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Individuelle Beratung durch Eigenmarken im Digitaldruck

Individuelle Beratung Durch Eigenmarken Im Digitaldruck

Der Konkurrenzdruck durch immer erfolgreicher werdende Handelsmarken ist für Markenhersteller durchaus spürbar. Ein Grund dafür sind Vorreiter-Unternehmer, die ihre Eigenmarken gekonnt positionieren und alle Trends erfolgreich auf innovative Weise umsetzen. Zu ihnen gehört das Unternehmen Stauden Köster, das sich zu einem Vorreiter in der Individualisierung von Pflanzen positionieren konnte. Der stellvertretende Geschäftsführer berichtet uns in diesem Gastbeitrag, wie das gelungen ist und wie man sich technischen Fortschritt erfolgreich zu Nutze gemacht hat.

Philipp Köster beschäftigt sich seit mehr als fünf Jahren in seiner Position als ist stellvertretender Geschäftsführer von Stauden Köster mit den Erfolgsfaktoren von Premiumhandelsmarken für die grüne Branche. Aus den langjährigen Erfahrungen in der Arbeit des Familienbetriebs entstand die Idee zu LET’S BRAND®. Der Design- und Druckdienstleister erstellt individuelle Produktdesigns und ermöglicht so die Positionierung von Premium Eigenmarken.

Philipp Köster

Philipp Köster

Die Digitalisierung macht auch vor Handelsmarken-Herstellern keinen Halt. Durch technische Fortschritte im Digitaldruck und bei der Business-Software ergeben sich nie dagewesene Möglichkeiten, die Eigenmarke im stationären Handel kostengünstig als Berater-Marke zu positionieren.

Online-Vorteile auch im stationären Handel

Stauden KösterAuch in Sachen Kundenberatung und -betreuung geht der Wettbewerb zwischen Online- und Offline-Handel weiter. Ein Wettkampf in dem beide Seiten ihre Stärken und Schwächen haben. Der stationäre Handel kann durch sein Personal vor Ort individuell und interaktiv auf die Fragen und Wünsche des Kunden eingehen, was aber mit hohen Personalkosten verbunden ist und angesichts des Fachkräftemangels nicht immer so umzusetzen ist, wie man es gerne hätte. Auf der anderen Seite steht der Online-Handel mit seiner zwar meist weniger interaktiven, dafür aber automatisierten, personalextensiven und dennoch verkaufsfördernden Beratung („Wird oft zusammen gekauft“, „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch“).

Die Fortschritte im Digitaldruck ermöglichen es nun die Vorteile des Online-Handels auch im stationären Handel zu ermöglichen. Hierzu gehört eine automatisierte, kostengünstige (Selbst-)beratung des Kunden.

Beispiel LETS BRAND®: Bestandsbasierte Beratung bei Pflanzen-Eigenmarken

Stellen Sie sich vor, Sie möchten einen Garten anlegen, haben aber wenig Erfahrung mit Pflanzen, deren Kombination und Pflege. Sie können einfach drauflospflanzen, mit der Gefahr, dass das Ergebnis nicht zusammenpasst, pflegeintensiv ist oder gar nichts wird. Sie können sich tagelang in Bücher einlesen und Pläne machen, die sich mangels Verfügbarkeit mancher Wunschpflanzen nicht umsetzen lassen. Oder Sie können, sollten Sie einen finden, stundenlang mit einem Berater planen, um nachher für wenige Euro ein paar Pflanzen zu kaufen. Alles entweder aus Ihrer oder Händlersicht wenig erstrebenswerte Optionen.

Eine vierte Option bietet LETS BRAND® als Pflanzen-Eigenmarken-Lieferant für Gartencenter. Dank der eigenen Inhouse-Digital-Druckerei, ist es der Firma Köster möglich, neben dem Eigenmarken-Branding für seine Kunden, auch weitreichende Beratungsleistungen für den Endkunden umzusetzen. Die Grundlage hierzu bilden Datenbanken mit Kundendaten, die direkt an den Druckvorstufen-Prozess angebunden sind.

Der Kunde geht nun in eine Abteilung und sucht sich anhand des Standortes eine Pflanze aus, die ihm gefällt. Daraufhin beginnen die automatisierte Beratung und das Cross-Selling. Auf jedem Stecketikett zu einer Pflanze befindet sich eine weitere Pflanze, die als Begleitpflanze empfohlen wird. Die Empfehlungen stammen aus einer Datenbank, in der ausgebildete Fachleute Kombinationspflanzen eingetragen haben, die sowohl optisch, als auch hinsichtlich der Standortansprüche zu der vorherigen Pflanze passen. Der besondere Clou hierbei: Es werden lediglich Pflanzen empfohlen, die im Gartencenter verfügbar sind.

Möglich macht dies die Anbindung der Warenwirtschaftssysteme der Kunden an die Druckvorstufe-Prozesse der Firma LETS’S BRAND® und die just-in-time-Produktion der Etiketten. Nach Auftragseingang werden die Warenwirtschaftsdaten ausgewertet, mit der Kombinationsdatenbank abgeglichen und die benötigten Etiketten gedruckt. Als Kombinationsempfehlung berücksichtigt werden nur Pflanzen, die einen Mindestbestand aufweisen.

Hieraus ergeben sich folgende Vorteile:

Optimierung der Customer-Journey
der Kunde kann sich selbst durch die Abteilung hangeln und einen stimmigen Garten erstellen
Warten auf und Suchen nach Fachpersonal entfallen
der Kunde wird selten enttäuscht, weil ein Artikel, der ihm empfohlen wird nicht verfügbar ist
der Kunde erfährt ein Erfolgserlebnis beim Pflanzen
der Garten des Kunden ist langfristig attraktiver und pflegeleichter
das Fachpersonal wird unterstützt und entlastet
es werden Cross-Selling-Potentiale genutzt

Weitere Möglichkeiten der automatischen Datenverarbeitung und des just-in-time-Verpackungsdrucks

Doch das Angebot der Firma Köster soll nur als ein Beispiel gelten. Durch die Datenverarbeitung und just-in-time-Verpackungserstellung ergeben sich weitere Möglichkeiten.

Etikett

Denkbar wäre beispielsweise ein Co-Branding mit Markenanbietern aus komplementären Produktbereichen. Hingewiesen werden kann so genau auf ein komplementäres Produkt, das der Händler auch wirklich führt. So könnten auch lokale Anbieter mit einbezogen werden. Auch kurzfristige individuelle Aktionsthemen im kleinen Stil lassen sich dank Digitaldruck umsetzen. So könnten passende Produkte mit Hinweisen auf lokale Ereignisse versehen werden. Eine weitere Möglichkeit ist das Einbeziehen der eigenen Mitarbeiter als Markenbotschafter („Es berät Sie Frau Schmitz“, „Mein Lieblingsrezept“).

Sie sehen, die Digitalisierung macht auch vor dem Eigenmarkensegment keinen Halt und bietet Möglichkeiten individueller und zugleich schlanker zu werden.

Handelsmarken Forum 2018: Wer wagt, gewinnt!

Das Vertrauen in die Handelsmarke wächst durch das Wechselspiel von Industrie und Handel. Darüber berichtet Philipp Köster exklusiv bei dem Handelsmarken Forum 2018 in Frankfurt am Main. Erleben Sie ihn und weitere Vorreiter aus Handel und Industrie und lernen Sie, was erfolgreiche Private Labels heute ausmacht.

Rückblick Handelsmarken Forum 2018

Rückblick: Handelsmarken Forum 2018

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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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