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[Interview] Dr. Edda Jaleel: Die kluge Strategie für dauerhafte Leistungskraft!

[Interview] Dr. Edda Jaleel: Die Kluge Strategie Für Dauerhafte Leistungskraft!

Eine dauerhaft hohe Leistungskraft wünschen wir uns wohl alle für unseren Berufsalltag. Doch nicht nur im Büro, auch im Privatleben könnten wir mit permanenter Power bestimmt noch mehr erreichen. Leider stehen diesem Ziel gerade in der heutigen Zeit oft Stressfaktoren wie Termindruck oder Konzentrationsschwierigkeiten im Weg.

Dr. Edda Jaleel von der Akademie für Integrative Gesundheitsförderung und Wohlbefinden kennt das Problem. Im Interview hat sie uns verraten, was stressige Situationen eigentlich für unseren Körper bedeuten und wie Sie mit ihnen erfolgreich umgehen.

Die frühzeitige Identifizierung der Stressreaktionen in uns ist die Voraussetzung, um eine Chronifizierung der krankmachenden Prozesse auf mentaler und körperlicher Ebene zu verhindern.

Dr. Edda Jaleel, Akademie für Integrative Gesundheitsförderung und Wohlbefinden, Leipzig

Dr. Edda Jaleel ist seit Mai 2016 mit der wissenschaftlichen Leitung der Akademie für Integrative Gesundheitsförderung in Leipzig betraut.

Nach ihrem naturwissenschaftlichen Studium war Dr. Edda Jaleel über zehn Jahre in leitenden wissenschaftlichen Funktionen im Global Pharma Business mit Schwerpunkt Erkrankungen des zentralen Nervensystems tätig, um sich 2000 als Forschungsconsultant und Wissenschaftsjournalistin selbständig zu machen.

Sie bekam für Ihre Arbeit gegen das Stigma von Patienten mit ZNS-Erkrankungen den Antistigma-Preis der psychiatrischen Fachgesellschaft DGPPN. Zusammen mit Krankenkassen und anderen Wissenschaftlern hat sie ein modernes Versorgungsmodell zur Verbesserung der Herz-Gehirn-Gesundheit entwickelt und beim Innovationsfonds eingereicht.

Dr. Edda Jaleel

Dr. Edda Jaleel

Frau Dr. Jaleel, in Ihrem Seminar versuchen Sie, den Teilnehmern zu mehr Energie, Kreativität und Erfolg im Berufsalltag zu verhelfen. Was steckt dahinter? Was ist Ihrer Meinung nach der Schlüssel zu dauerhafter Leistungskraft?

Nun, ich stellte mir schon lange, auch aus eigener Erfahrung, folgende Fragen: Wie lässt sich erklären, dass ein intelligenter und hochmotivierter Mensch die eigene Belastung bis zur kompletten Erschöpfung ausblenden kann? Warum können wir nicht mehr spüren, wie es uns wirklich geht? Warum können wir unsere Grenzen und die anderer Menschen nicht mehr anerkennen?

In meinem Seminar erhalten wir dazu die Antworten. Hier geht es in erster Linie um die Nutzung unserer wahren Intelligenz, welche auf die intakte Kommunikation zwischen Gehirn und Körper angewiesen ist. Unter chronischer Überlastung verlieren wir sukzessive die Anbindung an unseren Körper. Unser Gehirn arbeitet auf falscher Datenbasis und trifft demzufolge falsche Entscheidungen, bezogen auf unsere Organe, aber auch auf unser Verhalten. Der Schlüssel liegt also in der Pflege dieses ganzheitlichen Systems mit positiver Auswirkung auf alle Steuerungsfunktionen und unseren Energiehaushalt.

In stressigen Situationen, wenn mal wieder alles Kopf steht, kann es schwierig werden die Leistungsfähigkeit beizubehalten. Was passiert da genau?

Kurzfristige Stressreaktionen mit nachfolgender Entspannung sind ganz natürlich, aber chronische Überlastung führt zu andauernd erhöhter Cortisol-Ausschüttung, der Zerstörung von Neuronen und ihrer Verschaltungen in Hippocampus und Hypothalamus. Beide sind dann nicht mehr fähig, die selbst initiierte Cortisol-Ausschüttung zu dämpfen.

