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Industrie 4.0 eine deutsche Lösung für alle Probleme?!

Industrie 4.0 Eine Deutsche Lösung Für Alle Probleme?!

Industrie 4.0 entstand erst 2011 als Zukunftsprojekt im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung. Dieser Begriff wurde auf der Hannover Messe von Frau Merkel vorgestellt. Es handelt sich dabei um eine neue Wortschöpfung, die ursprünglich aus einem Arbeitskreis der Bundesregierung hervorging.

Seitdem wurde der Begriff durch die Bundesministerien für Wirtschaft und Energie (BMWi) als Plattform ausgebaut. Für Bildung und Forschung (BMBF) wurde der Begriff sogar weiterentwickelt.

Helge Hanslik ist seit 2008 Geschäftsführer der Lean Partners Projekt Gesellschaft und Fachmann für das Toyota-Produktionssystem. Seine Fähigkeiten liegen in der pragmatischen Anwendung und praktischen Umsetzung von Lean-, KVP-Werkzeugen und Methoden. Die Begeisterung von Mitarbeitern und Führungskräften für Veränderungsprozesse sind sein Spezialgebiet. Wo immer Helge Hanslik tätig ist, werden Prozesse, Arbeitsplätze und das Führungsverhalten nachhaltig und wirksam verbessert. Neben der Automobilindustrie zählen auch der Maschinenbau, die Elektroindustrie, die Konsumgüterherstellung und die Pharmaindustrie zu seinem Kundenkreis.

Nach mehreren Führungspositionen bei der Volkswagen Nutzfahrzeuge AG in Hannover war Helge Hanslik fünf Jahre bei der Syncro Consult GmbH, einem Ableger des KAIZEN Instituts und fünf Jahre bei der Daimler AG / MBtech als Managing Consulting für die Umsetzung der „Schlanken Produktion“ tätig.

Investitionen sind ein Schlüssel zu höherer Wettbewerbsfähigkeit für Deutschland und Europa

Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie

Die Zukunft Industrie 4.0.

Die Wirtschaft der führenden Industrienationen steht an der Schwelle zur vierten industriellen Revolution. Die Evolutionsstufen über Mechanisierung, Elektrifizierung, Informatisierung bis zur heutigen industriellen Revolution dem Internet der Dinge.Durch das Internet getrieben, wachsen reale und virtuelle Welt zu einem Internet der Dinge zusammen. International steht Industrie 4.0 heute für die Digitalisierung der Industrie.

Die deutsche Industrie ist einer der weltweit führenden Fabrikausrüster mit innovativen Produktionstechnologien. Zudem verfügt sie über einen traditionell sehr leistungsfähigen Maschinen- und Anlagenbau, weltweite IT-Kompetenz und ein umfassendes Know-how in der Automatisierungstechnologie.Diese Kompetenz ermöglicht es, die vierte industrielle Revolution aktiv mitzugestalten. In der weltweiten Vernetzung der Unternehmen werden zukünftige Maschinen, Lagersysteme und Betriebsmittel als Cyber-Physical Systems (CPS) Informationen austauschen, Aktionen auslösen und sich gegenseitig selbstständig steuern. Dieser These folgend lassen sich industrielle Prozesse in der Produktion, dem Engineering, der Materialverwendung sowie in der gesamten Supply Chain und dem Produktlebenszyklus fundamental verbessern.

So entsteht die sogenannte Smart Factory. Diese beinhaltet eine völlig neue Produktionslogik, d.h. intelligente Produkte sind eindeutig identifizierbar, jederzeit lokalisierbar und kennen ihre Historie, ihren aktuellen Zustand sowie alternative Wege zum Ziel. Die Smart Factory berücksichtigt individuelle Kundenwünsche und kann selbst Einzelstücke rentabel produzieren. Die stark zunehmende Komplexität der Softwareentwicklung, welche einen großen Teil der Wertschöpfung im Maschinen- und Anlagenbau und der Automatisierungstechnik ausmacht, soll leistungsfähig, zuverlässig und beherrschbar bleiben.

Hanslikdiagramm, Production Systems

Bildnachweis: Lean Partners Projekt Gesellschaft  &  Fotolia/Robert Kneschke

Die Einführung von Produktionssystemen (Lean) hat in der deutschen Industrie die Produktivität signifikant gesteigert. Damit ist die Ausbringung von unseren Maschinen ebenso gestiegen wie die menschliche Leistung. Mit den traumhaften Schlagworten der Industrie 4.0, wie Ressourcen-Produktivität und –Effizienz, demografie-sensibel, sozial gestaltete und intelligente Arbeitssysteme, Konzentration auf wertschöpfende Tätigkeiten und Entschärfung des Fachkräftemangels, wird die deutsche Wirtschaft weiterhin auf Leistungssteigerung getrimmt.

Ich bin überzeugt, dass der Umgang mit den Mitarbeitern der entscheidende Wettbewerbsvorteil in den Unternehmen der Zukunft ist! Solange wir immer noch der Ressourcennutzung statt der Potenzialentfaltung den Vorrang geben, wird auch durch die Industrie 4.0 für die Menschen, die in der Industrielandschaft tätig sind, die Arbeitswelt nicht besser. Eher ist zu befürchten, dass eine Vereinsamung und Isolierung des Menschen erfolgt.

Der Film Matrix, bei dem Maschinen Kontrolle über die Menschen erlangt haben, ist noch Utopie (oder eher eine Dystopie), aber wir arbeiten an einer Arbeitswelt, die sich in diese Richtung entwickelt. Für die Allgemeinheit bleibt abzuwarten, wie die zukünftige, erhöhte Work-Life-Balance durch 4.0 aussehen soll. Das Deutschland mit der Industrie 4.0 seine internationale Wettbewerbsfähigkeit ausbaut, ist unbestritten. In wie weit die Gesellschaft und der Mitarbeiter davon profitiert, darüber darf man heftig streiten.

Industrie 4.0, Production Systems

Bildnachweis: Fotolia/Sergey Nivens

LEAN und Industrie 4.0

Die Industrie 4.0 Vision der sich selbstregulierenden, effizienten, virtualisierbaren Null-Fehler-Produktion sind allen Lean-Spezialisten und Toyota-Kennern bestens bekannt. Es scheint wie der Versuch, mit dem Einsatz von digitaler Technik endlich die existierenden Probleme in unseren Fabriken beseitigen zu können.

Seit Jahrzehnten arbeiten wir äußerst intensiv an Lean-Lösungsansätzen, best practice und Lean Excellence sogar an der lernenden Organisation. Wir streben nach Perfektion, dem sogenannten Nordstern. Tatsächlich sind die Verschwendungen bei dem Einsatz der menschlichen Arbeit und die Verluste bei der maschinellen Arbeit enorm, auch wenn Sie meinen Sie wären sehr effizient und effektiv.

Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Hallo Helge,

    vielen Dank erstmal für den spannenden Beitrag. Eine Analyse zum Status quo deutscher Industrieunternehmen unter 17 Studien zeigt, dass sich im Allgemeinen ein positiver Trend in Bezug auf Industrie 4.0 erkennen lässt. Mehr als die Hälfte der Unternehmen will kleine und große Investitionen tätigen. Deutlich mehr Unternehmen als noch vor zwei Jahren investieren in Industrie 4.0-Lösungen. Auch gibt es schon ein paar „Vorzeige-Unternehmen“. Dort werden allerdings auch die Hindernisse am deutlichsten.

    Hier ist die ganze Analyse, falls du mal rein schauen möchtest: http://www.flyacts.com/industrie-4.0-analyse-status-quo

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