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Internationale Projektteams: Die Vorteile der kulturübergreifenden Zusammenarbeit

Internationale Projektteams: Die Vorteile Der Kulturübergreifenden Zusammenarbeit
Beitragsserien: Internationale Projektteams

In großen Unternehmen sind internationale Projektteams Gang und Gäbe. Aber warum eigentlich? Was muss bei der Zusammenstellung eines kulturübergreifenden Projektteams beachtet werden? Und welche Auswirkung hat das auf den Führungsstil und die Kommunikation? In der Beitragsreihe „Internationale Projektteams“ gehen wir all diesen Fragen auf den Grund und geben Ihnen einen Leitfaden an die Hand, um die Zusammenarbeit in internationalen Projektteams so erfolgreich wie möglich zu gestalten.

Im ersten Teil der Beitragsreihe schauen wir auf den Unterschied zwischen spezialisierten Teams in einzelnen Bereichen und internationalen, das heißt bereichs- und kulturübergreifenden Teams. Erfahren Sie, welche Vor- und Nachteile sich ergeben und welche Faktoren für den Erfolg von internationalen Projektteams besonders wichtig sind.

Warum eigentlich internationale Projektteams?

In einzelnen Fachbereichen arbeiten in der Regel spezialisierte Teams. Das heißt Aufgaben und Projekte werden innerhalb eines Fachbereichs bearbeitet, ohne dass andere Abteilungen oder Spezialisten aus anderen Ländern und Kulturen hinzugezogen werden. Diese spezialisierten Teams haben sicherlich ihre Vorteile. Die fachliche Mentalität ist bei allen Teammitgliedern ähnlich, Diskussionen können effizient geführt und schnell beigelegt werden und die Geheimhaltung von sicherheitsrelevanten Informationen ist leicht zu gewährleisten. Die Nachteile dabei: Die Spezialisten nehmen eine sehr einseitige Perspektive ein.

Sie tauschen sich nur wenig mit anderen Bereichen aus und identifizieren sich kaum mit deren Interessen, Anforderungen oder Zielen. Spezialisierte Teams lassen sich deshalb für Korrekturen nur schwer begeistern – insbesondere wenn Sie aus anderen Bereichen kommen.

Teamarbeit

Bereichs- oder gar kulturübergreifende Projektteams sind aus den genannten Gründen mehr als gewünscht und in großen Unternehmen bereits an der Tagesordnung. Doch was zeichnet sie aus?

Die Erfolgsfaktoren von internationalen Projektteams überzeugen

Verschiedene Kulturen nehmen unterschiedliche Blickwinkel ein

Internationale Projektteams bündeln das Know-how der einzelnen Kulturen

Kulturübergreifende Zusammenarbeit fördert die Kreativität

Unkonventionelle Lösungen und Innovationen können entstehen

Teammitglieder tragen die Informationen in die spezialisierten Bereiche

Prozesse werden parallelisiert und müssen nicht linear abgearbeitet werden

Entwicklungszeiten verkürzen sich erheblich und sparen Kosten ein

Marktnähe ermöglicht ein flexibles Reagieren auf neue Trends

Agilität wird im Projektmanagement gefördert

Durchsetzungsstärke ist gleich an zwei Fronten gefragt

Mitglieder eines internationalen Projektteams müssen sich nicht nur dort, sondern auch in ihrem eigenen fachspezifischen Bereich durchsetzen können. Sie kämpfen sozusagen an zweierlei Front. Jede Funktion, die im Projektteam benötigt wird – sei es Produktion, Marketing oder auch Vertrieb – wird deshalb einem Teammitglied zugeordnet. Diese Person übernimmt dann die Abstimmung zwischen dem Projektteam und seinem eigenen fachspezifischen Bereich. Dazu gehört zum Beispiel, die Anforderungen des eigenen Teams und die des Projektteams zu koordinieren. Außerdem muss diese Person die Zielerreichung des eigenen Teams im Blick behalten sowie für den Informationsfluss zwischen beiden Teams sorgen. Für diese Mammutaufgabe ist Durchsetzungsstärke gefragt!

Wer den Vertreter eines Fachbereichs im Projektteam darstellen darf, ist von Kultur zu Kultur unterschiedlich. Prinzipiell können die Teammitglieder zwar aus unterschiedlichen Hierarchieebenen stammen, da die fachliche Kompetenz im Vordergrund steht. 

Zusammensetzung von internationalen Projektteams

In einigen Kulturen können die Gepflogenheiten der Gesellschaft jedoch für Probleme bei der Akzeptanz sorgen.

