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5 Fakten zum Fachkräftemangel – Für 4.0 fehlen Experten

5 Fakten Zum Fachkräftemangel – Für 4.0 Fehlen Experten

Der Fachkräftemangel. Von vielen wird er als billiger Populismus wahrgenommen, auch Gastautoren der Zeit benennen ihn neuerdings als Phantom. Andererseits wagen viele Studien besorgniserregende Prognosen zur demografischen Entwicklung und beschreiben, wie viele Fachkräfte uns bis 2030, 2050 oder 20XX fehlen werden. Aber wie viele Fachkräfte fehlen eigentlich aktuell? Im Dezember kamen mit der Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit Zahlen zur aktuellen Lage. Wir haben uns die Studie durchgelesen und fünf bemerkenswerte Fakten zum Fachkräftemangel zusammengetragen.

1

Es gibt *keinen* flächendeckenden Fachkräftemangel in Deutschland

Stattdessen gibt es Engpässe in einzelnen Berufsfeldern und Regionen. Besonders technische Berufsfelder und die Gesundheits- und Pflegeberufe sind betroffen. Interessant: 2015 verschwand sogar eine Berufsgruppe, in der es vorher Mangelerscheinungen gab, aus der Statistik. Offensichtlich gibt es wieder genug Fachkräfte zur „Überwachung und Steuerung des Verkehrsbetriebs“.

2

Der Bundesagentur für Arbeit wird nur jede zweite unbesetzte Stelle überhaupt gemeldet

Das geht aus einer Studie des IAB hervor, die online in Form einiger Excel-Blätter hinterlegt ist. In diesem Zusammenhang betont die BA auch, dass es keine „allumfassende Kennzahl“ zum Fachkräftemangel gebe. Man konzentriere sich in der Studie auf das Zusammenziehen unterschiedlicher Indikatoren, um zu dem Thema Transparenz zu schaffen. Neben einer Vielzahl unbesetzter Stellen seien bei dem Thema auch die Fachkräfteressourcen schwierig zu messen, da Studien- oder Ausbildungsabsolventen sowie die Stille Reserve methodisch nur schwierig in die Messungen einbezogen werden können.

3

Es dauert in Deutschland 86 Tage eine offene Stelle zu besetzen

Damit sind die durchschnittlichen Vakanzzeiten im Vergleich zum Vorjahr um sechs Tage gestiegen. Das gilt jeweils für die Besetzung von Stellen für Fachkräfte, Spezialisten und Experten. (Diese drei Berufsgruppen werden von der BA unterschieden.) Grund dafür sind die positive Arbeitsmarktentwicklung und der deutliche Rückgang der Arbeitslosigkeit.

4

In der Altenpflege herrscht in ganz Deutschland ein Fachkräftemangel

Es gibt durchaus auch Mangelerscheinungen in anderen Berufsgruppen, die viele Regionen in Deutschland treffen. Aber in der Altenpflege ist ganz Deutschland unterversorgt. Es gebe kein Bundesland, in der den ausgeschriebenen Stellen genügend arbeitslose Bewerberinnen und Bewerber gegenüberstehen. Rechnerisch kommen auf 100 gemeldete Stellen nur 40 Arbeitslose und es dauert durchschnittlich 138 Tage, um solche Stellen zu besetzen. Und es wird ja anscheinend nur die Hälfte der Stellen gemeldet.

5

Dem Land der Industrie 4.0 fehlen IT-Experten und Softwareentwickler

Das gilt besonders für Westdeutschland. Solche Stellen bleiben im Schnitt 130 Tage offen und eine Entspannung der Situation sei nicht zu erkennen. Rechnerisch stehe zwar jeder offenen Stelle ein Arbeitsloser gegenüber, aber hier werden ja Spezialisten gesucht. Die Vakanzzeiten sind auch im Vergleich zum Vorjahr um sieben Tage gestiegen. Ganz interessant: In zwei Ländern gibt es bei den Softwareentwicklern keine Engpässe. Das sind Berlin und Sachsen. Über die Gründe können wir gerne in den Kommentaren spekulieren.

Haben Sie weitere interessante Fakten zum Fachkräftemangel? Dann lassen Sie uns das gerne wissen.

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Christoph Erle

Mein Name ist Christoph Erle und ich betreue bei Management Circle die Blogs zu Personalwesen, Banken, Energiewirtschaft und Handelsmarken. Als langjähriger Freund des Netzes und Content-Marketing-Spezialist wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, bei einem renommierten Veranstalter den Aufbau einer Online-Präsenz zu unterstützen. Ich hoffe, hier hilfreiche Inhalte für Sie bereitzustellen und Sie demnächst im Netz oder auf einer unserer Veranstaltungen anzutreffen.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Softwareentwicklung ist auch nicht für jeden attraktiv. Wer will den den ganzen Tag vor der Glotze hocken und über Code brüten.
    Unser Sohn hat auch als studierter Mathematiker Softwareentwickelt, doch das war ihm dann zu einseitig und zu anstrengend, vor einem Jahr hat er gekündigt und ist zu einer großen Versicherung gegangen. Natürlich hat er noch mit Computern zu tun, aber er ist nicht mehr verantwortlich für die Software und für Terminpläne und wenn nachher irgendwas nicht so tut wie es soll. Er sagt immer: Code programmieren, das müssen jüngere tun, dabei ist er grade mal 32 !

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