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Die Geschichte der Künstlichen Intelligenz: Wie „neu“ ist KI wirklich?

Die Geschichte Der Künstlichen Intelligenz: Wie „neu“ Ist KI Wirklich?

Künstliche Intelligenz ist heutzutage ein unausweichliches Thema. Nicht nur beim Blick auf das eigene Smartphone, sondern auch beim Arztbesuch oder als Einparkhilfe beim Autofahren, begegnet uns KI immer wieder in unserem Alltag. Doch wie „neu“ ist die Technologie der Künstlichen Intelligenz eigentlich? Und wieso ist sie erst heute so im Trend? Wir haben uns die Geschichte der Künstlichen Intelligenz einmal genauer angeschaut.

Die Idee des „künstlichen Menschen“

Bevor wir in die Geschichte der Künstlichen Intelligenz eintauchen, werfen wir einen kurzen Blick auf die eigentliche Grundidee eines künstlichen Menschen. Die allgemeine Vorstellung von künstlich erzeugten Lebewesen wurde bereits in der Antike beschrieben. Der sogenannte „Homunculus“ wurde meist als dämonischer Helfer magischer Praktiken beschrieben, aber auch als ein Wesen, welches sich in unseren Köpfen befindet und unsere Reize wahrnimmt. Weitere Beispiele für die Vorstellung künstlicher Menschen waren zudem die Figuren Golem oder Frankenstein.

Wann entstand die Künstliche Intelligenz?

Die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz begann bereits vor über 50 Jahren. Als Geburtsstunde wird in Geschichtsbüchern das „Summer Research Project on Artificial Intelligence“ angesehen, welches im Jahr 1956, unter Leitung von John McCarthy, am Dartmouth College in New Hampshire in den USA stattfand. Gemeinsam teilten die Konferenzteilnehmer, worunter sich Erfinder, Forscher oder Informationstheoretiker befanden, die Überzeugung, dass Denken auch außerhalb des menschlichen Gehirns stattfinden kann. Als inhaltliches Ergebnis der Konferenz ergab sich schließlich das erste funktionierende KI-Programm namens LOGIC THEORIST, welches nicht nur Zahlen sondern auch Symbole verarbeiten konnte.Digitalisierung Künstliche Intelligenz

Die Anfänge der KI gehen aber auch auf die Arbeiten des britischen Mathematikers und Visionärs Alan Turing im Jahr 1936 und seine bekannte Turing-Maschine zurück. Diese ist kurz gesagt eine universelle Rechenmaschine, welche dazu fähig ist, jedes Problem zu lösen, sofern es durch einen Algorithmus darstellbar – also in kleinste Einzelschritte zerlegbar – und lösbar ist. Mithilfe seiner Maschine entwickelte Turing den sogenannten Turing-Test. Der Test beruht auf der Frage, ob Maschinen denken können. Hierbei werden laut Turing Maschinen dann als intelligent bezeichnet, wenn Menschen bei einem Frage-und-Antwort-Spiel nicht unterscheiden können, ob sich am anderen Ende der Leitung ein Computer oder ein Mensch befindet.

Der sogenannte KI-Winter

In den 80er Jahren fiel die Weiterentwicklung der Künstlichen Intelligenz in einen Winterschlaf. Dies lag vor allem daran, dass die hohen Erwartungen der Regierung zu Zeiten des kalten Krieges nicht erfüllt werden konnten, woher auch der Name KI-Winter stammt. Die US-Regierung wollte russische Dokumente automatisiert übersetzen lassen und investierte in teure maschinelle Übersetzungssysteme. Die Problematik, dass Wörter unterschiedliche Bedeutungen in diversen Kontexten haben können, wurde von den KI-Forschern unterschätzt. Demnach funktionierte das System nicht wie erwünscht. Dies hatte zur Folge, dass jegliche finanzielle Unterstützung eingestellt wurden. Auf diesem Weg erwies sich eine potentielle Weiterentwicklung der Künstlichen Intelligenz als beinah unmöglich.

