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Die überraschenden Erwartungen der Generation Z

Die überraschenden Erwartungen Der Generation Z

Jede Generation, die auf den Arbeitsmarkt strömt, schafft tiefgreifende Veränderungen für die Arbeitgeber. Wie jede Generation trägt Generation Z Erwartungen und Wünsche an Arbeitgeber und Arbeitswelt heran, die sich von denen ihrer Vorgänger unterscheiden. Die jungen Mitarbeiter schaffen damit neue betriebliche Realitäten. Vor diesen kann man nicht einfach die Augen verschließen – schon gar nicht im digitalen Zeitalter.

Generation Z in der Ausbildung

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Die Generation Z ist realistischer geworden …

Während ihre Vorgängergeneration noch viel hinterfragte und deshalb auf den Namen Generation „Why?“ getauft wurde, beschäftigt sich Generation Z etwas weniger mit Sinnsuche und Karriere, als ihre Vorgänger. Warum auch? Sie haben gesehen, wie Erwartungen ihrer Eltern nicht erfüllt wurden, dass vermeintliche Karrierechancen nicht so groß sind, wie angenommen. Dass die Reallöhne nicht mehr steigen und die jungen Generationen heute zum ersten Mal nach langer Zeit finanziell schlechter dastehen als ihre Eltern. Forscher wie Christian Scholz attestieren der Generation deshalb ein realistischeres, distanziertes Verhältnis zur Arbeit.

… sie möchte feste Arbeitszeiten und eine Work-Life-Separation.

Deshalb hält diese Generation auch nichts von Work-Life-Blending und flexiblen Arbeitszeiten. Stattdessen werden Arbeits- und Privatleben strikt getrennt. Um 17 Uhr beginnt die Freizeit, in der man seinen Hobbys nachgeht. Und das Wochenende bleibt Wochenende. Da werden keine Firmen-E-Mails von Zuhause beantwortet, nicht mit dem Chef telefoniert oder sogar noch an einem Projekt gearbeitet. Es wird das getan, was vertraglich geregelt ist. Nicht mehr – aber definitiv auch nicht weniger. Denn, wenn die Karrierechancen schon mau sind, ist es dann nötig, dass man dem Arbeitgeber unbezahlte Stunden schenkt?

Bild einer träumenden jungen Frau vor einer weißen Wand, auf der ein Wohnzimmer aufgemalt ist.

Bildnachweis: Stasique | de.fotolia.com

Das hat Vor- und Nachteile. Einerseits besteht die Gefahr, dass diese Einstellung für andere Mitarbeiter im Betrieb ansteckend wirkt. Wenn die jungen Kollegen sich schon „herausnehmen“, feste Arbeitszeiten einzuhalten… Warum sollte man das nicht auch selbst tun? Andererseits sind Arbeitnehmer, die darauf achten, sich nicht zu überarbeiten, in der Regel leistungsfähiger und gesünder. Auch einen Burn-out riskiert man so nicht. Der Grundsatz „work hard“ wurde schon längst durch „work smart“ abgelöst, nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in vielen Betrieben.

Smartphones sind für Generation Z am Arbeitsplatz nicht wegzudenken…

Work smart bekommt bei der Generation Z eine ganz neue Bedeutung: denn digitale Medien sind für sie Arbeitsraum und Lebenswelt zugleich. Aufgewachsen mit bis zu fünf Screens (PC, Fernseher, Smartphone, Tablet und Notebook) bewegten sie von Kindesbeinen an in einer digitalen Welt. Im Gegensatz zu meiner Generation kennen sie ein Leben ohne Internet gar nicht mehr. Das beeinflusst auch ihre Kommunikationsformen. Die Generation Z wächst in einer Lebenswelt auf, in der WhatsApp, Instagram, Snapchat und Facebook ständige Begleiter sind.

