Industrie 4.0 braucht Flexibilität – auch bei der Personalplanung

Atoss

Industrie 4.0 ist in aller Munde – ein (Mega-)Trend, der in erster Linie mit der intelligenten Vernetzung von Produktions- und Logistikprozessen verbunden wird und der immer schnellere Veränderungen für die sich digitalisierende Arbeitswelt mit sich bringt. Produktionsunternehmen müssen heutzutage auf Markt- und Kundenanforderungen schnell und wirtschaftlich reagieren können, denn der Erfolg in volatilen Märkten steht und fällt mit der Reaktionsgeschwindigkeit eines Betriebs. Die zunehmende Individualisierung der Fertigung –  bis hin zu Produktion mit Losgröße 1 wie in Testreihen bei Audi oder Bosch – wirkt sich ganz wesentlich auf die Produktionsplanung und natürlich auch auf den operativen Personalbedarf eines Unternehmens aus.

Flora Hartmann ist bei der ATOSS Software AG als Content Managerin in den Bereichen Internet und Social Media tätig. Davor war die Kommunikations- und Medienwissenschaftlerin unter anderem für eine internationale Freiwilligenorganisation in Südafrika sowie als freie Autorin für politische Stiftungen im Einsatz und forschte in den Bereichen digitale Wahlkampfkommunikation und politische Netzkultur.

Eine hohe Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung ist heute in nahezu allen Branchen erfolgskritisch. Denn Personalprozesse dürfen im Zeitalter von Industrie 4.0 nicht als Bremse wirken. Sie müssen vielmehr die nötige Agilität bieten und einen bedarfs-  und idealerweise gleichzeitig mitarbeiterorientierten Personaleinsatz gewährleisten. In diesem Kontext ist es kaum zu glauben, dass heute immer noch mehr als zwei Drittel der Unternehmen ihr Personal old school planen – nämlich über Excel oder auf Papier mit einem Schuss Bauchgefühl, während die Produktionsplanung oftmals schon voll digitalisiert und automatisiert abläuft.

Wie passt eine digitale Fabrik mit traditionellen Plantafeln zusammen?

Fakt ist: auf volatile Auftragslagen und schwankende Losgrößen muss die Personalplanung mit der nötigen Agilität reagieren und hochflexible Personalprozesse zu optimierten Kosten gewährleisten. Dies führt durch die Einbeziehung von Gesetzen, Tarifen, Betriebsvereinbarungen und individuellen Faktoren wie Qualifikationen, Präferenzen oder Arbeitszeitkonten zu einer hohen Komplexität des Planungsprozesses. Diese gestiegenen Anforderungen lassen sich über einfache manuelle Planungstools ganz einfach nicht mehr professionell managen. Und eines ist sicher: Auf Dauer darf der Mitarbeiter als wichtigste Ressource eines Unternehmens nicht aus dem Digitalisierungsprozess ausgeklammert bleiben.

Industrie

Welche Rolle spielt der Mensch in einer Industrie 4.0?

Im produzierenden Gewerbe steigt der Flexibilisierungsdruck rund ums Personal konstant. Gleichzeitig zwingen Fachkräftemangel und Demografie die Unternehmen, ihre Attraktivität als Arbeitgeber auszubauen und innovative Arbeitszeitkonzepte einzuführen. Immer wichtiger wird in diesem Zusammenhang ein Employer Branding, das komplexe Mitarbeitergemeinschaften mit vielfältigen Lebensentwürfen und altersspezifischen Anforderungen anzusprechen vermag. Flexible Arbeitszeitmodelle bedeuten für Mitarbeiter mehr Raum für Selbstbestimmung und eine bessere Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben. Für Unternehmen erhöhen sie langfristig die Effizienz und Produktivität der verfügbaren Arbeitskraft und ermöglichen eine schnelle Reaktionsfähigkeit in der Tagessteuerung.

„Atmende“ Produktion dank digitalem Workforce Management

Der Schlüssel liegt in einem professionellen, IT-gestützten Workforce Management, das den Personaleinsatz intelligent mit der Produktionsplanung vernetzt und Unternehmen dabei unterstützt, gestiegene Planungskomplexität zu bewältigen. Strategisch ermöglicht es die Umsetzung von bedarfs- und mitarbeiterorientierten Arbeitszeitkonzepten und eine zukunftsfähige Gestaltung der Arbeitswelt zum Vorteil von Unternehmen und Mitarbeitern. Kurz: Industrie 4.0 kommt ohne flexible Personalkonzepte nicht aus – und Arbeit 4.0 braucht ebenso moderne Steuerungswerkzeuge wie die digitale Fabrik. Denn: ein intelligenter Produktionsroboter arbeitet wohl kaum mit der Schiefertafel.

Production Systems 2018

Die Herausforderungen im Rahmen von Industrie 4.0 sind groß: Unternehmen müssen einerseits innovativ und agil bleiben, insbesondere wenn sie von der Disruption betroffen sind. Erfahren Sie bei der Production Systems 2018, wie Sie den Wandel erfolgreich umsetzen und Sie Ihre Mitarbeiter nachhaltig auf die Reise mitnehmen.

ATOSS LogoDie ATOSS Software AG hat sich mit Software, Consulting und Services auf professionelles Workforce Management und bedarfsoptimierten Personaleinsatz spezialisiert. Ob Zeitwirtschaft, Self Services, mobile Apps, Personalbedarfsermittlung, Einsatz- bzw. Schichtplanung oder strategische Kapazitätsplanung – ATOSS hat die passende Antwort. In der Cloud oder on Premise. ATOSS Lösungen leisten bei rund 5.500 Kunden in 42 Ländern einen messbaren Beitrag zur mehr Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit. Zu den Kunden gehören u.a. Fronius International, Playmobil, thyssenkrupp Packaging Steel oder RITTER SPORT.

Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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