Die Folgen:

  • Die hippocampalen Areale sind überlastet und nehmen an Volumen ab.
  • Es kommt zu einer Reduktion der Kortexleistungen.
  • Gedächtnisverlust und Konzentrationsstörungen treten auf.
  • Die kognitive Leistung, situationsadäquate Handlungsentscheidungen und die sensorische Verarbeitung nehmen ab.
  • Die Anbindung des Gehirns an den Körper nimmt ab

Zugleich wächst fatalerweise die Amygdala, die Hirnregion für Affekte, in der das sofortige, eher unreflektierte Reagieren auf Situationen lokalisiert ist. Gereiztheit, Unbedachtheit, Unbeherrschtheit und Angstattacken sind Warnsignale dieser neurodegenerativen Prozesse.

Wie kann man Stressreaktionen bei sich frühzeitig identifizieren und wie geht man mit ihnen dann am besten um?

Sie haben Recht, die möglichst frühzeitige Identifizierung der Stressreaktionen beziehungsweise der Überlastung in uns ist die essenzielle Voraussetzung, um eine Chronifizierung der krankmachenden Prozesse auf mentaler und körperlicher Ebene zu verhindern. Unser Gehirn sollte darin geschult werden, Fragen zur Befindlichkeit Richtung Körper und seiner Organe zu stellen, umgekehrt durch Sinnlichkeit und positivem Körper-Feedback stimuliert und neu aktiviert zu werden und stets bereit zu sein, sich lernend zu öffnen. Dies gilt zum Beispiel für das regelmäßige Wiedererlernen der Entspannungsantwort als Gegenspieler der Stressreaktion, welches ich absolut empfehle.

Haben Sie für unsere Leser direkt eine praktische Übung, wie man den eigenen Stress in den Griff bekommt und wieder zu Gelassenheit und Leistungsfähigkeit findet?

Der innere Antreiber als signifikanter Verstärker äußerer Stressoren sitzt natürlich in meinem Gehirn, das heißt durch meine eigenen Gedankenmuster und dadurch evozierten Körperreaktionen kann ich mich selbst in meiner Stressreaktion verstärken. Eine wichtige Übung ist deshalb, regelmäßig wiederkehrende Gedankenmuster in Kombination mit emotionaler Reaktion anzuschauen und auf ihren Realitätsgehalt, aber auch auf Perfektionismus- und Anpassungsstreben zu überprüfen.

Kann man denn dafür sorgen, dass man gar nicht erst in stressige Situationen kommt oder muss da einfach jeder von Zeit zu Zeit durch?

Arbeitswelt und Lebensstil haben sich für die Menschen zweifellos dramatisch verändert. So werden von uns allen in wachsendem Maße Flexibilität, Belastbarkeit, Erreichbarkeit und soziale Kompetenzen als Schlüsselqualifikationen eingefordert. Daran wird sich auf absehbare Zeit nicht viel ändern, obwohl Kostenträger, Gesundheits- und Wirtschaftsexperten vor dem Hintergrund zunehmender Fehlzeiten und Fachkräftemangel eine Kultur einfordern, die Gesundheit als Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg anerkennt und fördert.

Wir sollten also versuchen, uns Techniken als Teil einer gesundheitsfördernden Selbstführung anzueignen, die uns dabei helfen, in dieser Lebenswelt, die ja auch viele schöne, lebenswerte Seiten hat, zurecht zu kommen, ohne zu erkranken! Unter anderem sorgen meditative Techniken langfristig dafür, dass die Ausschüttung von Stresshormonen vermindert und das Stressniveau sowie Stressempfinden reduziert wird. Es kommt also im Laufe der Zeit gar nicht erst zu einer Stressreaktion in Gehirn und Körper. Darin liegt eine große Chance, die ich meinen Seminarbesuchern gerne voller Begeisterung vorstelle!

Stark im Job durch starkes Bewusstsein!

Entwickeln Sie ein starkes Bewusstsein, um stark in Ihrem Job zu sein! In unserem Seminar „Die kluge Strategie für dauerhafte Leistungskraft“ zeigt Ihnen Dr. Edda Jaleel Impulsgeber und Tools erfolgreicher und gesunder Selbstführung. Sie entwickeln so Ihre individuelle Methode für mehr Energie, Kreativität und Erfolg.

Martina Große Bley

Ich bin bei Management Circle Teamleiterin für das Content Marketing und unter anderem für die Themen-Blogs Soft Skills, Projektmanagement und Handel verantwortlich. Mit abwechslungsreichen Artikeln, Interviews und Gastbeiträgen unserer Referenten informiere ich Sie über die neusten Entwicklungen und gebe Ihnen Tipps, um die eigenen Kompetenzen verbessern zu können. Ich freue mich auf den Wissensaustausch mit Ihnen!

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