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IBM Watson: Die größte Innovation unserer Zeit?

IBM Watson: Die Größte Innovation Unserer Zeit?

Die künstliche Intelligenz IBM Watson wird von seinem Unternehmen selbst als eine der größten Innovationen seit der Gründung von IBM bezeichnet. Und auch viele andere Experten sind sich einig, dass Watson unsere Zukunft verändern kann. Wir zeigen Ihnen, wo er bereits eingesetzt wird und wie er es schafft, dabei sogar Menschenleben zu retten.

Watson – eine sehr kluge Suchmaschine?

IBM begann das Watson-Projekt 2007 und benannte die künstliche Intelligenz nach dem Unternehmensgründer Thomas J. Watson. Watson funktioniert wie eine sehr kluge Suchmaschine, die Fragen in digitaler und natürlicher Sprache verstehen und darauf die passende Antwort finden kann. Dabei versteht er sie sogar Ironie und kann nicht nur die Antworten, sondern auch die passenden Fragen zu den Antworten finden. Das bewies die künstliche Intelligenz im Jahr 2011, als sie gegen die erfolgreichsten Spieler der Quiz-Sendung Jeopardy gewann.

Watson kann eine immense Datenmenge bearbeiten und dabei blitzschnell Relationen herstellen, für die Menschen Jahre brauchen oder erst gar nicht auf die Idee kommen würden. Wie genau die künstliche Intelligenz funktioniert, sehen Sie in diesem Video:

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https://www.youtube.com/watch?v=_Xcmh1LQB9I

IBM Watson als Kundenberater

Passende Kaufvorschläge können nur unterbreitet werden, wenn genügend Informationen über Kunden vorhanden sind. Nur wenn Einkaufverhalten, Vorlieben, Stile sowie sonstige Präferenzen bekannt sind, können Recommendation-Algorithmen richtig arbeiten und gute Produktvorschläge unterbreiten. All diese Informationen in Kombination mit Social Media Posts sowie Daten über Einkäufe und Rückgaben kann IBM Watson bereits verarbeiten und damit Ratschläge für den Einkauf geben. Geplant ist auch der Einbezug von aktuellen Informationen wie das Wetter oder anstehende Ereignisse.

Bei der US-Kaufhauskette Macy’s wird IBM Watson bereits im Kundenservice eingesetzt. In den Filialen können die Kunden Watson in natürlicher Sprache fragen, wo sich bestimmte Produkte befinden. Auch im Hilton-Hotel in Virginia wird die künstliche Intelligenz von IBM eingesetzt, um Urlauber zu beraten.

Sogar die kanadische Stadt Surrey wird bei Bürgeranfragen von Watson unterstützt. In einer Stadtinfo-App können Bürger und Besucher direkt Fragen stellen und erhalten eine Antwort in natürlicher Sprache.


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https://www.youtube.com/watch?v=I_L_g6bt4v0

Unterstützt das Watson-Modul Engagement Advisor die Arbeit von Callcenter-Mitarbeitern oder ist das der erste Schritt zum Ersetzen der Mitarbeiter?


Watson im Beschwerdemanagement

Die Versicherungskammer Bayern (VKB) setzt beim Beschwerdemanagement auf Watson, da die künstliche Intelligenz Anfragen schneller und präziser bearbeiten kann. Das hat vor allem Vorteile bei Schadensfällen. Auch hier wertet die künstliche Intelligenz IBMs die Aussagen der Kunden aus, interpretiert sie und leitet das Anliegen – viel schneller als Menschen das könnten  – an den richtigen Sachbearbeiter weiter. Das stärkt die Kundenzufriedenheit und -bindung. Und das ist erst der Anfang von Watsons Tätigkeiten. Da es sich um ein lernendes System handelt, plant die VKB weitere kognitive Dienste mit Watson.

Der Anwalt der Zukunft?

Auch im juristischen Bereich kommt Watson zum Einsatz. Eine Software namens Ross, die auf IBM-Technologie basiert, soll Fragen zu juristischen Themen beatworten. Bei einer Frage wie
„Kann ich einen Angestellten entlassen, wenn er seine Umsatzziele nicht erreicht?“ sucht Watson entsprechende Gesetze und Urteile,

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https://www.youtube.com/watch?v=ODPgh4Jlv_I

die dann dem Fragenden mit passenden Zitaten und Quellenangaben anzeigt werden. Es wird also keine direkte Antwort in natürlicher Sprache geliefert, sodass die Software-Anwälte (noch) nicht ersetzt, sondern bei der Arbeit lediglich unterstützt werden.

Watson macht sogar Ihr Essen!

Kochen kann IBMs künstliche Intelligenz noch nicht, aber wenn es um einzigartige Rezepte geht, ist Watson bereits Chefkoch. Auf den ersten Blick passen die Zutaten der Rezepte zwar nicht zusammen. Doch Watson schaut nicht nach den allgemeinen Zutaten, sondern nach Verbindungen wie der Geschmackswahrnehmung, der Chemie der Inhaltstoffe und dem Mundgefühl. So kommt Watson auf überraschende Kombinationen, die aber geschmacklich perfekt zusammenpassen. Um das zu beweisen, hat IBM einen Food Truck erschaffen, an dem man die Gerichte von Watson ausprobieren kann.

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https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=MNg5R6Hy_z8

IBM Watson rettet Leben!

In der Medizin wird Watson bereits seit einiger Zeit eingesetzt. Vor seiner beratenden Tätigkeit in einem Krebsinstitut in Houston wurde die künstliche Intelligenz mit Diagnosen von weltweiten Krankenhäusern, medizinischen Fachzeitschriften, Videos und anderen medizinischen Informationen gefüttert. Diese Informationen kann Watson in kürzester Zeit analysieren und mit Symptomen anderer Patienten verknüpfen, sodass die Möglichkeit erhöht wird, eine richtige Diagnose zu erhalten.

Dass das bereits gut funktioniert, bewies kürzlich ein Fall in Japan. Ärzte an der Universität von Tokio behandelten eine Studienteilnehmerin mit zwei Krebsmedikamenten, die jedoch keine Besserung brachten. In lediglich zehn Minuten verglich Watson die Daten und Gene der Patientin mit den Daten von 20 Millionen anderen Krebspatienten und diagnostizierte eine seltene Form von Leukämie. Nachdem die Medikamente aufgrund dieser Diagnose angepasst wurden, verbesserte sich der Zustand der Erkrankten, sodass die Ärzte in Tokio davon ausgehen, dass Watson ihr Leben gerettet hatte.

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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