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Merck: Sinnerlebnisse in der Berufsausbildung

Merck: Sinnerlebnisse In Der Berufsausbildung

Holger Hiltmann 

Holger Hiltmann leitet bei der Merck KGaA in Darmstadt die kaufmännische Ausbildung und verantwortet duale Studiengänge der BWL und Wirtschaftsinformatik. Der Diplom-Betriebswirt ist dort verantwortlich für ungefähr 125 Auszubildende und duale Studenten und leitet außerdem das Ausbildungsmarketing und -recruiting. Darüber hinaus hat Herr Hiltmann seit 2008 einen Lehrauftrag an der Fachhochschule Nordwestschweiz übernommen und ist als Dozent bei mehreren etablierten Bildungseinrichtungen tätig.

Portrait Holger Hiltmann

Holger Hiltmann

Schulabgänger suchen sinnvolle Tätigkeiten

Der Ausbildungsmarkt hat in den letzten Jahren starke Konkurrenz durch eine stetig steigende Anzahl von Vollzeitstudenten bekommen. Er unterliegt bekanntermaßen auch einer ungünstigen demographischen Entwicklung. Während die Zahl der Abiturienten und Studienanfänger in Vollzeitstudiengängen jährlich zunimmt, beobachten viele Unternehmen eine Stagnation oder einen Rückgang der Bewerberzahlen für eine Berufsausbildung. Das führt zu einer Komfortsituation für Schulabgänger, die sich bei entsprechender Eignung schon heute den Arbeitgeber aussuchen und nicht selten unter mehreren Zusagen auswählen können. Immer stärker formulieren sie dabei eigene Vorstellungen an die Unternehmen und setzen diese auch durch. Gerade der Aspekt „eine sinnvolle Tätigkeit ausüben“ wird seitens der Bewerber auf die Motivationsfrage „Warum möchten Sie in unserem Unternehmen arbeiten?“ bevorzugt genannt.

Gerade der Aspekt „eine sinnvolle Tätigkeit ausüben“ wird seitens der Bewerber auf die Motivationsfrage „Warum möchten Sie in unserem Unternehmen arbeiten?“ bevorzugt genannt.

Eine in 2014 durchgeführte Studie des Enactus e. V. und dem SVI-Stiftungslehrstuhl für Marketing der HHL Leipzig Graduate School of Management beschäftigt sich u. a. mit der Frage, was für Auszubildende den Sinn der Arbeit ausmacht. Die Bedeutung des „Gesellschaftlichen Engagements eines Unternehmens“ belegt in dieser Studie einen absoluten Spitzenplatz.

Das kommt an: Soziale Projekte in der Ausbildung

Die Praxis der kaufmännischen Ausbildung bei Merck bestätigt die Ergebnisse der Studie. Gerade die sozialen Projekte von Merck werden von den Bewerbern und Auszubildenden positiv bewertet. Das Thema „soziale Verantwortlichkeit in der Gesellschaft“ wird durch unterschiedliche Projektarbeiten auch in der Berufsausbildung gefördert. Neben Baumpflanzaktionen, dem Aufbau eines Insektenhotels und dem Streichen eines Flüchtlingsheims wird seit mehreren Jahren der „Race-for-Survival“ in Frankfurt unterstützt. Die Einnahmen dieses Benefiz-Laufevents wird für Aktivitäten zur Bekämpfung von Brustkrebs eingesetzt. Die Azubis von Merck organisieren seit Jahren ein unternehmensweites Teilnehmerfeld, das in den letzen Jahren mit über 200 Läufern stets unter den drei stärksten Gruppen der Veranstaltung lag.

Die 172 Merck-Azubis aus dem Jahr 2015. (Quelle: Merck)

Für das Ausbildungsmarketing und Recruiting spielen CSR-Projekte eine große Rolle. Sie wirken sich positiv sowohl auf die Azubi-Entwicklung als auch auf ein attraktives Arbeitgeberimage aus.

Go Africa: Azubi-Projekt in Kenia und Ghana

Das Leuchtturmprojekt in der Merck-Ausbildung heißt „Go Africa“: Auszubildende unterschiedlicher Berufsgruppen haben 2014 in Kenia auf dem Gelände eines Mädchenwohnheims ein Gewächshaus aufgebaut. Das Projekt wurde von den Azubis selbstständig geplant und durchgeführt. Diese Projektform vermittelt den Auszubildenden viele neue Eindrücke und Erfahrungen, wie man im folgenden Video sehen kann.

Neben Projektmanagement lernen sie das Leben und den Umgang mit bisher vollkommen unbekannten Kulturen kennen, begleitet von dem Gefühl, wirklich praktische Entwicklungshilfe in Afrika geleistet zu haben. In 2015 wurde das Projekt mit dem Bau eines Spielplatzes weitergeführt und in diesem Jahr ist die Errichtung einer Photovoltaikanlage in Ghana in Planung.

Für das Ausbildungsmarketing und Recruiting spielen CSR-Projekte eine große Rolle. Sie wirken sich positiv sowohl auf die Azubi-Entwicklung als auch auf ein attraktives Arbeitgeberimage aus.

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https://www.youtube.com/watch?v=T3TsA_zEPgM

Video zum Go Africa Projekt

Ausbildungsmanagement im Change Modus

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Christoph Erle

Mein Name ist Christoph Erle und ich betreue bei Management Circle die Blogs zu Personalwesen, Banken, Energiewirtschaft und Handelsmarken. Als langjähriger Freund des Netzes und Content-Marketing-Spezialist wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, bei einem renommierten Veranstalter den Aufbau einer Online-Präsenz zu unterstützen. Ich hoffe, hier hilfreiche Inhalte für Sie bereitzustellen und Sie demnächst im Netz oder auf einer unserer Veranstaltungen anzutreffen.

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