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Innovationen für die Energiewirtschaft 4.0

Innovationen Für Die Energiewirtschaft 4.0

Die Voraussetzung für ein erfolgreiches Gelingen der Energiewende ist die Synchronisierung der voranschreitenden Digitalisierung mit dem Umbau der Energiewirtschaft. Die engere Verzahnung beider Bereiche schafft Innovationsimpulse welche wiederum neue gesetzliche, ökonomische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen erfordern. Diese notwendigen Grundlagen sollen unter anderem durch das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende geschaffen werden. Das Gesetz legt die Basis für die Entwicklung der konventionellen Netze hin zu zukunftsfähigen Smart Grids und damit die Transformation in Richtung Energiewirtschaft 4.0.  Dabei gilt der Rollout intelligenter Messsysteme als wesentlicher Baustein zur Digitalisierung der Verteil- und Übertragungsnetze.

Paul-Vincent Abs ist seit Januar 2016 Geschäftsführer der E.ON Metering GmbH. Bereits in den Jahren von 2000 bis 2014 war Abs im E.ON Konzern tätig. So leitete er unter anderem als Geschäftsführer die Geschäfte von E WIE EINFACH, war Leiter des Neukundenbereichs bei der deutschen Vertriebsgesellschaft von E.ON sowie Geschäftsführer der E.ON Inhouse Consulting. Vor seiner Rückkehr zu E.ON arbeitete er als Geschäftsführer und Gesellschafter von Bluberries, einer auf die Energiewirtschaft spezialisierten Konzept- und Umsetzungsberatung.

paul-vincen-abs-portrait

Paul-Vincent Abs

Bis dato sieht der Gesetzgeber eine Rolloutpflicht intelligenter Messsysteme ab einem Jahresverbrauch von 6000kWh und einer Einspeiseleistung von 7kW vor, folglich sind ca. 10% der bisher installierten Zähler von einem Umbau betroffen. Neben der Erfüllung der technologischen Anforderungen wird der Aufbau der neuen Infrastruktur als „game changer“ wirken und in der Folge eine Vielzahl an neuen innovativen Geschäftsmodellen innerhalb und außerhalb der Energiewirtschaft ermöglichen.

Neben der Erfüllung der technologischen Anforderungen wird der Aufbau der neuen Infrastruktur als „game changer“.

Innovationsprojekte bei E.ON

Die E.ON Metering GmbH ist in diesem Kontext maßgeblich an der Entwicklung zukunftsweisender digitaler Innovationen beteiligt und ist davon überzeugt, dass die folgenden Innovationen zur Marktreife geführt werden können:

I.

Energiemanagement durch Portal- und Data Hub Services

Um die angestrebten Einsparpotentiale beim Endenergieverbrauch zu realisieren sind visuelle Informationen über den Energieverbrauch für die verschiedenen Kundengruppen und Anspruchsgruppen zentral.  Die Datenvisualisierung durch Portal- und Data-Hub-Services ist dabei als Grundlage für Optimierungs- und Einsparungsmaßnahmen beim Energieverbrauch (Verbesserung der Energieeffizienz) zu verstehen.

II.

Einspeise- und Lastmanagement

Entwicklung von Algorithmen für die optimierte Steuerung von zu schaltenden Anlagen (Erhöhung Netzstabilität, Reduktion Vorhaltung Regelleistung). Erst durch eine effiziente Regelung und Steuerung des Netzbetriebs ist der Aufbau eines Smart Grids möglich.

III.

Submetering für weitere Sparten

Nutzung des Multi-Utility- Ansatzes durch Einbezug mehrerer Sparten (Strom, Wasser, Gas, Wärme) und Hebung von Skaleneffekten. Der Nutzen für den Kunden ergibt sich insbesondere durch das automatische Erfassen aller im Haushalt oder Industriebtrieb vorhandenen Sparten.

IV.

Pre-Payment Zähler

Grundlage zum Abschalten und Abregeln von Verbrauchern. Der Verbraucher erhält die Möglichkeit sein Ausgabeverhalten durch die Nutzung einer Prepaid-Funktion, welche über ein Mobilfunktelefon aufgeladen werden kann, zu kontrollieren.

V.

Sicherheitsrelevante Systeme

Der vom BSI geforderte sichere Datenkanal kann zukünftig neben dem Versand von Messdaten als hochsichere Verbindung und damit zur Übermittlung weiterer personenrelevanter und schutzbedürftiger Daten verwendet werden (Bank-, Gesundheits-, Pflegedaten). Auch können in einer Kombination mit einem Smart-Home-System beispielsweise Alarmsignale und Lichtsteuerungssignale abgesetzt werden, um die häusliche Sicherheit zu erhöhen.

Die hier genannten innovativen Geschäftsmodelle und Produkte sind nur ein kleiner Auszug von zukünftigen „Cash Cows“, welche die Energiewirtschaft mit anderen Branchen vernetzen wird. Die gesetzlichen Voraussetzungen wurden gelegt, jetzt liegt es an der Branche, den Kunden vom Mehrwert der intelligenten Messsysteme zu überzeugen.

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Christoph Erle

Mein Name ist Christoph Erle und ich betreue bei Management Circle die Blogs zu Personalwesen, Banken, Energiewirtschaft und Handelsmarken. Als langjähriger Freund des Netzes und Content-Marketing-Spezialist wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, bei einem renommierten Veranstalter den Aufbau einer Online-Präsenz zu unterstützen. Ich hoffe, hier hilfreiche Inhalte für Sie bereitzustellen und Sie demnächst im Netz oder auf einer unserer Veranstaltungen anzutreffen.

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