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Daniel Schneider über Corporate Startups und innovative Großkonzerne

Daniel Schneider über Corporate Startups Und Innovative Großkonzerne

Große Konzerne gehen immer öfter Kooperationen mit jungen Startups ein, um innovativ und agil zu sein. Sind Konzerne alleine nicht in der Lage innovativ zu arbeiten und wie geht es Startups aus der Energiewirtschaft? Wir haben Daniel Schneider im Vorfeld unserer innovation 2016 dazu befragt.

Damit wird für die Bevölkerung ein Mehrwert generiert, welcher im urbanen Umfeld die Stadt lebenswerter und sicherer macht.

Daniel Schneider, SM!GHT, Karlsruhe

Daniel Schneider ist Commercial Director and einer der Gründer von SM!GHT. Er arbeitet in Karlsruhe und leitet die Bereiche Finanzen, Marketing und Sales bei dem Corporate Startup SM!GHT smart.city.light.

Daniel Schneider schloss 2010 sein Studium der Betriebswirtschaftslehre ab und leitete danach verschiedene Gruppenprojekte für EnBW.

Daniel Schneider

Daniel Schneider

Herr Schneider, wie können Innovationen in Großkonzernen funktionieren? Braucht es dafür Kooperationen mit Startups oder schaffen es Konzerne aus sich selbst heraus, innovativ zu arbeiten und zu entwickeln?

Die Großkonzerne sind durchaus in der Lage, auch aus sich selbst heraus Innovationen voranzutreiben. Dabei ist es wichtig, dass der Konzern sich klar zu diesem Schritt bekennt und konsequent verfolgt. Es ist durchaus positiv überraschend, wie Mitarbeiter in einem Großkonzern agieren und denken, wenn Ihnen die Freiheit dazu gegeben wird. Die alteingefahrenen Strukturen in Großkonzernen müssen dafür zunächst vollständig aufgebrochen und insbesondere auch aus den Köpfen der Mitarbeiter gelöscht werden.

Selbstverständlich helfen hier allerdings Kooperationen mit Startups, um für diese Grundmentalität nicht nur Beispiele, sondern auch funktionierenden Teams direkt als Vorzeigeprojekte im Haus zu haben. Eine Symbiose zwischen der Startup-Welt außerhalb und innerhalb des Großkonzerns ist nicht nur zwingend notwendig, sondern kann sich in enormem Maße auch gegenseitig befruchten.

Für Startups in Großkonzernen kann die Konzernwelt, richtig genutzt, nur Vorteile haben – viele Bereiche von Großkonzernen können helfen, unterstützend tätig werden und so das Startup entlasten und beschleunigen. Gerade für viele Themen, mit denen Startups in der freien Welt zu kämpfen haben, gibt es die richtigen Experten in Großkonzernen: Sei es

der Rechtsbereich, der bei Verträgen helfen kann

der Konzerneinkauf, der Synergien schaffen kann oder

die Buchhaltung, welche die richtigen Abrechnungen durchführen kann

Startups können so ohne viel Anstrengung auf Fachwissen und die notwendigen, professionellen Prozesse zurückgreifen.

Können Startups überhaupt agil und innovativ agieren, wenn Sie mit und für einen Großkonzern arbeiten?

Ja, wenn Sie sich komplett von den Konzernstrukturen lösen und zielorientiert vorgehen. Problemorientiertes Denken, lösungsorientiert arbeiten, ist das Ziel. Voraussetzung dafür ist, dass der Konzern dies unterstützt und auf Konzernstandards wie zum Beispiel die IT Infrastruktur verzichtet.

 

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https://www.youtube.com/watch?v=aLvHrDJXdG8

Was genau macht Ihr Unternehmen „SM!GHT: smart.city.light“? Worin liegt Ihre Vision?

SM!GHT vernetzt die Stadt von morgen mit Infrastruktur und einem Baukasten an Lösungsansätzen wie beispielsweise WLAN, Sensorik und Ladeinfrastruktur. Und das alles in einer Straßenbeleuchtung integriert. Mit den daraus erhobenen Daten können Gemeinden und Städte gesteuert und betrieben werden. Damit wird für die Bevölkerung ein Mehrwert generiert, welcher im urbanen Umfeld die Stadt lebenswerter und sicherer macht. Städte werden effizienter, ökonomischer und ökologischer: Der Verkehr wird optimiert, die Parkplatzsuche vereinfacht und so weiter. Die Stadt kann durch ihre intelligente Steuerung neue Wege gehen – all das durch die Straßenlaternen der Zukunft. Sie werden zum zentralen Nervensystem und das nicht erst morgen, sondern schon heute.

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In welchen Städten werden bereits Produkte von SM!GHT eingesetzt?

Die unterschiedlichen Produkte von SM!GHT werden in ganz Deutschland eingesetzt und auch weit über die Grenzen hinaus. Egal, ob man am Strand in Caloundra, Australien sein E-Bike laden möchte, in Schwetzingen mit schnellem WLAN surfen möchte oder in Karlsruhe beim Zwischenstopp auf der Aussichtsterrasse auf dem Turmberg sein E-Car tanken möchte, SM!GHT bietet durch die breite Produktpalette Städten und Besuchern viele Möglichkeiten.

Die Produktfamilie SM!GHT Air versorgt mit bereits über 250 Anlagen monatlich tausende Menschen mit schnellem, kostenlosem Internet. Die Produktfamilie SM!GHT Base ist weltweit in der Lage, Elektro-Fahrzeuge zu laden, die Sicherheit mit einem Notrufknopf zu erhöhen und wichtige Informationen über die Umweltsituation an Städte zu liefern. Ständig kommen auch weitere Infrastrukturlösungen zu SM!GHT dazu. So konnte erst vor kurzem die Verkehrsüberwachung in ersten Kommunen installiert werden. Diese hilft Städten wie Schönau beispielsweise, eine Verkehrszählung und Überwachung durchzuführen sowie eine mögliche Umgehungsstraße zu rechtfertigen.

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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