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[Gastbeitrag] Thorsten Galleske: KATA (k)ein Allheilmittel?

[Gastbeitrag] Thorsten Galleske: KATA (k)ein Allheilmittel?

….oder welche Fehler sollten bei der Einführung von KATA tunlichst vermieden werden?

Viele Unternehmen sind in den letzten Jahren sehr aktiv mit dem Versuch KATA in ihren Organisationen zu etablieren und scheitern dabei. KATA kann ein sehr wertvolles Instrument zur Erzielung von Verbesserungen im Unternehmen sein. Trotzdem sollte man auf der Hut sein, da die latente Gefahr besteht, Fehler zu machen. Thorsten Galleske verrät Ihnen, worauf es wirklich bei der KATA ankommt.

Thorsten Galleske ist seit 2012 Leiter der Glasveredelung bei der SCHOTT AG, Standort Grünenplan. Nach seinem Studium des Maschinenbaus Fachrichtung Produktionstechnik an der Universität Hannover, begann er 1997 als Entwicklungsingenieur bei der SCHOTT AG. In der von ihm 1998 mit aufgebauten Glasveredelung begann er zunächst als Leiter Betriebstechnik und rationalisierte u. a. die Fertigung von Strahlenschutzgläsern durch ein geändertes Oberflächenschleifverfahren sehr erfolgreich. Seit 2002 war er als Fertigungsleiter in der Glasveredelung und seit 2010 Produktionsleiter für die gesamte Glasveredelung tätig.

KATA durchzusetzen erfordert Disziplin und Konsequenz

Der Aufwand, eine KATA konsequent durchzuführen, erfordert maßgebliche Disziplin aller daran Beteiligten. Nur wenn es gelingt, alle zu überzeugen, kann man mit dem Thema KATA Erfolge feiern. Sonst besteht die Gefahr, dass der Ansatz relativ schnell wieder verpufft und aus der Organisation verschwindet.

Lean Management

Ein wesentliches, sogar zwingend erforderliches Element ist, das Management für eine gewisse Zeit aktiv einzubinden, besser noch mitmachen zu lassen. Auf diese Weise erhält die Projektleitung das direkte Commitment des Managements, KATA einzuführen und es stärkt die erforderliche Disziplin und den Umgang, das Prinzip nicht nur zu erlernen, sondern zu erleben.

Geduld ist gefragt – Alle Beteiligten müssen es selbst durchleben.

Ansätze, bei denen KATA über das Unternehmen gestülpt wird in der Erwartung, dass damit alles sofort besser wird, sind zum Scheitern verurteilt. KATA wird erst gelingen, wenn Management und Mitarbeiter den erforderlichen Kulturwandel durchlaufen haben. Die Akzeptanz und der Erfolg von KATA hängen davon ab, dass im Unternehmen realistisch eingeschätzt wird, welcher Aufwand hinter einer Verbesserungs-KATA-Maßnahme tatsächlich steckt. Andernfalls wird sehr schnell von Unbeteiligten gefordert, „einfach mal eine KATA zu machen“, wenn es darum geht, an der einen oder anderen Stelle wieder möglichst kurzfristig eine Verbesserung zu erzielen. Diesen Aufwand werden dann alle KATA-erfahrenen Mitarbeiter scheuen und diesen Weg nicht mitgehen.

Erst wenn die Rollen und Anforderungen aktiv von allen Beteiligten durchlebt worden sind, lässt sich der Stellenwert von KATA und was damit zukünftig erreicht werden soll, erkennen und bewerten.

Nur mit Ausdauer – jeden Tag einen kleinen Schritt, – wird Großes erreicht.

KATA funktioniert nicht nebenbei oder mal eben, KATA funktioniert nur, wenn man es selber will und letztlich nur, wenn alle an einem Strang ziehen und dies umsetzen wollen. Hierfür muss man konsequent sein, genau wie die KATA es fordert. Nur mit Ausdauer – jeden Tag einen kleinen Schritt, – wird Großes erreicht. Es liegt daher an Ihnen selber den Prozess am Leben zu erhalten und nicht an den anderen. Dann wird es gelingen eine Verbesserungswalze durch die Organisation zu rollen, die nur Sie selber wieder aufhalten können.

Jetzt über das Seminar informieren!

Damit das Bewusstsein und das Verständnis für eine diese neue Art von Führung zu schärfen gelingt, haben wir zusammen mit dem KATA-Experten Gerardo Aulinger das Seminar „Der Toyota KATA Kurs“ konzipiert. Sie erhalten einen Einblick, wie man mit dem Management-System kontinuierliche Verbesserung, Adaptivität und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig sichern kann. Sie sind dabei 3 Tage live vor Ort bei Palfinger Europe GmbH und arbeiten an realen Prozessen. Sie lernen Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Mitarbeiter richtig entwickeln.
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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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