Das wird sich auch in der Arbeitsweltwiederspiegeln. Natürlich birgt die Smartphone-Nutzung im Unternehmen die „Gefahr“, dass mit Freunden gechattet wird, statt sich auf die Arbeit zu konzentrieren. Allerdings kommt diese Mediennutzung ganz natürlich und wird auch auf die Arbeit transportiert. Wundern Sie sich zum Beispiel nicht, wenn auch in Ihrer Firma junge Leute für ihre Abteilungen oder Projektteams WhatsApp-Gruppen eingerichtet haben.

… und die digitalen Medien verändern Kommunikation und Zusammenarbeit

Es ist kein Wunder, dass auf Smartphones zurückgegriffen wird: Denn Google, Communities oder die WhatsApp-Gruppe liefern antworten auf Probleme und offene Fragen. Das macht aber auch ein Umdenken bezüglich der Methoden notwendig, mittels derer man den jungen Menschen Feedback und Informationen mitteilt. Besonders dann, wenn man für sie eine Ausbildung oder Einarbeitung gestaltet. Denn in Netzwerken wie Facebook gibt es keinen „Disklike-Button“ und Informationen sind in kleinen Häppchen verfügbar. Wissen wird oft in Form von Videos konsumiert, die Aufmerksamkeitsspanne für lange Texte ist bei vielen dadurch nicht ausgeprägt.

Bild: Hand mit Smartphone vor orangenem Hintergrund

Bildnachweis: ra2 studio | de.fotolia.com

Die Generation Z will eigenständig arbeiten…

Dass Informationen lieber online als beim Chef eingeholt werden, ist gelerntes Verhalten. Denn der Chef weiß nicht alles und reagiert vielleicht  persönlich oder wertend, während man im Netz Antworten oder Lösungsansätze findet, die man ausprobieren und bei Bedarf modifizieren kann. Das Prinzip Trial & Error haben sich viele aus Videospielen angeeignet. Dadurch sind sie es gewohnt, Probleme eigenständig zu lösen und den Weg zum Erfolg selbst zu gestalten. Und so ein Verhalten muss man erstmal in die Prozesse eines Unternehmens einbinden.

… aber sie will keine Führungsverantwortung

Der Wunsch nach eigenständigem Arbeiten muss aber nicht zwingend heißen, dass hier die neuen Führungskräfte Schlange stehen. Im Gegenteil ist Karriere nicht so wichtig. Denn Führung kostet Zeit und Nerven, was sich negativ auf das Privatleben auswirken könnte. Karriere will man also nicht um jeden Preis, sondern hat bescheidenere Wünsche an die Arbeitswelt: Arbeit soll Spaß machen und sich am besten mit den eigenen Interessen überschneiden. Sie muss sich aber eben auch mit dem Privatleben vereinbaren lassen. Denn wie gesagt: Job ist Job – und mit dem Ausstechen beginnt das Privatleben.

Bleibt die Frage: Was tun?

Natürlich lassen sich solche Aussagen über Generationen nicht pauschal machen. Aber so ganz grob kann man sich dennoch daran orientieren. Bleibt also die Frage: Wie soll man als Arbeitgeber auf die neue Generation zugehen? Sicher kann man ihr nicht alle Wünsche erfüllen, da im Betrieb noch zwei bis drei weitere Altersgruppen beschäftigt sind. Aber die Augen vor ihrer Lebensrealität kann man ebenfalls nicht verschließen. Entsprechend wird die Eingliederung der Generation Z in den Arbeitsmarkt für viele Unternehmen zur Herausforderung.

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Christoph Erle

Mein Name ist Christoph Erle und ich betreue bei Management Circle die Blogs zu Personalwesen, Banken, Energiewirtschaft und Handelsmarken. Als langjähriger Freund des Netzes und Content-Marketing-Spezialist wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, bei einem renommierten Veranstalter den Aufbau einer Online-Präsenz zu unterstützen. Ich hoffe, hier hilfreiche Inhalte für Sie bereitzustellen und Sie demnächst im Netz oder auf einer unserer Veranstaltungen anzutreffen.

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