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Generation Z in der Ausbildung

Generation Z In Der Ausbildung

Hatten sich Unternehmen gerade erst mit den Vorstellungen der Generation Y auseinandergesetzt – oder vielleicht noch nicht einmal das – steht die Generation Z bereits in den Startlöchern. Als Generation Z (und gerne auch „Generation Zombie“) wird die Generation der nach 1995 Geborenen bezeichnet. Sie bildet die aktuelle, neue Ausbildungsgeneration.

Jede Generation erlebt in ihrer Jugend prägende Situationen, die meist darüber entscheiden, wie sie die Welt und damit die Arbeitswelt betrachten. Daraus entsteht ein Wertesystem, nach dem sich entscheidet, für welche Aufgaben und Arbeitsfelder sie sich interessieren, wie sie sich motivieren lassen, wie sie mit Kollegen umgehen und welchen Stellenwert die Arbeit in ihrem Leben einnimmt.

Claudia Schmitz ist Inhaberin der deutschlandweit tätigen Beratungs- und Weiterbildungsagentur Intercommotion. Ihr Schwerpunkt liegt auf allen Themen rund um Ausbildung, insbesondere der Themen (Großgruppen-) Moderation sowie der professionellen und wirksamen Kommunikation und Generation Y und Z. Sie selbst ist Angehörige der Generation Y und versteht sie sich als Vermittlerin zwischen den Generationen. Neben Auftritten als Keynote-Speakerin auf der IAA ist sie bei der Management Circle Konferenz „Zukunftsmotor betriebliche Ausbildung“ als Expertin mit dabei.

Mitarbeiter anderer Generationen fühlen sich häufig im Umgang mit dem Wertesystem und den Vorstellungen dieser jungen Mitarbeitergruppe überfordert.

Aber auch die jungen Generationen verzweifeln an den Vorstellungen der älteren Generationen.

Jede Generation erlebt in ihrer Jugend prägende Situationen, die meist darüber entscheiden, wie sie die Welt und damit die Arbeitswelt betrachten.

Die Vorstellungen der Generation Z zeichnen sich laut dem Jugendforscher Prof. Dr. Klaus Hurrelmann et. al. (vgl. Shell Jugendstudie 2015) und Prof. Dr. Christian Scholz (vgl. Generation Z, 2014) in folgenden Aspekten aus:

1

BILDUNG

Die zunehmende Anzahl der Jungen möchte einen höheren Schul- und Ausbildungsabschluss erreichen. Die Generation Z ist der Meinung, dass ihnen ohne hohen Bildungsabschluss keine aussichtsreiche berufliche Zukunft bevorstehe.

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SICHERHEIT UND FESTE RAHMENBEDINGUNGEN

In Zeiten von unsicheren Arbeitsverträgen nimmt der Wunsch nach Sicherheit zu. Dazu gehören beispielsweise unbefristete Arbeitsverhältnisse, die Übernahme nach der Ausbildung, ein angemessener Verdienst und eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Gute Aufstiegsmöglichkeiten und ein hohes Gehalt sind der Generation Z weniger wichtig.

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PERSÖNLICHE ENTFALTUNGSMÖGLICHKEITEN IM BERUF

Der Beruf sollte Freude bringen und Möglichkeiten bieten, den individuellen Talenten nachzugehen. Im Unterschied zu ihrer Vorgängergeneration wünschen sie sich vermehrt eine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit. Wohlahnend, dass bspw. Home-Office eher zu Mehrarbeit als zu Entspannung führt. Aus diesem Grund werden sie auch realistischer als ihre Vorgängergeneration eingestuft.

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LOKAL STATT GLOBAL

Während die Generation Y nach Auslandsaufenthalten strebt und gerne für den Job in andere Städte zieht, bleibt die junge Ausbildungsgeneration gerne „zu Hause“. Das bedeutet, sie ist lokal orientiert und weniger mobil. Das bekannte Netzwerk vor Ort zieht sie der großen, weiten Welt vor. Daher erwartet sie auch weniger Angebote wie Auslandsaufenthalte und Sabbaticals.

5

KRITISCHE BETRACHTUNG DES INTERNETS

Weiterhin ist die junge Generation ständig online und mit den digitalen Medien vertraut. Jedoch gehen sie vorsichtiger mit persönlichen Daten um. Ihnen ist bewusst, dass Facebook und Google Unternehmen sind, die mit persönlichen Daten Geld verdienen.

Empfehlungen für die Ausbildung der Generation Z

Aus der Erfahrung mit der Generation Z sowie deren eben genannten Bedürfnissen sind folgende Maßnahmen für Recruiting, Azubi-Bindung und Förderung hilfreich.

1. Frühzeitige Ansprache von Schülern

Schüler bauen bei ihrer Berufswahl auf sichere Arbeitgeber und wählen diese gezielt aus. Dabei beziehen sie ihre Eltern stark mit ein und schauen frühzeitig, welcher Arbeitgeber ihnen diese Sicherheit vermittelt. Sprechen sie daher Eltern, Schulen und Schüler am besten bereits deutlich vor Beginn des Bewerbungsprozesses an.

Generation Z - Ausbildung

Bildnachweis: Matthias Enter – de.fotolia.com

Generation Z - Ausbildung

Bildnachweis: Matthias Enter – de.fotolia.com

2. Bring your parents day

Das Verhältnis der jungen Generationen zu ihren Eltern ist eher freundschaftlich. Daher werden diese in die Entscheidung der Berufswahl mit eingebunden. Gleichzeitig sind die Eltern auch am Ausbildungsverlauf interessiert und werden gerne involviert. Laden Sie daher Eltern vor und auch während der Ausbildung ein, um Unterstützung bei der Berufswahl sowie bei Problemen während des Ausbildungsverlaufs zu erhalten.

3. Be a leader not a boss!

Kommunizieren Sie auf Augenhöhe und ohne Statusdenken oder Hierarchie. Nehmen Sie die Person vor Ihnen ernst und machen sie Ihre Erwartungen sowie die Ziele von Aufgaben deutlich. Sehen Sie sich eher als Coach Ihrer Mitarbeiter und als jemanden, der die finalen Entscheidungen als Richtungsvorgabe trifft. Dienen Sie auch als Ansprechpartner für schulische Probleme und soziale Belange. Ausbildung wird – und das wird immer deutlicher – immer mehr zu einem Erziehungsauftrag seitens der Ausbilder und Ausbildungsbeauftragten.

Generation Z - Ausbildung

Bildnachweis: Matthias Enter – de.fotolia.com

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Christoph Erle

Mein Name ist Christoph Erle und ich betreue bei Management Circle die Blogs zu Personalwesen, Banken, Energiewirtschaft und Handelsmarken. Als langjähriger Freund des Netzes und Content-Marketing-Spezialist wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, bei einem renommierten Veranstalter den Aufbau einer Online-Präsenz zu unterstützen. Ich hoffe, hier hilfreiche Inhalte für Sie bereitzustellen und Sie demnächst im Netz oder auf einer unserer Veranstaltungen anzutreffen.

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