Das Zukunftsprojekt IBA 2027 StadtRegion Stuttgart

Stuttgart

Auf dem Immobilienforum Stuttgart wird am 29. Januar 2019 darüber diskutiert, wie Stuttgart und die Region in zehn bis zwanzig Jahren aussehen werden. Wir haben das zum Anlass genommen, um über die Internationale Bauausstellung (IBA) Stuttgarts zu berichten. Diese gilt als Experimental-Feld für neue Ideen und soll den erfolgreichen Industriestandort in Baden Württemberg zukunftsfit machen.

Innovationen im Städtebau durch IBA

Die Internationale Bauausstellung (IBA) wird als ein Instrument der Stadtplanung verstanden. Hierbei werden in zehn Jahren soziale, kulturelle, ökonomische und ökologische Innovationen entwickelt. Am Ende der IBA werden alle Projekte der internationalen Öffentlichkeit präsentiert.

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Jede Bauausstellung hat einen anderen Schwerpunkt. Die IBA 2027 StadtRegion Stuttgart möchte beispielsweise die Frage beantworten, wie wir zukünftig wohnen, leben und arbeiten. Genau hundert Jahre nach der letzten Stuttgarter IBA soll sich die Landeshauptstadt als Vorbild für andere Städte und Regionen präsentieren.

Denn schon 1927 wurden 21 Musterhäuser in der Weißenhofsiedlung realisiert, bei der Materialien und Bautechniken verwendet wurden, die sich radikal vom damals Gewohnten unterschieden. Noch heute gilt dieses Projekt als eine der bedeutendsten Architektursiedlungen der Neuzeit.

Um auch hundert Jahre später architektonische und städtebauliche Qualität sicherzustellen, wird bei der Umsetzung der neuen Projekte auf Planungsteams aus verschiedenen Ländern gesetzt. Außerdem sollen internationale Wettbewerbe ausgeschrieben werden.

Neben der Stuttgarter IBA finden momentan in Tübingen, Heidelberg und am Dreiländereck Basel drei weitere Bauausstellungen statt.

Die IBA 2027 will die Zukunft der Region erproben und sie mit einer Vielzahl von Gebäuden, Projekten und Ereignissen modellhaft erlebbar machen.

IBA Intendant Andreas Hofer

Was möchte Stuttgart mit einer Bauausstellung erreichen?

Seit 2014 wurde nach einem Thema für die IBA 2027 mit unterschiedlichen Akteuren gesucht. Doch schon in den ersten Gesprächen wurde deutlich, dass die Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart nicht nur ein einziges Thema behandeln kann. Dafür sieht sich unsere heutige Welt mit zu vielen Herausforderungen konfrontiert. Stattdessen entschied man sich für eine 4 x 4 IBA-Themenwelt, welche die Pluralität des digitalen Zeitalters besser darstellen kann. Diese unterteilt sich in vier Leitthemen und vier für alle Projekte relevanten Querschnittsqualitäten:

Leitthemen:

Baukultur in einer neuen Moderne

Integrierte Quartiere

Neue Technologien für die lebenswerte StadtRegion

Region ist Stadt und Stadt ist Region

Querschnittsqualitäten:

Mobile Region

Nachhaltige Region

Solidarische Region

Partizipative Region

Diese Themen und Querschnittsqualitäten werden im Laufe der Bauausstellung diskutiert und weiterentwickelt. So will man sichergehen, dass neue Aspekte sowie unvorhergesehene Herausforderungen innerhalb der zehnjährigen Laufzeit miteinbezogen werden.

Mehr als nur Immobilien!

IBA-Projekte sind vielseitig: Neben anspruchsvolle Bauvorhaben in Form von Quartieren oder Infrastrukturen sollen auch nicht-bauliche Projekte wie neuartige Planungsprozesse oder Partizipationsformate, Kommunikationsprojekte oder Forschungsarbeiten erprobt werden. Aus diesem Grund wird die IBA 2027 StadtRegion Stuttgart auf drei Säulen aufgebaut:

Das IBA-Netz

Ein Netz der Infrastruktur, des Wissens und der regionalen Entwicklung soll mit Hilfe der IBA entstehen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird diskutiert, geforscht, kooperiert und natürlich auch gebaut. Dabei werden kleine und große Bauprojekte in Angriff genommen und experimentelle Veranstaltungsformate erprobt.

Die IBA-Quartiere

Bis zum Ende der Bauausstellung werden fünf bis sieben exemplarische Quartiere realisiert, welche viele der zentralen Zukunftsfragen der Region Stuttgart modellhaft beantworten sollen. Anspruchsvoll und mutig in Städtebau und Architektur sollen diese Quartiere sein und mit ihrer Energieeffizienz sowie mit modernen Mobilitätsangeboten überzeugen.

Die IBA-Festivals

Drei Festivals in den Jahren 2023, 2025 und 2027 sollen einen Eindruck von der temporären und experimentellen Architektur vermitteln. Dabei sind Ausstellungen mit Gebäuden geplant, welche beispielsweise transportable Reserveflächen für Geflüchtete, Startups oder Studierende präsentieren.

Wo sollen Projekte entstehen?

Alles schön und gut, denken Sie jetzt vielleicht. Wo aber sollen die Bauvorhaben, Quartiere und Infrastrukturmaßnahmen – sprich die vielseitigen Projekte – realisiert werden? Schließlich herrscht auch in Stuttgart Flächenknappheit. Das eigentliche Herzstück der Bauausstellung, das Rosensteinquartier am Stuttgarter Hauptbahnhof, steht nicht mehr zur Verfügung, da die Fertigstellung des Bahnhofs auf 2025 verschoben wurde.

Zunehmend wird dafür über das ehemalige IBM-Areal in Vaihingen diskutiert. Zudem soll ein Schwerpunkt auf den Flächen der Region liegen. Welche konkreten Orte für Quartiere und Co. verwendet werden, wird sich aber erst in den nächsten Monaten entscheiden. Die Verantwortlichen hoffen auf einen gut Mix aus Neubauvierteln, Nachverdichtung und den Umbau bestehender Wohn- und Gewerbegebieten.

Andreas Hofer als Intendant der Bauausstellung

Für die künstlerisch-inhaltliche Leitung der IBA 2027 StadtRegion Stuttgart wurde einstimmig der Schweizer Architekt Andreas Hofer gewählt. Als Grund für diese Wahl nannten Regionalpräsident Thomas Bopp und Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn die Visionen des Schweizers:

Wir haben uns für einen visionären Macher entschieden.

Andreas Hofer gilt als ausgewiesener Experte für neuartige Planungsstrategien und partizipative Prozesse. Auch bei Fragen rund um die Themen ArchitekturStädtebau, Urbanität und Stadtkultur kann er auf umfassende Erfahrungen zurückgreifen.

Treffen Sie Andreas Hofer auf dem Immobilienforum Stuttgart 2019

Nutzen Sie den exklusiven Rahmen des Immobilienforums Stuttgart und hören Sie den Vortrag von Andreas Hofer am 29. Januar 2019. Zudem wird der Intendant der IBA Stuttgart mit vier weiteren Experten über die Wachstumspotenziale und Entwicklungsflächen der Region Stuttgart diskutieren und Ihnen für Ihre Fragen zur Verfügung stehen.Das sollten Sie nicht verpassen!
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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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