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Wie niedriger Bierkonsum zu mehr Wohnraum führt

Wie Niedriger Bierkonsum Zu Mehr Wohnraum Führt

Hamburg Altona befindet sich im Wandel. Während dort früher die Fläche mit Krankenhäusern, Depots und ähnlichem eher ein Mittel zum Zweck war, werden jetzt immer mehr Wohnquartiere in Altona geplant. Auch die Holsten-Brauerei muss bald weichen und macht Platz für mehr Wohnraum. Warum Ihr Bierkonsum dafür verantwortlich ist, erklären wir Ihnen jetzt:

Nach 137 Jahren das Aus für die Holsten-Brauerei in Altona

Die Holsten-Brauerei befindet sich seit mehr als 130 Jahren in Hamburg Altona. Doch das wird sich bald ändern: 2018 soll das Holsten-Gelände abgerissen werden und die Produktion in das Gewerbegebiet in Hausbruch umziehen. Der Grund dafür ist der schrumpfende Biermarkt.

Dieser hat in den letzten 35 Jahren über 30 Prozent seines Absatzes verloren. Das bedeutet, dass der Pro-Kopf-Verbrauch von über 150 Liter auf 100 Liter zurückgegangen ist. Durch den sinkenden Bierkonsum ist daher die Kapazität der alten Brauerei zu groß. Außerdem befindet sich die Technik nicht mehr auf dem neusten Stand. Das alles kann durch den neuen Standort nun optimiert werden. Auch die Einwohner Altonas werden durch den Umzug entlastet. Derzeit fahren täglich um die 100 LKWs auf das Holsten-Areal und stehen dabei auch häufig im Stau.

Neue Chancen für Hamburg Altona

Dieser Umzug ist eine große Chance für Hamburg. Der Hansestadt fehlt es an Wohnraum, vor allem in innerstädtischer Lage. Daher hat man sich entschieden, aus der ehemaligen Brauerei ein Quartier mit Mischnutzung zu schaffen.

Dabei wird Holsten jedoch weiterhin eine große Rolle spielen. So bleibt beispielsweise der Juliusturm erhalten und auch eine Mikrobrauerei soll auf die Geschichte des Holsten-Areals verweisen. Die Verwaltung des Unternehmens Holsten, das mittlerweile zu Carlsberg gehört, wird mit seinen 200 Mitarbeitern auch am Standort Altona bleiben.

Mietpreisbremse in Köln
7.500 Menschen werden auf dem ehemaligen Holsten Gelände ein neues zu Hause finden.

Wohnen statt Brauen

Das freiwerdende 86.500 Quadratmeter große Gelände hat der Düsseldorfer Immobilieninvestor Gerch Group gekauft. Über den Kaufpreis schweigen alle Parteien, doch das Investitionsvolumen beläuft sich derzeit auf 750 Millionen Euro. Mit diesem Geld sollen in dem Quartier 1.500 Wohnungen entstehen, die für 7.500 Menschen Platz bieten. Neben den fünf- bis siebengeschossigen Gebäuden sollen auch zahlreiche Grünflächen entstehen. Ergänzt wird das Wohngebiet um kleinteilige Gastronomieangebote, Läden, Handwerkerhöfe, ein Hotel sowie Büroflächen.

Der Zeitplan der Gerch Group ist dabei sehr ambitioniert: Bereits 2020 – also zwei Jahre nach dem Abriss – sollen die ersten Mieter ins neue Quartier einziehen können.

zug

Der Fernbahnhof Hamburg Altona soll bis 2024 nach Diebsteich verlegt werden.

Altona 2.0?

Und das Holsten-Areal ist nicht das einzige neue Wohngebiet, das in Hamburg Altona entsteht. Das zweitgrößte Wohnungsbauprojekt, Hamburgs Neue Mitte Altona, befindet sich in direkter Nachbarschaft. Im Zuge dieses Projektes wird auch der Fernbahnhof Altona nach Diebsteich verlegt, sodass auch hier wieder neuer Wohnraum entstehen kann. Somit werden durch alle drei Projekte knapp 4.500 neue Wohnungen in Hamburg Altona für etwa 10.000 Menschen entstehen.

Jörn Walter, Hamburgs Oberbaudirektor seit 1999, spricht von einer „historischen Chance“ für den Stadtteil Altona sowie einem der „ganz großen Projekte Hamburgs“.

Immobilienforum Hamburg

Diskutieren Sie mit und lernen Sie am 16. Februar auf dem Immobilienforum Hamburg von Mathias Düsterdick, Geschäftsführer der GERCH Development GmbH!

Informieren Sie sich über weitere Projekte Hamburgs sowie Experten aus der Immobilien- und Finanzbranche!

Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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