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Josef Buschbacher über seine Erfahrungen mit der Generation Z in der Ausbildung

Josef Buschbacher über Seine Erfahrungen Mit Der Generation Z In Der Ausbildung

Josef Buschbacher erzählt uns im Interview, welche Einstellungen und Besonderheiten Unternehmen bei der Ausbildung der Generation Z erwarten. Haben Sie die nötige digitale Fitness für die Arbeitnehmer der Zukunft?

Josef Buschbacher ist Geschäftsführer des Unternehmens Corporate Learning & Change GmbH in Stuttgart und der Smadias – Deutsche Ausbilderakademie. Zudem ist Herr Buschbacher Herausgeber der Zeitschrift “wir AUSBILDER”, die im Kiehl Verlag erscheint, und Initiator von der Berichtsheft App sowie der QuizChallenge App. Herr Buschbacher beschäftigt schon sehr lange mit Neuen Medien und den Möglichkeiten, die sich durch diese für Unternehmen und öffentliche Verwaltung ergeben. In vielen Projekten konnte er seinen Kunden aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung aktuellstes Wissen weitergeben und somit zum Erfolg dieser Projekte beitragen. Theoretisches Wissen und ein hoher Praxisbezug zeichnen die Arbeit und das Vorgehen von Josef Buschbacher aus. Er ist Autor zahlreicher Fachbeiträge und Veröffentlichungen.

Herr Buschbacher, Sie leiten unser Seminar Generation Z in der Ausbildung. Wie jede Generation wird auch diese neue Impulse und Herausforderungen auf den Arbeitsmarkt bringen. Was sind die entscheidenden Merkmale, auf die sich Arbeitgeber bei der Generation Z einstellen müssen?

Ein sehr selbstbewusstes Auftreten der Generation Z ist schon heute spürbar und dies wird Folgen für die Unternehmen haben. Hierarchien und Abläufe – aber auch Werte der Unternehmen – werden zunehmend kritisch hinterfragt. Ausbildungsunternehmen sollten sich regelmäßig mit dem Thema „Generationen“ beschäftigen um auf dem Laufenden zu bleiben. Der Fokus sollte jedoch auf allen Generationen im Unternehmen liegen und daraus können sich spannende Fragen entwickeln. Wie können wir generationsübergreifendes Lernen und Arbeiten gestalten? Mit welchen Vorstellungen von Werten und Normen treffen die Generationen im Unternehmen aufeinander und welche Folgen hat dies?

Ein aus meiner Sicht ganz wesentlicher Unterschied zur Vorgängergeneration liegt darin, dass die jungen Menschen heute zunehmend noch mehr Individualität einfordern.

Was macht einen als Ausbildungsunternehmen attraktiv für die Generation Z und wie kann man sie erfolgreich ansprechen?

Es wird auch weiterhin sehr wichtig sein, sich als starke Marke auf dem Ausbildungsmarkt zu positionieren und für alle Zielgruppen erlebbar und begreifbar zu werden. Dazu gehören Persönlichkeiten, welche die Ausbildung verkörpern und den Job der Ausbilder mit Herzblut begleiten. Wichtig sind allerdings auch die Offenheit für neue Technologien im Lehr- und Lernkontext und die Möglichkeit, zeit- und ortsunabhängig zu lernen und zu kommunizieren. Das Thema „Sicherheit“ hat für viele Eltern auch einen enorm hohen Stellenwert: Erfolgt eine Übernahme nach der Ausbildung in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis? Zukunftsfähige Ausbildungsunternehmen stellen sich diesen Fragen und bieten heute schon direkt nach der Ausbildung spezielle Karrierepfade an.

Digitalisierung in der Berufsausbildung

Wertewandel und neue Technologien: Wie kann Ausbildung zukünftig aussehen und welche Tools müssen Sie jetzt kennen? Josef Buschbacher gibt in dem Seminar „Digitalisierung in der Berufsausbildung“ alle notwendigen Hilfsmittel an die Hand und macht Sie gemeinsam mit seinen Kollegen bereit für die Ausbildung 2030.

Haben sich die Werte und Wünsche der neuen Generation gegenüber ihren Vorgängern aus der Generation Y verändert?

Das ist schwer belegbar, wobei die Shell Jugendstudie von November 2015 viele Einblicke gewährt. Die Planlosigkeit was die Berufswahl angeht, die Abstumpfung bzgl. der weltpolitischen Nachrichten und die Politikverdrossenheit geben mir besonders zu denken. Aber war das nicht schon immer so bei 14 bis 19-jährigen?

Ein aus meiner Sicht ganz wesentlicher Unterschied zur Vorgängergeneration liegt darin, dass die jungen Menschen heute zunehmend noch mehr Individualität einfordern. Der Ruf nach dem „Kümmerer“, der für mich als Azubis immer erreichbar ist, ist genauso wichtig, wie ein individueller Ausbildungsplan, der genau auf mich und meinen Lernfortschritt eingeht.

Für mich gehört das „E“ zu jedem Lernprozess ganz selbstverständlich mit dazu und Ausbilder, als Bildungsprofis, sollten hier dringend an einer digitalen Fitness arbeiten.

Junge Menschen von heute sind mit der Digitalisierung aufgewachsen. Sie kennen gar keine Zeit mehr, in der es kein Internet gab. Braucht es deshalb neue Kommunikations- und Lehrmethoden in der Ausbildung? Welche wären das zum Beispiel?

Das Thema E-Learning bekommt dank neuer Technologien mächtig Rückenwind. Aus meiner Sicht darf heute in der Ausbildung nicht mehr zwischen der reinen Ausbildung und dem reinen E-Learning unterschieden werden. Für mich gehört das „E“ zu jedem Lernprozess ganz selbstverständlich mit dazu und Ausbilder, als Bildungsprofis, sollten hier dringend an einer digitalen Fitness arbeiten. Nur mit dem nötigem Wissen um Learning Management Systeme, Learning Analytics, EduChain, Mobile Learning und Blended Learning Konzepte kann die Ausbildung zeitgemäß gestaltet werden

 

Vielen Dank für das Interview!

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Rückblick Corporate Learning Forum 2017

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Christoph Erle

Mein Name ist Christoph Erle und ich betreue bei Management Circle die Blogs zu Personalwesen, Banken, Energiewirtschaft und Handelsmarken. Als langjähriger Freund des Netzes und Content-Marketing-Spezialist wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, bei einem renommierten Veranstalter den Aufbau einer Online-Präsenz zu unterstützen. Ich hoffe, hier hilfreiche Inhalte für Sie bereitzustellen und Sie demnächst im Netz oder auf einer unserer Veranstaltungen anzutreffen.

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