon erlebt:
Sie reden und reden, aber Ihre Informationen kommen trotz klarer und logischer Formulierungen nicht richtig an.

Sie brauchen also andere Methoden, um Ihr Wissen weiterzugeben oder Entscheidungen herbeizuführen.

Bilder helfen, weil sie Informationen und Zusammenhänge sichtbar werden lassen. Mit eigenen Zeichnungen aktivieren Sie bei Ihrem Publikum einen zusätzlichen Wahrnehmungskanal.

Wenn Sie mit Zeichnungen präsentieren oder moderieren, erhöhen Sie die Aufmerksamkeit, überraschen und überzeugen. Übrigens:

Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass mit Bildern vermittelte Informationen nicht nur schneller aufgenommen werden, sondern auch viel länger im Gedächtnis bleiben.

Kinga Wagner: Bilder helfen, Zusammenhänge sichtbar werden zu lassen!

© Kinga Wagner

Welche Arten der Visualisierung bieten sich denn für geschäftliche Meetings und Workshops an? Meist fällt einem ja als erstes die klassische Mind Map ein.

Die Art der Visualisierung ist abhängig vom Anlass: Wen habe ich vor mir? Was will ich erreichen? In Management-Meetings geht es oft darum, Wissen weiterzugeben oder zu teilen.

Steigern Sie die Konzentration und Motivation der Teilnehmer zum Beispiel mit einer am Flipchart gezeichneten Agenda. Inhaltlich besteht diese aus der Überschrift (Thema des Meetings), den Zielen und inhaltlichen Unterpunkten. Für ein gutes Layout brauchen Sie nicht viel: Ein bis zwei Schriftarten, gut gewählte Aufzählungszeichen und einige pfiffige Piktogramme.
Der Vorteil: Die Agenda bleibt während der ganzen Veranstaltung im Blickfeld und hilft allen, sich auf das Thema zu fokussieren.

Kinga Wagner: Ihr Weg zum Ziel!

© Kinga Wagner

Für die visualisierte Wissensvermittlung gibt es verschiedene Layout-Möglichkeiten. Die Mind Map ist eine davon, genauso können aber auch Tabellen, Raster, Diagramme oder Pfeilketten gezeichnet werden. Am wirkungsvollsten sind erfahrungsgemäß visuelle Landschaften, denen eine einfache Metapher zugrunde liegt, zum Beispiel für die Darstellung eines Projektes:

Der Weg zum Ziel!

Auch moderierte Gruppenworkshops werden durch Visualisierung effektiver. Protokollieren Sie Agenda, Arbeitsaufgaben und Diskussionsbeiträge in Text und Bild. Durch die Visualisierung aller wichtigen Beiträge wird genau sichtbar, was erarbeitet und vereinbart wurde – das sorgt für Transparenz und Vertrauen in der Gruppe, die Ziele werden mit Leichtigkeit erreicht. Und nicht zu vergessen: Die Ergebnisse sind gesichert!

Jetzt sagen sich vielleicht einige Leser: „So kreativ bin ich nicht, dass ich meine Gedanken gut visualisieren kann.“ Was sagen Sie diesen Menschen, kann das wirklich jeder?

Für das erfolgreiche Visualisieren im Job gibt es zwei Voraussetzungen. Die erste ist, dass Sie einer neuen, ungewohnten Methode gegenüber aufgeschlossen sind. Natürlich kann jeder zeichnen!

In unseren Seminaren werden Sie mit praxiserprobten Vorlagen, Anleitungen und Übungen unmittelbar in die Lage versetzt, die Technik selbst anzuwenden und sie auf Ihren eigenen Arbeitsalltag zu übertragen. Dabei finden Sie schnell Ihren eigenen Stil und nutzen Ihre persönlichen Stärken.

Die zweite Voraussetzung ist die Fähigkeit, in Bildern zu denken. Die lässt sich hervorragend trainieren. Probieren Sie es einmal aus und finden Sie ein Symbol für die Begriffe „Idee“ und „Vision“.
Haben Sie beim Wort „Idee“ an eine Glühbirne gedacht? Ein Symbol für „Vision“ könnte das Fernrohr sein. Oder auch ein anderes Bild, das Ihrem Verständnis von „Vision“ entspricht.

Glühbirne = Eine Idee haben!

Die zeichnerische Umsetzung dieser Symbole gelingt mit geeigneten Vorlagen und etwas Übung schnell, und Sie entwickeln und erweitern Ihren individuellen „Bilderwortschatz“.

Nennen Sie unseren Lesern doch ein erfolgreiches Beispiel. In welcher Situation hat Ihnen die Visualisierung einen entscheidenden Vorteil gebracht?

Ich erinnere mich an eine Präsentation bei meinem wichtigsten Kunden. Ich war damals Vertriebsleiterin im Trainingsunternehmen. Drei Entscheider auf Kundenseite hatten um eine gemeinsame Angebotspräsentation gebeten, hatten aber im Vorfeld ganz unterschiedliche Leistungen angefragt.

Mit einem vorbereiteten Poster, auf dem ich die verschiedenen Leistungen aufgezeichnet hatte, konnten meine Kunden auf einen Blick sehen, welches gemeinsame Verständnis sie vom Leistungsumfang hatten. Es gab eine konstruktive Diskussion, das Ergebnis: Eine gemeinsame Entscheidung zum Leistungsumfang wurde getroffen und der Auftrag zur Umsetzung wurde noch im Meeting erteilt.

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Martina Große Bley

Ich bin bei Management Circle Teamleiterin für das Content Marketing und unter anderem für die Themen-Blogs Soft Skills, Projektmanagement und Handel verantwortlich. Mit abwechslungsreichen Artikeln, Interviews und Gastbeiträgen unserer Referenten informiere ich Sie über die neusten Entwicklungen und gebe Ihnen Tipps, um die eigenen Kompetenzen verbessern zu können. Ich freue mich auf den Wissensaustausch mit Ihnen!

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