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Wachstumskern Fluss-Strom PLUS: Grundlastfähige Energiegewinnung durch ökologisch verträgliche Flusswasserkraftanlagen

Wachstumskern Fluss-Strom PLUS: Grundlastfähige Energiegewinnung Durch ökologisch Verträgliche Flusswasserkraftanlagen

Wasserkraft-Experte Mario Spiewack stellt in seinem Gastbeitrag das Forschungsprojekt Fluss-Strom PLUS vor. Der Zusammenschluss aus Unternehmen, Dienstleistern und Hochschulen setzt sich das Ziel, Technologien im Bereich der „kleinen“ Wasserkraft zu einem deutschen Exportschlager zu machen.

Mario Spiewack ist Miteigentümer der Firma Fluss-Strom Energy GmbH und seit 2012 als geschäftsführender Gesellschafter für die Erschließung neuer Märkte im Small Hydro Bereich verantwortlich. Er studierte an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Produktionstechnik und Fabrikmanagement. Seit mehr als fünf Jahren ist Dipl. Ing. Spiewack als Netzwerkkoordinator an der Experimentellen Fabrik Magdeburg im Zentrum für Produkt-, Verfahrens- und Prozessinnovation tätig und leitet sehr erfolgreich Firmennetzwerke mit dem Fokus auf Umsetzung und Vermarktung neuer innovativer Produkte mit hoher Alleinstellung.

Mario Spiewack

Mario Spiewack

Elektrische Energie aus Wasserkraft – Eine Zukunftstechnologie mit Vergangenheit

Die Energienutzung durch Flusswasserkraftwerke hat in Europa eine sehr lange Tradition. Mit ihrem einfachen Wirkungsprinzip versorgten sie ganze Städte und Landstriche mit Mahl- und Schleiferzeugnissen. Erst mit der umfangreichen Nutzung der Primärquellen wie Kohle und Erdöl, die eine wirtschaftliche Konkurrenz darstellten, verschwanden sie nach und nach von Europas Gewässern. In Zeiten steigender Energiekosten und knapp werdender Ressourcenvorkommen stellt die in den Hintergrund getretene alte Form der Energiegewinnung ein erhebliches Potential für die zukünftige weltweite Energieversorgung dar.

Bild: Wassermühle im Wald

Kleinwasserkraftwerke – kleine Anlagen großes Potential

Durch das steigende Umweltbewusstsein der Bevölkerung aber auch aus wirtschaftlichem Kalkül nimmt das Interesse von gewerblichen Betrieben und Privatpersonen für möglichst selbstproduzierten Strom aus erneuerbaren Energiequellen stetig zu. Durch das hierzulande stark verzweigte Flussnetz bieten sich zahlreiche potentielle Kleinwasserkraftstandorte, die für das Streben, mit diesen den eigenen Strombedarf anteilig zu decken, genutzt werden können. Doch kleinere Seitenflüsse sind vielfach von Charakteristiken wie einer geringen Fließgeschwindigkeit und einem geringen Platzangebot gekennzeichnet. Der Wachstumskern Fluss-Strom PLUS hat sich das Ziel gesetzt, durch die Entwicklung von innovativen wirtschaftlich effizienten und ökologisch verträglichen Wasserkraftanlagen, die richtigen Technologien für diese Standorte bereitzustellen.

„Ökowasserkraft made in Germany“ soll so mittelfristig zu einem Absatz- und Exportschlager werden.

Der Wachstumskern und seine Ziele

Der regionale Wachstumskern Fluss-Strom PLUS mit Hauptsitz in Magdeburg ist ein Zusammenschluss von 19 Unternehmen und 7 Forschungsunternehmen im Schwerpunkt aus Mitteldeutschland. Damit verfügt das Bündnis über eine Vielzahl von Fachleuten (Professoren, Ingenieure, Meister, Techniker) aus dem Maschinen-, Anlagen- und Wasserbau, der Gewässerökologie und Wasserwirtschaft sowie Forschungsinstituten,  Hochschulen und forschungsnahen Dienstleistern.

Die Kernkompetenzen und Technologiegebiete des Wachstumskerns umfassen unter anderem:

  • die energetische Erschließung von Standorten mit geringem Wasserkraftpotential durch wirtschaftlich effiziente und ökologisch verträgliche Wasserkraftanlagen vor allem für frei fließende Gewässer,
  • Systemlösungskompetenz für Fluss-Strom- und Wasserkraftanwendungen nach dem Motto „die richtige Lösung und das richtige Produkt- bzw. Leistungsangebot für jeden (Klein-) Wasserkraftstandort“

Das Know-how für Systemlösungen besteht vor allem in der strömungsmechanischen und elektrischen Energiewandlung für Fluss-Strom-Anwendungen sowie deren Ökologieverträglichkeit. In Hinblick darauf hat sich der regionale Wachstumskern eine solide Basis geschaffen, um die kleine Wasserkraft ökologisch verträglich und zugleich wirtschaftlich gestalten und umsetzen zu können.

Das Ziel des innovativen regionalen Wachstumskerns besteht darin, in enger Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungsinstituten sowie Technikern, Ingenieuren und Ökologen, die Technologie- und Produktführerschaft im Bereich „Barrierefreie Wasserkraft“ (Wasserkraft ohne Aufstau) in Europa sowie weltweit auf- und auszubauen.

„Ökowasserkraft made in Germany“ soll so mittelfristig zu einem Absatz- und Exportschlager werden. Dieses kann gelingen, wenn die derzeitigen Lücken und offenen Themen im Bereich der Forschung und Entwicklung für die angestrebten Produkte geschlossen werden und Lerneffekte in der Region durch die Produktanwendung und -optimierung zur Technologieentwicklung bis zur späteren Serienreife stattfinden.

Erfahren Sie mehr auf der Webseite zum Wachstumskern Fluss-Strom PLUS.

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Christoph Erle

Mein Name ist Christoph Erle und ich betreue bei Management Circle die Blogs zu Personalwesen, Banken, Energiewirtschaft und Handelsmarken. Als langjähriger Freund des Netzes und Content-Marketing-Spezialist wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, bei einem renommierten Veranstalter den Aufbau einer Online-Präsenz zu unterstützen. Ich hoffe, hier hilfreiche Inhalte für Sie bereitzustellen und Sie demnächst im Netz oder auf einer unserer Veranstaltungen anzutreffen.

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