skip to Main Content

Intelligenten Gebäuden gehört die Zukunft

Intelligenten Gebäuden Gehört Die Zukunft

Von der Planung über den Bau bis hin zur Gebäudenutzung: Längst beschäftigt der digitale Wandel auch die Immobilien- und Baubranche. State of the Art ist Digitalisierung in unserer Branche jedoch noch nicht. Der Knackpunkt liegt in einer frühzeitigen Berücksichtigung in der baulichen Struktur. Da Bauherren, Projektentwickler oder Investoren bei der Planung jedoch oftmals zu sehr zögern, auf digitale Technologien zu setzen, sind viele Gebäude technisch gesehen nach ihrer Fertigstellung schon wieder veraltet. Und das, obwohl viele digitale Technologien wie die Buchung elektrischer Ladestationen per Smartphone, intelligentes Parkraummanagement oder Desk- und Raumreservierung schon lange verfügbar sind. Barrieren entstehen momentan, da oft eine Digitalisierungsstrategie fehlt und verschiedene Technologien nicht strategisch eingesetzt und vernetzt werden: Unterschiedliche Zutrittskontrollen, unabhängige Sensoriksysteme oder heterogene immobilienwirtschaftliche Daten und Steuerungstools stehen Betreibern und Nutzern im Weg.

Prof. Phillip Goltermann sammelte nach seinem Architekturstudium an der RWTH in Aachen zunächst umfangreiche Erfahrungen in verschiedenen Planungs- und Bauleitungsbüros, bevor er 1999 als Projektmanager bei Drees & Sommer einstieg. Seit Mitte 2005 ist er Geschäftsführer des Drees & Sommer Standorts Hamburg und leitet seit 2010 zudem den Standort in Kopenhagen.

Als Experte für Projektmanagement, Lean Management, Transaktionsberatung und Entwicklungsmanagement inklusive Mobilitätskonzepte führte er zahlreiche Projekte in den Bereichen Büro und Verwaltung, Kultur, Hotel, Wohnen und Gesundheitswesen zum Erfolg.

Zukunftsfähige Immobilienkonzepte setzen auf clevere Vernetzung

Wer es versteht, Planungs-, Gebäude- und Nutzer-Daten clever und bedienerfreundlich in Customized Smart Buildings zu verknüpfen, kann schneller und qualitativ hochwertigere Ergebnisse erzielen als die nicht digital denkende Konkurrenz. Was Gebäude dafür brauchen, ist eine selbstlernende und selbstoptimierende Künstliche Intelligenz (KI) und vernetzte Sensorik, das sogenannte „Brain“. Mit Hilfe von Sensoren, Zugangskontrollpunkten und Beacons[1] können Gebäude mit digitaler Intelligenz ausgestattet werden. Das „Brain“ greift als zentrale Steuerungseinheit auf Daten der kleinen Sender oder Empfänger zu. So stellt es eine gewerkeübergreifende Kommunikation der Gebäudetechnik sicher und vernetzt alle Gebäudeautomationssysteme und eingesetzten Technologien. Erst dadurch werden unter anderem Navigation im Gebäude sowie präventives Facility Management per App möglich. Ungenutzte Räume müssen beispielsweise erst gar nicht vom Reinigungspersonal gesichtet werden, sodass Beteiligte durch einen niedrigeren Energieverbrauch Kosten und Ressourcen sparen können.

Intelligente Gebäude mit hoher IT-Sicherheit

Drees & Sommer begleitet Auftraggeber dabei, ganzheitliche Digitalisierungskonzepte für ihre Projekte zu entwickeln und digitale Technologien im richtigen Maß einzusetzen. Es gilt: Idealerweise beinhalten smarte Bauvorhaben ein intelligentes Zusammenspiel digitaler Lösungen von der Planung, beispielsweise mit der digitalen Planungsmethode Building Information Modeling, über den Bau bis hin zum späteren Betrieb. Dabei spielen Cyber-Security-Konzepte eine tragende Rolle. Schon während der Planungsphase eines Gebäudes gilt es, Sicherheitsanforderungen an Soft- und Hardware zu berücksichtigen, um spätere Sicherheitslücken zu verhindern. Hardware- und Software-Applikationen werden deshalb vor Inbetriebnahme in einem Testcenter fortlaufend geprüft. Neben Cyber Security hat auch Datenschutz oberste Prämisse, wenn digitale Technologien eingesetzt werden.

