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„Friendly Fire“ – Was tun, wenn sich die Fachabteilung gegen Sie stellt?

„Friendly Fire“ – Was Tun, Wenn Sich Die Fachabteilung Gegen Sie Stellt?

„Friendly Fire“ bedeutet einfach übersetzt so viel wie „Eigenbeschuss“ oder „Freundbeschuss“. Der Begriff hat seinen Ursprung im Bereich kriegerischer Auseinandersetzungen. Dabei wird irrtümlicher Weise die eigene „Truppe“ angegriffen, weil das Ziel zum Beispiel aufgrund schlechter Sichtbedingungen unzureichend identifizierbar ist.

Sie fragen sich jetzt sicher, was das mit Ihrem Berufsalltag zu tun hat? Um ehrlich zu sein, sehr viel. In diesem Beitrag erfahren Sie, wann „Friendly Fire“ für Sie ein Thema wird, wie es dazu kommen kann und vor allem, wie Sie solche Konflikte im Daily Business vermeiden können.

Wo taucht „Friendly Fire“ in Ihrem Berufsalltag auf?

Bild: Streitende Mitarbeiter im Büro versuchen eine Einigung zu erzielenKennen Sie die folgende Situation? Ein Projekt steht bevor und Sie arbeiten mit Ihrem Team mit Hochdruck an dessen Realisierung. Dabei setzt jenes Projekt jedoch nicht nur die Arbeit Ihres Teams, sondern auch die Mitarbeit anderer Fachabteilungen und Teams voraus. Diese Zusammenarbeit zwischen mehreren Abteilungen ist nicht immer leicht und kann zu einem Konflikt zwischen zwei „Truppen“ führen. Die Fronten verhärten sich und die Zusammenarbeit gestaltet sich als praktisch unmöglich.

Wieso kommt es zu dem Konflikt?

Meist entsteht ein solcher Konflikt unbeabsichtigt. Anders als bei kriegerischen Auseinandersetzungen sind die „schlechten Sichtbedingungen“ jedoch nicht wetterbedingt, sondern beschreiben viel mehr die nicht vorhandene Kommunikation zwischen den beteiligten Fachabteilungen. Die eigenen Interessen sind der anderen Seite dementsprechend unbekannt und wurden nicht abteilungsübergreifend kommuniziert. Die Anliegen werden von der Gegenseite unbeabsichtigt ignoriert und bei Planungen nicht berücksichtigt. Häufig werfen sich die Streitpartien dann Sätze wie „Das ist nicht unsere Aufgabe“, „Das funktioniert so nicht“ oder „Dafür ist jetzt keine Zeit“ an den Kopf. Eine solche Basis der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit ist leider in vielen Unternehmen eine Schwachstelle und die Folgen, welche sich daraus ergeben, sind erheblich.

Was sind die Folgen?

TeamworkIst der Konflikt zwischen zwei Fachabteilungen erst einmal da, sind die Fronten häufig verhärtet und eine mögliche Lösung ist nicht zu erkennen. Keine der beiden Partien möchte über seinen „Abteilungstellerrand“ hinausschauen und auf die andere Abteilung eingehen. Die Folgen, welche sich aus dieser schlechten Ausgangslage ergeben, sind jedoch fatal. Häufig kommt aufgrund des Konflikts die eigentliche Realisierung des Projekts nicht voran, die Arbeitsleistungen der einzelnen Teammitglieder verringern sich und die Frustration ist dementsprechend auf beiden Seiten groß. Anstatt einer „Friendly Cooperation“ ergibt sich also schnell ein „Friendly Fire“, welches zum Zeitverzug für das Projekt und damit auch zu erheblichen Effizienzeinbußen des Unternehmens führt.

Wie vermeiden Sie „Friendly Fire“-Konflikte?

Damit es erst gar nicht zu einem Freundbeschuss innerhalb des Unternehmens kommt, achten Sie immer auf zwei Aspekte, welche bei einer abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit Gold wert sind:

                    Die Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg

Eine offene und dauerhafte Kommunikation bewirkt Wunder. Machen Sie unternehmensintern deutlich, wie die Arbeit in Ihrem Team aussieht und kommunizieren Sie diese über Ihre Fachabteilungsgrenzen hinaus. Auf diesem Weg beziehen Sie auf jeden Fall alle beteiligten Parteien mit ein und es kann nicht zu Unklarheiten oder Missverständnissen kommen. Die richtige Kommunikation sorgt damit für Zusammenhalt und schafft Vertrauen für die Zusammenarbeit.

                    Die Interessen aller Beteiligten müssen klar sein

Neben dem Weitergeben von team- oder abteilungsspezifischen Informationen ist es ebenso wichtig, die Interessen und Aufgaben aller anderen beteiligten Fachabteilungen genau zu kennen. Klären Sie also im Vorfeld der Zusammenarbeit beispielsweise, wie viel Zeit für eine bestimmte Arbeit in anderen Abteilungen benötigt wird, welche Person für was verantwortlich ist und welche möglichen Probleme sich außerhalb Ihres Handlungsgebiets ergeben können. So können Sie sich intern besser abstimmen und vermeiden auf diesem Weg lästige Konfliktsituationen a la „Friendly Fire“.

                    Der Gedanke an das gemeinsame Ziel vereint

Der Glaube an ein gemeinsames Ziel, wie zum Beispiel die letztendliche Durchführung eines großen Projekts, woran viele Abteilungen monatelang gearbeitet haben, schweißt nicht nur innerhalb des jeweiligen Teams zusammen, sondern auch die Abteilungen untereinander. Sprechen Sie das gemeinsame Ziel also immer wieder an und bleiben Sie so in einem Boot.

Was hilft Ihnen noch?

Diese drei Tipps sollten Ihnen dabei helfen ein „Friendly Fire“ in der Zusammenarbeit zu vermeiden. Selbstverständlich gibt es viele weitere Empfehlungen, die Ihnen in der täglichen Zusammenarbeit helfen. Schauen Sie daher auch in unsere weiterführenden Beiträge zum Thema Missverständnisse vermeiden, Fehlkommunikation im Office oder Kommunikationsstärke.

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Julia Rieth

Ich bin Auszubildende bei Management Circle und zurzeit in der Abteilung Marketing eingesetzt. Als angehende Veranstaltungskauffrau freue ich mich, Sie über die neusten Trends und aktuellsten Themen zu informieren.

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