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Frankfurt ist die deutsche Hauptstadt der Green Buildings

Frankfurt Ist Die Deutsche Hauptstadt Der Green Buildings

Wer an Frankfurt denkt, denkt eher an Hochhäuser und Banken, als an die Farbe Grün. Trotzdem – Frankfurt ist die deutsche Hauptstadt des Green Buildings. Nirgendwo sonst in Deutschland befinden sich so viele Gebäude mit Nachhaltigkeitszertifikaten.

Frankfurt ist die Hauptstadt der Green Building

164 Objekte mit 6,5 Millionen Quadratmetern sind zertifizierte Flächen. Damit befinden sich in Deutschland ein Drittel dieser Flächen im Frankfurter Raum, so das Ergebnis des GreenView Reports von CBRE.

Nicht nur Neubauten werden zertifiziert, auch immer mehr Bestandsimmobilien. Mittlerweile erfolgen 34 Prozent der Zertifizierungen auf diese Kategorie. Spitzenlicht bei den zertifizierten Objekten sind mit 73 Prozent Büroimmobilien.

Aus dem Market Focus 2019 „Investmentmarkt Green Building“ von BNP Paribas Real Estate geht hervor, dass 52 Prozent (!!!) des Gesamtumsatzes mit zertifizierten Gebäuden 2018 in Frankfurt erzielt wurden, dahinter abgeschlagen München mit 12 und Hamburg sowie Berlin mit jeweils 10 Prozent.

Was genau versteht man unter einem Green Building?

Ein Green Building bezeichnet ein Gebäude, das mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit entwickelt und gebaut wurde. Ein Green Building nutzt Ressourcen wie Energie, Wasser und Material effizient und reduziert zudem schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt. Über alle Phasen des Gebäude-Lebenszyklus wird Nachhaltigkeit berücksichtigt, von der Planung und Konstruktion über den Betrieb bis hin zur Wartung und Demontage. Das hat mehrere Vorteile:

  • reduzierte Betriebskosten durch erhöhte Produktivität
  • geringerer Verbrauch von Energie und Wasser
  • gesündere Bedingungen für die Nutzer
  • für Büroimmobilien: Qualität des Arbeitsplatzes steigt, was im Kampf um Talente entscheidend wird
  • reduzierte Umweltbelastung.

Diese Vorteile wirken sich immer stärker auch auf das Investment aus:

Die Green-Building-Zertifizierung wirkt sich auf das Investment aus

Das Thema der Zertifizierung wird immer relevanter, sowohl für Nutzer als auch für ausländische Investoren. Ein Nachhaltigkeitszertifikat trägt immer öfter dazu bei, dass in ein Großprojekt investiert wird. Gerade für internationale Großkonzerne ist Nachhaltigkeit von großer Bedeutung. Auch für neue Projektentwicklungen stellt das nachhaltige Bauen ein absolutes Muss dar. Zertifizierte Flächen werden inzwischen überproportional nachgefragt, wie aus dem CESAR – Certification and Sustainability Radar von JLL hervorgeht. Rund 14 Prozent (580.000 m²) des gesamten Flächenumsatzes in den sieben größten deutschen Städten waren zertifizierte Bürogebäude, die angemietet wurden. „Bei Unternehmen, die ihren Hauptsitz im Ausland haben, entfiel 2017 fast ein Drittel der angemieteten Flächen auf zertifizierte Gebäude, ein Beleg für die Relevanz von Green Buildings insbesondere für diese Nutzer-Gruppe“, so Martin Hofmann, Head of Project & Development Services JLL Germany.

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Beispiele von Green Buildings in Frankfurt:

FOUR

Hier wird noch gebaut: In den kommenden Jahren soll mit dem FOUR auf dem ehemaligen Deutsche-Bank-Areal eine „Vertical City“ entstehen. In vier Hochhäusern sollen nicht nur Büroflächen, sondern auch ein Hotel, eine Kindertagesstätte, Geschäften und Gastronomie entstehen. Ziel von Anfang an ist es, nachhaltig zu bauen:

Wohnhaus Hansaallee

2013 wurde das Wohngebäude an der Hansaallee mit dem Green Building Award der Stadt Frankfurt ausgezeichnet. Das Gebäude wurde in Passivhaus-Bauweise erstellt und mit Belüftung aller Wohnungen, Wärmetauscher, Erdsonden und Solarkollektoren auf dem Dach ausgestattet. Zudem wurde viel Wert auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Generationen gelegt:

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Tower 185

Der 200 Meter hohe Tower 185 im Stadtteil Gallus wurde als eine der ersten Hochhausneubauten in Europa das renommierte Nachhaltigkeitssiegel LEED Gold des U.S. Green Building Council verliehen. Eins der Besonderheiten bei diesem Gebäude ist die Regenwasser-Auffanganlage. Das Wasser wird für Toilettenspülungen und die Bewässerung der begrünten Dächer genutzt. Zudem wurden vor allem regionale Baustoffe genutzt, um Transportwege zu reduzieren.

Turmcenter

An der Eschersheimer Landstraße stand das 1970 gebaute und bereits 2005 entkernte Hochhaus. Für das Turmcenter wurde ein nachhaltiges Energiekonzept entwickelt. Es ist das erste Bürogebäude in Deutschland, das die komplette Glasfassade als Energiesammler nutzt. 90 Prozent der Wärmeerzeug erfolgt regenerativ. Auch die Kühlung des Gebäudes ist nachhaltig, 65 Prozent erfolgen durch Solarenergie.

Dieser Beitrag ging zunächst von meiner Kollegin Marina Vogt am 4. Februar 2016 online. Er wurde jetzt vollständig überarbeitet und mit aktuellen Zahlen ergänzt.

Silke Ritter

Wie werden wir künftig leben und arbeiten? Dieser Frage gehe ich hier im Blog nach. Seit 2012 gehöre ich zum Management Circle-Team, zuvor habe ich nach meinem Germanistik-Studium in der PR-Branche gearbeitet. Als Teil der #GenerationY weiß ich nicht nur um die Wichtigkeit von Hashtags und gutem Content, sondern wünsche mir mehr Mut in Unternehmen für die Digitalisierung. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und Themenvorschläge!

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Sehr geehrte Frau Vogt,

    vielen Dank für Ihre inhaltsreichen Recherchen. Gibt es noch aktuellere Zahlen zu Green Buildings in Frankfurt bzw. den anderen deutschen Großstädten? Über eine kurze Antwort freue ich mich sehr.

    Viele Grüße, Dirk Terhechte

    1. Sehr geehrter Herr Terhechte,

      noch habe ich keine aktuelleren Zahlen, aber danke für den Tipp. Dann plane ich den nächsten Wochen einen Beitrag dazu ein! :)

      Viele Grüße
      Marina Vogt

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