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FUTURE WORKSPACES

FUTURE WORKSPACES

Wie sehen die Bürogebäude der Zukunft aus? Auf diese Frage gibt es keine einheitliche Antwort, denn Standardisierung ist hierbei keine Lösung! Vielmehr muss ein kreativer Dialog geführt werden, um der Bürowelt der Zukunft die passende Arbeitsumgebung zu liefern. Wie genau das funktioniert, verrät der Münchner Architekt Fabian Ochs in diesem Beitrag.

Fabian Ochs ist Architekt mit Leib und Seele. Zusammen mit fünf weiteren Kollegen bildet er die Geschäftsführung von OSA Ochs Schmidhuber Architekten. Nach seinem Architekturstudium in Stuttgart, New York und Zürich folgten erste berufliche Stationen in Stuttgart und München, bevor er 1998 für Herzog & DeMeuron in Basel und München arbeitete. 2000 schließlich gründete er mit Florian Schmidthuber sein eigenes Büro OSA Ochs Schmidhuber Architekten in München. Seitdem widmet er sich nicht nur mit großer Hingabe den übergeordneten städtebaulichen Themen Münchens, sondern baut zusammen mit seinem 30-köpfigen Team auch außergewöhnliche Bürowelten: So zum Beispiel die Europäische Hauptniederlassung für Arthrex in Freiham oder die Räumlichkeiten für die Universum Film GmbH.

Fabian Ochs

Fabian Ochs

Die neuen Zauberwörter der Architektur

Die Welt der Arbeit ist im Wandel. So sehr wie nie zuvor in den letzten 20 Jahren. Seit Einführung des Internet haben angeschlossene Technologien wie Laptop und Smartphone dafür gesorgt, dass unsere Work-Life-Balance längst aus dem Gleichgewicht geraten ist: Den guten alten Nine-To-Five-Job, es gibt ihn nicht mehr, der feste Arbeitsplatz ist mittlerweile eine Rarität geworden. Alles ist überall und zu jeder Zeit möglich und abrufbar. Shared Workspace, Home Office und Conference Calls, sind die Zauberwörter einer Generation, die gelernt hat, dass Arbeit im Büro stattfinden kann, aber nicht muss. Und genau das stellt Unternehmen wie Architekten vor neue Herausforderungen, wenn es um die Gestaltung von zukunftsfähigem Arbeitsraum geht: Wie muss moderner Büroraum beschaffen sein? Welchen Anforderungen muss er gerecht werden? Welche Bedürfnisse abdecken? Wie viel Mobilität ist möglich? Wie viel Flexibilität nötig?

Glaskugel, Blick in die Zukunft

Um die Arbeitswelten der Zukunft zu entwickeln, brauchen Architekten keine Glaskugel!

Der Kreative Dialog ist der Schlüssel zum Erfolg

In unserer Abteilung O S A Arbeitswelten stellen wir uns eben diesen Fragen. Dabei geht es nicht darum, hier als Antwort eine allgemeingültige Formel zur Standardisierung moderner Arbeitsflächen zu entwickeln, gleich einem Modulbaukasten für unendlich reproduzierbaren Büroraum. Glaubwürdig bleibt man als Architekt heutzutage nur, stellt man sich diese Fragen immer wieder und für jeden Bauherrn neu. Im Vordergrund einer jeden Kooperation mit unseren Kunden steht für uns deshalb ein Prozess, den wir als Kreativen Dialog  bezeichnen. Er begleitet die gesamte Planungs- und Bauphase und gewährleistet zwei Dinge, die für die Entwicklung und Ausgestaltung innovativer Büroflächen wesentlich sind: Zum einen stellt er sicher, dass wir gemeinsam mit dem Auftraggeber bestehende Strukturen analysieren und die Grundlagen seines räumlichen Bedarfs ermitteln können. Er lässt uns den theoretischen Ansatz und die interne Ordnung eines Unternehmens besser verstehen. Denn es macht einen entscheidenden Unterschied, ob eine Firma ihre Arbeitskräfte in feste Formationen integriert oder ein rollierendes System implementiert hat, in dem sich die einzelnen Teams je nach Projekt immer wieder neu formieren. Es macht einen Unterschied, ob und wie viele freie Mitarbeiter beschäftigt sind, und es ist von Bedeutung, ob die Kollegen in erster Linie vor Ort bei Kunden tätig sind und ihnen die eigene Arbeitsstätte lediglich als Basis dient. Nach diesen Spielregeln richtet sich, wie viel Raum zum Beispiel öffentlichen Bereichen und Kommunikationszonen zugedacht wird, wie viele Besprechungsräume gebraucht werden, wie hoch die Anforderung an Fläche für konzentriertes Arbeiten oder wie hoch der Bedarf an flexiblen Workstations ist. Jede neu entstehende Arbeitswelt verlangt also nach differenzierter Organisation. Lösungen von der Stange funktionieren da nur selten.

Kreativität ist gefordert!

Identitätsstiftung ist das große Ziel

Zum anderen vermittelt uns der Kreative Dialog ungefiltert die Kultur eines Unternehmens. In Zeiten maximaler Flexibilität und Mobilität nimmt die im wahrsten Sinne des Wortes Raum ein. Denn in dem Maß, in dem die personalisierbare Bürostube von früher verschwindet, gewinnt der gestalterische Aspekt für neuen Arbeitsraum, die Entscheidung für eine eindeutige Designsprache, an Bedeutung. Mit ihr legt eine Firma nicht nur fest, welche Aussage sie treffen möchte. Sie entscheidet sich darüber hinaus für eine Positionierung, sie definiert ihre Rezeption und sie bestimmt, welche potentiellen Mitarbeiter sie ansprechen möchte.

Wenn also diese beiden Dinge, formale Anforderungen und Inneneinrichtung, nicht einfach miteinander korrespondieren, sondern zu einer Einheit verschmelzen, nur dann schaffen sie in höchstem Maße das, was die Arbeitswelten der Zukunft unbedingt stiften müssen: Identität. Diesem Anspruch immer wieder neu gerecht zu werden, ist für die Architekten der heutigen Zeit die wohl größte Herausforderung.

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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