Viele weitere Höhen und Tiefen in der Geschichte der Künstlichen Intelligenz

Neben dem KI-Winter gab es in der Branche immer wieder ähnlich gescheiterte Anläufe und lange Phasen des Forschungsstillstands. Das lag nicht nur daran, dass die Systeme sehr teuer waren, sondern auch an der Schwierigkeit diese zu aktualisieren. Hinzu kam, dass die Programme aufgrund ihrer hohen Spezifik und dem zu großen Aufwand im Hinblick auf Verbesserung an ihre Grenzen stießen. Daraus ergab sich, dass die Maschinen von den schnellen und leistungsstarken Desktopcomputern von Apple, IBM und Co. übertroffen wurden.

Erste Meilensteine in der Geschichte der Künstlichen Intelligenz

Der Mangel an öffentlichem Interesse und finanziellen Mitteln war für die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz hingegen von unglaublichem Vorteil. Auf diesem Weg konnten Forscher in Ruhe arbeiten und begannen mit Experten aus anderen Bereichen zusammenzuarbeiten. Dies sorgte dafür, dass die Entwicklung der KI schlüssiger und vor allem wissenschaftlicher wurde.

Im Jahr 1996 sorgte KI zum ersten Mal für Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Der Schachcomputer „Deep Blue“ von IBM schaffte es als erste Maschine, den damals amtierenden Schachweltmeister Garri Kasparow zu überlisten.

Doch warum wird Künstliche Intelligenz nach all den Erfolgen erst heute so intensiv genutzt?

Der plötzliche Durchbruch

Erst in den 2000er Jahren konnte sich die Welt der Künstlichen Intelligenz endgültig erholen. Die Auslöser hierfür waren diesmal keine Regierungen, sondern Tech-Unternehmen wie Google, Facebook, Apple und Co. Dadurch, dass diese anfingen stark in die Künstliche Intelligenz und die dazugehörige Forschung und wissenschaftlichen Talente zu investieren, erlebte die Branche einen Durchbruch. Dies lag vor allem an den mittlerweile weiterentwickelten vorhandenen Rechenleistungen der Computer, welche den breiten Einsatz von Künstlicher Intelligenz ermöglichten.

Auch der IT-Konzern IBM wurde auf die Möglichkeiten von KI aufmerksam. Das Stichwort hier: Watson – eine von IBM entwickelte KI, welche unsere Sprache verstehen und schwierige Fragen sehr schnell beantworten kann. Im Jahr 2011 konnte Watson schließlich menschliche Kandidaten in dem US-amerikanischen TV-Quiz „Jeopardy“ besiegen und beeindruckte auf diesem Weg die Öffentlichkeit. Weiteres Aufsehen erweckte Googles KI namens „AlphaGo“, welche es 2016 schaffte den weltbesten Go-Spieler zu besiegen, was durch die hohe Komplexität des Spiels bis zu diesem Zeitpunkt als beinah unmöglich angesehen wurde.

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Warum ist die KI erst heute so präsent in unserem Alltag?

Mit der beginnenden Kommerzialisierung verließ die künstliche Intelligenz schließlich die Forschungslabors und bahnte sich ihren Weg in unseren Alltag. Der Hauptgrund dafür sind die verbesserten KI-Verfahren und leistungsfähigeren Systeme. Ein weiterer Grund bildet die hohe Anzahl an digitalen Daten, wie zum Beispiel Bilder und Dokumente, die inzwischen überall gesammelt und gespeichert werden können, mit dessen Hilfe die Algorithmen erfolgreich trainiert werden.

Fazit

Die Geschichte macht deutlich, welchen langen Weg Künstliche Intelligenz bis hin zu unseren Smartphones und Computern bereits hinter sich hat. Wir sind jedenfalls gespannt, wie die Zukunft der KI aussehen wird.

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Julia Rieth

Ich bin Auszubildende bei Management Circle und zurzeit in der Abteilung Marketing eingesetzt. Als angehende Veranstaltungskauffrau freue ich mich, Sie über die neusten Trends und aktuellsten Themen zu informieren.

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