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Steht München kurz vor einer Immobilienblase? [Teil 2]

Steht München Kurz Vor Einer Immobilienblase? [Teil 2]

Im ersten Teil unseres Beitrages haben wir bereits thematisiert, dass eine Analyse der Commerzbank eine erhöhte Blasengefahr propagiert. Laut der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) befindet sich Deutschland – und damit auch München – bereits in einer Immobilienblase. Doch sind hohe Preise wirklich ausreichend für eine Gefahr auf dem Immobilienmarkt?

Deutsche nutzen Niedrigzins für Entschuldung

Trotz aller Ähnlichkeit zu der Situation auf dem Immobilienmarkt in den USA unterscheidet sich die jetzige Lage in Deutschland aus finanzieller Sicht vollkommen. Denn Deutschland ist viel restriktiver, da Baukredite und Hypotheken nicht so einfach vergeben werden wie in anderen Ländern. Somit geht mit dem Preis-Boom in den Metropolen wie München noch kein Kredit-Boom einher. Die Deutschen scheinen eher den Niedrigzins dazu zu nutzen, sich schneller zu entschulden. Damit sei die Gefahr laut einigen Experten, dass eine Immobilienblase massenhaft Kredite ausfallen lässt und damit einhergehend die Banken bedroht sind, eher gering.

Die Gefahr einer Blase sehe ich auch, aber eine Blase haben wir noch nicht.

Stefan Schilbe, Head of Treasury Research, HSBC Deutschland

Experten des Immobilienforums entwarnen

Auch auf unserem Immobilienforum Frankfurt im Juni 2016 gaben unsere Immobilienexperten Entwarnung. So sagte beispielsweise Stefan Schilbe von HSBC Deutschland, dass er trotz aller Befürchtungen noch keine Blase in der Immobilienwirtschaft erblicken könne.

Auch Prof. Dr. Gondring, Wissenschaftlicher Leiter der ADI Akademie der Immobilienwirtschaft GmbH,  sieht noch keine Immobilienblase auf uns zukommen. In Deutschland fehlten seiner Meinung nach die meisten Voraussetzungen für eine wahrhaftige Immobilienblase. Grundlage für diese sei die Spekulation. Eine Spekulation sei aber erst dann gegeben, wenn Investoren schon heute in Märkte mit ansteigenden Preisen investierten, in dem Glauben, dass sie diese in Zukunft mit einem hohen Gewinn verkaufen könnten, dies jedoch nicht eintrifft. Erst so bilde sich ein Blasenterm.

Das sei in Deutschland jedoch nicht gegeben – zumindest noch nicht im gesamten Land. Prof. Dr. Gondring machte deutlich, dass nur vereinzelt kleine regionale Bläschen beziehungsweise Übertreibungen entstanden sind. Insgesamt seien Immobilienkäufe jedoch langfristig und nicht spekulativ ausgelegt. Auch wenn eine Immobilie überteuert gekauft wurde, so seien die Liquiditätsbelastungen der privaten Haushalte wirtschaftlich gut vertretbar. Als weiteren Grund gab Prof. Dr. Gondring das fehlende Arbeitsplatzrisiko in Deutschland an. Für Frankfurt gab er deshalb Entwarnung. Hier herrsche nur ein mittleres Risiko für eine Immobilienblase und auch in München solle man sich nicht davor fürchten, da dort nur ein geringes Risiko vorhanden sei.

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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