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Das Erbe des Herrn Gates – warum Microsoft?

Das Erbe Des Herrn Gates – Warum Microsoft?

Der Desktop-PC wird immer seltener gekauft, da immer mehr Menschen auf mobile Endgeräte setzen. Deswegen wird immer häufiger diskutiert, ob Microsoft seine Vormachtstellung in den nächsten Jahren – vor allem im Bereich Office – noch halten kann. Wir haben einen Microsoft-Experten zu diesem Thema befragt.

Nicki Borell ist seit 2003 erfolgreich in der IT-Branche tätig. Sein Arbeitsumfeld sind sowohl KMUs als auch Enterprise-Umgebungen und der Bereich behördliche Datenhaltung. Als freier Autor, Trainer und Berater liegt sein Fokus auf dem Microsoft Technologie-Stack.

Seit 2011 ist Nicki Borell zusammen mit dem Team von Experts Inside in den Bereichen SharePoint, Office 365, und Windows Azure tätig. Dabei erstrecken sich seine Tätigkeitsfelder vom technischen Consulting über Projektmanagement bis hin zur strategischen Prozessberatung.

Microsoft hat die besten Voraussetzungen, die Führungsrolle, die es bereits bei Kollaborationslösungen innehat, weiter auszubauen. Der Hauptgrund ist genau der gleiche, warum sich zum Beispiel „Facebook for Work“ als Konkurrenz zu Tools wie Yammer oder im weitesten Sinne auch zu SharePoint und Office 365 sehr schwer tun wird. Daten, Menschen und Informationen sind die entscheidenden Elemente, um die sich alles dreht, wenn wir über Kollaborationslösungen und Portale sprechen. Obwohl Systeme mehr und mehr miteinander verschmelzen und Integrationslösungen und systemübergreifende Microservices stark auf dem Vormarsch sind, liegen in vielen Unternehmen Daten und Informationen nach wie vor in Datensilos gefangen. Wenn man sich die prozentuale Verteilung der Daten innerhalb eines Unternehmens ansieht, so entfallen weit mehr als die Hälfte auf unstrukturierte Ablagen wie beispielsweise Fileserver, Public Folders oder Email Postfächer. Der Anteil an Daten aus ERP, DMS oder anderen strukturierten Systemen ist in aller Regel deutlich geringer.

Im Jahr 2008 wurde eine Umfrage bezüglich der in Unternehmen verwendeten Systeme und Lösungen durchgeführt. Das Ergebnis:

  • Microsoft Systeme
  • Linux Systeme
  • Solaris
  • BSD
  • Andere

Betriebssysteme (Server und Desktopsysteme):

  • Microsoft
  • Linux
  • Sun
  • BSD
  • Andere

Beschränkt man diese Statistik auf Desktops und Laptops, liegt der Microsoft Anteil bei über 90 Prozent. Gänzlich anders sieht es bei den mobilen Endgeräten aus. Hier haben Apples IOS und Googles Android klar die Nase vorn.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass der überwiegende Teil an Daten und Informationen im Unternehmen auf Microsoft Systemen oder zumindest auf Systemen, die mittels Microsofts Tools wie Word, Excel oder eben Outlook genutzt werden können, liegen – und genau das ist auch der Grund, warum es Lösungen wie „Facebook for Work“ schwer haben werden. Sie haben einfach keine Daten, die einer der Grundpfeiler von Kollaborationslösungen sind. Die Daten liegen in anderen Systemen. Alleine der Aufwand, Informationen und Inhalte aus diesen gewachsenen Datensilos zu migrieren, würde Unternehmen vor immense Herausforderungen stellen. Nehmen wir jetzt noch die Tatsache dazu, dass man Facebook und Co. im Kontext von Datenschutz und Datensicherheit sowieso eher kritisch sieht, so wird klar, warum ich bei dem Thema „Facebook for Work“ so skeptisch bin.

Microsoft hat strategisch und vollkommen richtig entschieden, sich auf andere Plattformen zuzubewegen. Wer hätte noch vor einigen Jahren gedacht, dass „Office for Mac“ oder die Outlook App für das iPhone bei Microsoft sehr hohe Priorität genießen. Microsoft stellt also ganz klar den Businessnutzen in den Vordergrund und ist damit seinen Konkurrenten einen großen strategischen Schritt voraus. Auf Apple Geräten ist zum Beispiel nach wie vor die native Verwendung von Adobe Flash et cetera nicht vorgesehen.

Mal ganz abgesehen von den Produkten wie SharePoint, Exchange, Microsoft BI, Office 365 oder Yammer selbst, hat Microsoft die besten Voraussetzungen, auch zukünftig führend im Bereich von Kollaborationslösungen zu sein – dass die Produkte sehr gut sind, steht für mich natürlich sowieso außer Frage.

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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