Der Aufbau eines internationalen Projektteams sollte gut überlegt sein

Ein internationales Projektteam sollte aus mindestens vier Mitgliedern bestehen. Nur so kann der gegenseitige Austausch ermöglicht und so die Basis für Anregungen zu unkonventionellen Ideen geschaffen werden. Zu viele Teammitglieder sind jedoch nicht empfehlenswert. Hierdurch wird die Kommunikation nur unnötig verkompliziert. Aus eigentlich kurzen Status-Meetings können dann schnell mal endlose Konferenzen werden. Kreativität ist so kaum möglich.

Achten Sie auch darauf, dass die Kulturen in Ihrem Projektteam ausgeglichen vertreten sind und keine Kultur zu dominant auftritt. So können Sie Probleme bei der Zusammenarbeit vermeiden und die Mitglieder einer Kultur können sich nicht gegen die der anderen verbünden.

Kurzzeitige oder gar befristete Projekteinsätze sind durchaus üblich

In einem internationalen Projektteam sollten nur die Personen als feste Mitglieder vertreten sein, deren Qualifikation für einen längeren Projektabschnitt erforderlich ist. Daher müssen nicht alle fachlichen Kompetenzen, die Sie im Laufe des Projekts benötigen, dauerhaft im Team vertreten sein. Es kann durchaus sinnvoll sein, Spezialisten aus einzelnen Fachbereichen nur für kurze Phasen befristet hinzuzuziehen oder im Projektverlauf noch personelle Erweiterungen vorzunehmen.

Auch bei dieser Vorgehensweise sollten Sie sich jedoch mit den vertretenen Kulturen vertraut machen. Denn nur kurz hinzugezogene Teammitglieder haben in einigen Kulturkreisen eine niedrigere Akzeptanz als dauerhafte.

Um mehr Personal am Projekt arbeiten zu lassen, als Teammitglieder vorhanden sind, können Gruppen gebildet werden. Diese Gruppen arbeiten dann einem einzelnen Mitglied des internationalen Projektteams zu, ohne dass jedes Gruppenmitglied Teil des Projektteams sein muss.

Gruppenarbeit

Internationale Projektteams dürfen für den Erfolg in die Trickkiste greifen

Haben Sie schon einmal überlegt, Machtpromotoren in Ihr Projektteam einzubeziehen? Diese Personen können dabei helfen, Ihr Projekt und die damit verbundenen Interessen im Unternehmen durchzusetzen. Aber Vorsicht: In einigen Kulturen kann auch das auf Widerstand stoßen. Schnell kann das Gefühl entstehen, dass die kreative Entfaltung und der offene Austausch eingeschränkt ist.

Eine andere Möglichkeit sind Sozialpromotoren, die dafür sorgen können, dass die Teamfähigkeit in einem internationalen Projektteam gestärkt wird. So können Krisen beispielsweise leichter überwunden werden.

Bedenken Sie auch immer, ob es Vorgaben gibt, welche Mitglieder Sie in das internationale Projektteam einbeziehen müssen. In einigen Kulturen muss zum Beispiel der Betriebsrat oder eine Frauenbeauftragte integriert sein. Vielleicht ist es sogar nötig, dass Sie ganz bestimmte Kulturen oder Nationen in Ihr Projekt einbinden – selbst dann, wenn die entsprechenden Teammitglieder nicht die mit der fachlich besten Qualifikation sind. Ohne den Einbezug dieser Mitglieder könnte es Ihnen in diesen Kulturen jedoch schwer fallen, Ihr Projekt durchzusetzen.

Auch die Sozialkompetenz und die interkulturellen Kompetenzen der Teammitglieder sind sehr wichtig, um eine erfolgreiche Zusammenarbeit gewährleisten zu können. Bedenken Sie dabei auch, welche Sprache im Projektteam gesprochen werden soll und ob jedes Teammitglied diese Sprache auch beherrscht.

Fortsetzung folgt in Kürze …

Sie sehen, es gibt viel zu bedenken, um ein internationales Projektteam erfolgreich zusammenstellen zu können. Wie sich das Team danach orientiert, die Zusammenarbeit startet und aufeinander einstellt, lesen Sie in Kürze im zweiten Teil unserer Beitragsreihe „Internationale Projektteams“.

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Martina Große Bley

Ich bin bei Management Circle Teamleiterin für das Content Marketing und unter anderem für die Themen-Blogs Soft Skills, Projektmanagement und Handel verantwortlich. Mit abwechslungsreichen Artikeln, Interviews und Gastbeiträgen unserer Referenten informiere ich Sie über die neusten Entwicklungen und gebe Ihnen Tipps, um die eigenen Kompetenzen verbessern zu können. Ich freue mich auf den Wissensaustausch mit Ihnen!

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