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Die Leistungskennzahlen in der Industrie haben sich gewandelt

Die Leistungskennzahlen In Der Industrie Haben Sich Gewandelt
Beitragsserien: Kolumne Eckhard Eyer: Leistungsvergütung in der Industrie

Neue Wege der Leistungsvergütung werden durch den Fortschritt in der Produktion erforderlich. Eckhard Eyer hat in diesem Zusammenhang bereits den nötigen Wandel für Manteltarifverträge erläutert und welche Herausforderungen diese für Personaler und Betriebsräte bedeuten. Heute gibt er uns einen Einblick, wie sich die Leistungsmessung in den letzten Jahren verändert hat und welche Kennzahlen in diesem Zusammenhang heute herangezogen werden können.

Eckhard Eyer ist Inhaber der Perspektive Eyer Consulting. Er begleitet Unternehmen von der Problemstellung über die gemeinsame Projektgruppenarbeit von Management und Betriebsrat bis hin zum Abschluss der Betriebsvereinbarung und der Schulung von Führungskräften und Mitarbeitern. Zudem ist er Autor zahlreicher Veröffentlichungen zu Vergütungsthemen, führt Seminare und betriebliche Workshops durch und ist Lehrbeauftragter an der Universität Trier.

Interessenkongruenz zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern

Die Leistungskennzahlen und Leistungsmessung in der Industrie wurden in den letzten Jahrzehnten immer komplexer. Während vor 50 Jahren im Akkordlohn nur die produzierten Teile während der Fertigungszeit berücksichtigt wurden, berücksichtigte man bei der Gruppenarbeit die Gutteile und die komplette Anwesenheitszeit der Mitarbeiter in der Gruppe; im Kontext von Lean Production und ganzheitlichen Produktionssystemen stand die Gesamtanlagenverfügbarkeit (OEE) im Fokus.

Es hat ein Wandel stattgefunden

Mit dem Übergang vom Einzelakkord und der Einzelprämie hin zur Teamprämie gab es einen Paradigmenwechsel. Waren in den Teams zunächst nur Fertigungsmitarbeiter, die auch indirekte Funktionen übernahmen – wie Transport, Werker-Selbstkontrolle und Wartung – so kamen schrittweise auch indirekte Mitarbeiter wie beispielsweise Instandhalter, Werkzeugmacher und Disponenten in die Teams. Bei der Leistungsmessung wurde bei den Fertigungsmitarbeitern praktisch immer auf die eigene erarbeitete Menge beziehungsweise Zeit zurückgegriffen. Die Leistungsmessung der indirekten Mitarbeiter setzte demgegenüber nicht selten bei dem Erfolg ihrer Kunden an. Die Idee dahinter: Wenn die Fertigungsmitarbeiter eine hohe Arbeitsproduktivität erreichten, weil die Instandhalter und der Werkzeugbau einen guten Service machten, die Ausfallzeiten während die Instandhaltungsarbeiten gering und die Standzeiten und die Qualität der Werkzeuge hoch waren, dann hatten sie eine gute Leistung erbracht. Das gleiche galt für gute Disposition und eine gute Rüstzeitoptimierung. Auch bei Zielvereinbarungen mit Führungskräften wurde diese Idee erfolgreich umgesetzt. Führungskräfte wurden zu Dienstleistern, die ihre Mitarbeiter befähigten hohe Leistungen zu erbringen und die Standards kontinuierlich zu verbessern.

Der Bezugspunkt der Leistungsmessung hat sich verändert

Im Laufe dieser Entwicklung, die von Arbeitgebern und Betriebsräten sowie den Arbeitgeberverbänden und den Gewerkschaften gemeinsam gestaltet wurde, wurden die Mitarbeiter-/Teamziele immer komplexer und mit den Zielen des Unternehmens immer kongruenter.

Anknüpfung bei der Leistungsmessung

Leistungsentgelt

Legende: fett: Leistungskennzahl; normal: Entgeltgrundsatz/-form

Im Zuge der Einführung von Industrie 4.0 erscheinen betriebswirtschaftlich orientierte Leistungskennzahlen immer gefragter, so beispielsweise die Wertschöpfung je Arbeitsstunde; sie kann sowohl aufgrund von echten Preisen als auch von Verrechnungspreisen – zum ausklammern externer Faktoren – ermittelt werden.

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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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