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Industrie 4.0 und Lean Management – Zwei Seiten einer Medaille… mit hohen Anforderungen an das Personal

Industrie 4.0 Und Lean Management – Zwei Seiten Einer Medaille… Mit Hohen Anforderungen An Das Personal

Die Komplexität der Produktion in Fabriken nimmt nicht erst seit den letzten Jahren rasant zu. Auf der Output-Seite wird es immer wichtiger, Fertigungen individuell oder in kleinerer Serie genau auf die Kundenwünsche abzustimmen, die ihre personalisierten Produkte bequem per Mausklick bestellen und dann auch schnell erhalten wollen. Auf der Input-Seite führt das zu einem nur noch kurzfristig berechenbaren Materialfluss und der Notwendigkeit von Just-in-time-Lieferungen sowie zu einer komplexen Produktionsumgebung, in der viele verschiedene Aufträge überblickt werden müssen.

Lean und Industrie 4.0 auf der Production Systems 2017

Auf unserer 18. Jahrestagung zum Lean Management steht das Thema Industrie 4.0 dieses Jahr im Fokus. Wir freuen uns auf zahlreiche Experten, die zeigen, wie sie im smarten Unternehmen das Thema Lean vorantreiben. Werfen Sie bereits jetzt einen Blick auf unsere Speaker und die wichtigsten Themen der Leitveranstaltung zum Thema Lean Management in Deutschland.

Industrie 4.0 und Lean Management: Eine komplexe Arbeitswelt beherrschen

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, fallen nun zwei Konzepte zusammen, bei denen jeweils eins besonders im Vordergrund steht: Die Kompetenz der Mitarbeiter. Es geht dabei einerseits um die vernetzte Smart Factory der Industrie 4.0, andererseits um die fernöstlichen Prinzipien des Lean Management. Gerade in produzierenden Betrieben spielt deshalb nicht zuletzt die Personalabteilung eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, sich für die Zukunft aufzustellen.

Lean Management: Komplexität vereinfachen

Während Lean Management auf den ersten Blick wirkt, wie eine große Menge einzelner Methoden und Maßnahmen, steckt im Kern eigentlich eher die Philosophie: Produktionsprozesse verschlanken, indem Ressourcenverschwendung (wie überflüssige Arbeitsschritte, Überproduktion, Warte- oder Lagerzeiten) vermieden wird.

Eine Anwendungsmethode sieht zum Beispiel vor, den gesamten Produktionsprozess in Teilbereiche zu gliedern und ständig darauf zu analysieren, an welchen Punkten er optimiert werden kann. In einer solchen sogenannten „Kaizen-Kultur“ kommt es darauf an, ständig nach der Verbesserung von Arbeitsprozessen zu streben. Wichtig dabei: Hier stehen die Mitarbeiter im Vordergrund. Denn diese wissen besser als die Chefetage, an welcher Stelle die Arbeitsabläufe nicht gut funktionieren. Sie müssen diese ja täglich ausführen.

Rückblick Production Systems 2017

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Industrie 4.0: Komplexität automatisieren

Natürlich hat das „verschlanken“ von Prozessen seine Grenzen. Vor allen Dingen in einer Zeit, in der diese immer komplexer werden. Durch den E-Commerce und die damit verbundenen Kundenerwartungen an Service und Geschwindigkeit, durch die Globalisierung der Lieferketten und die immer komplizierteren Produkte entstehen Herausforderungen an die Herstellung, die durch eine Verbesserung der Arbeitsprozesse nicht gelöst werden könnten. Und an genau diesem Punkt kommt die Smart Factory ins Spiel. Denn die Digitalisierung hilft nicht nur den Kunden, sondern spielt zukünftig auch eine große Rolle in der Fabrik. Denn in der Industrie 4.0 „wissen“ intelligente Bauteile und Materialien, wann und wo sie benötigt werden. Sie können untereinander, mit Fabriken und Maschinen kommunizieren, um eine verdammt komplexe Lieferkette größtenteils automatisiert ablaufen zu lassen. Intelligente Roboter wissen, welche Teile zu welchem Produkt gehören und mit welcher Spedition das fertige Produkt von wo an welchen Ort gebracht werden muss.

Große Anforderungen an das Personal

Beide Entwicklungen bringen neue Anforderungen an das Personal mit sich, die auch die Personalabteilung in die Pflicht nehmen. So ist zur Etablierung einer Kaizen-Kultur nicht weniger notwendig, als ein echter Change-Prozess, der vor allem die Arbeitskultur betrifft – inklusive einer offenen Fehlerkultur, frei von Anschuldigungen und persönlicher Eitelkeit. Denn es sind die Mitarbeiter, die sich der Aufgabe einer kontinuierlichen Verbesserung ihrer Abläufe annehmen müssen, währen die Führungskräfte lernen müssen, diesen Prozess zu unterstützen, zu moderieren und dabei ihr Ego zurück zu nehmen. Dafür müssen mit sogenannten Lean Managern neue Rollen im Unternehmen geschaffen werden. Dafür begabte Mitarbeiter und das Middle Management müssen für diese Rollen qualifiziert werden und in der gesamten Belegschaft bedarf es internen Marketings, um für die Methoden des Lean Management zu sensibilisieren.

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So sieht ein Kaizen-Meeting im Sinne des Lean Management aus

Auch in der Industrie 4.0 entstehen neue Anforderungen an die Mitarbeiter: Denn in der intelligenten Fabrik wird die Arbeit sich verändern. Manuelle Tätigkeiten werden seltener, dafür aber sind Kompetenzen in Sachen Planung und Steuerung der Maschinen notwendig. Das Programmieren von Robotern auf dem Shopfloor, der Umgang mit Tablets, Augmented Reality und ein ständiges sich Einlassen auf neue Innovationen und Maschinen werden immer wichtiger. Damit werden Lernfähigkeit und IT-Wissen zu den Kernkompetenzen des Arbeitnehmers 4.0. Und das wird auch für das Personalmanagement eine Herausforderung, das mit Entwicklungen wie Work-Life-Blending, der Flexibilisierung von Arbeitszeitplänen und enormen Anforderungen an die betriebliche Weiterbildung sowie das Recruiting konfrontiert wird.

Christoph Erle

Mein Name ist Christoph Erle und ich betreue bei Management Circle die Blogs zu Personalwesen, Banken, Energiewirtschaft und Handelsmarken. Als langjähriger Freund des Netzes und Content-Marketing-Spezialist wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, bei einem renommierten Veranstalter den Aufbau einer Online-Präsenz zu unterstützen. Ich hoffe, hier hilfreiche Inhalte für Sie bereitzustellen und Sie demnächst im Netz oder auf einer unserer Veranstaltungen anzutreffen.

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