Hamburger Hammerbrooklyn Digital Campus als smarter Vorreiter

Hammerbrooklyn.DigitalCampus

Hammerbrooklyn.DigitalCampus
©Hammerbrooklyn

Wie digitale Vernetzung in die Realität umgesetzt wird, zeigt der Hammerbrooklyn Digital Campus in Hamburg, ein Vorreiter in Sachen digitaler Transformation und Innovation. Ab Anfang des Jahres 2019 werden sich hier Unternehmen, Startups und kreative Köpfe vernetzen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, die tiefgreifenden Auswirkungen des digitalen Wandels auf Gesellschaft und Wirtschaft aktiv mitzugestalten und gewinnbringend zu nutzen. Auf dem Campus entstehen zwei Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von etwa 10.400 Quadratmetern. Eines davon besteht in Teilen aus dem US-amerikanischen Pavillon der EXPO 2015. Dem digitalen Charakter des Campus entsprechend ist der Pavillon als Customized Smart Building geplant. Das ICT-Team von Drees & Sommer berät die Projektgesellschaft zur Digitalisierung und prüft vorab genau, welche Digitalisierungsbausteine eingesetzt werden sollen und ob sie im Zusammenspiel harmonisieren. Sowohl für die Nutzer als auch den Betreiber entstehen durch eine sinnvoll aufgesetzte Digitalisierungsstrategie Vorteile: Funktionen und Prozesse werden verbessert und die Nutzerfreundlichkeit steigt. Ein Beispiel: Durch die Integration einer Künstlichen Intelligenz in Verbindung mit Trackingsensoren wird der Pavillon beispielsweise nur so viel Energie benötigen, wie es für die Anzahl der im Gebäude anwesenden Personen notwendig ist.

Fest steht: Digitalisierung in der Immobilienbranche darf nicht zum Selbstzweck werden. Klar im Fokus muss immer der Mensch mit seinen Bedürfnissen stehen – Gebäude werden digital vernetzt geplant und passen sich dabei künftig flexibel den Anforderungen ihrer Nutzer an. Entscheidend für den Erfolg eines Projekts ist immer das Zusammenspiel analogen Fachwissens und digitaler Technologien.rn.

Zukunftsperspektiven für den Immobilienmarkt Hamburg

In Zeiten der sich zuspitzenden Flächenknappheit sind kreative Konzepte und das Einbeziehen neuster Technologien und Innovationen wichtige Schlüsselelemente für die Erfolgsimmobilien von morgen. Mit dem Immobilienforum Hamburg 2019 bieten wir wegweisenden Entwicklungen der Branche eine Bühne und erörtern das Potenzial innerhalb der Hansestadt, aber auch im internationalen Vergleich.
Whitepaper Baurech

4 rechtliche Themen, die Sie im Blick haben müssen

Wir haben sieben Experten befragt: Erhalten Sie einen kompakten Überblick zu vier wichtigen Rechtsthemen im Whitepaper. So bleiben Sie bei den neusten Entwicklungen in Sachen Immobilien- und Bau-Recht auf dem Laufenden.
Jetzt herunterladen!

[1] Beacons sind kleine Hardware-Sender oder -Empfänger, die auf dem Bluetooth-Prinzip basieren, und Gebäudeinformationen an den Nutzer liefe

Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back To Top

4 rechtliche Themen, die Sie im Blick haben müssen

Erhalten Sie einen kompakten Überblick von sieben Experten zu den vier wichtigsten Rechtsthemen im Bau- und Immobilienbereich, angefangen von der BauGB-/BauNVO-Novelle 2017 bis hin zur Umsatzsteuer.

Jetzt herunterladen!

Bleiben Sie up-to-date in Sachen Bau- und Immobilien-Recht