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Flexible Arbeitszeitmodelle: Diese 3 Vorteile sollten Ihnen bewusst sein

Flexible Arbeitszeitmodelle: Diese 3 Vorteile Sollten Ihnen Bewusst Sein

Wir leben in Zeiten, in denen immer mehr Mitarbeiter gerne für sich passende Arbeitszeitmodelle nutzen würden. Die klassische 40-Stunden-Woche hingegen gibt es immer weniger. Richtig eingesetzt, bieten flexible Arbeitszeitmodelle jedem Unternehmen klare wirtschaftliche Vorteile. Deshalb lohnt es sich auch, über eine Einführung nachzudenken.

Welche Vorteile bringen flexible Arbeitszeitmodelle Ihrem Unternehmen ein?

Die Einführung flexibler Arbeitszeiten ist keine Einbahnstraße, die einzig den Arbeitnehmern zugutekommt. Auch für das Unternehmen bringt sie diverse Vorteile mit sich.

 

Vorteile für das Unternehmen im Überblick

  • Die Arbeitszeiten können sich stärker nach Nachfrage am Markt richten. Wenn viel los ist, wird mehr gearbeitet – wenn wenig los ist, werden weniger Stunden auf der Arbeit verbracht. Das erhöht die Produktivität pro Arbeitsstunde.
  • Ein gutes Arbeitszeitmodell macht ein Unternehmen für neue Fachkräfte attraktiv. Damit erhöhen flexible Arbeitszeitmodelle die Arbeitgeberattraktivität und stärken das Employer Branding. So verbessert sich der Ruf eines Unternehmens (fast) automatisch.
  • Die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter steigen. Das senkt Fehlzeiten und Fluktuation. Und mit denen sind in der Regel hohe Kosten verbunden.

Arbeitszeiten an Nachfrage ausrichten

In jeder Branche gibt es Fluktuationen wegen der Auftragslage. Das kann an Jahreszeiten oder Produktzyklen liegen oder auch am Wirtschaftsklima. Fakt ist: An vielen Arbeitsplätzen ist bei einer strikten Anwesenheitskultur zwar jemand körperlich vorhanden; aber wer profitiert, wenn diese Person dort nichts zu tun hat und gezwungen ist, Däumchen zu drehen? Wohl niemand.

Viel besser ist es, wenn Arbeitszeiten flexibel an das aktuelle Nachfrageaufkommen angepasst werden können. Das erhöht nämlich die durchschnittliche Produktivität pro Arbeitsstunde automatisch. Außerdem ist es mit bestimmten Modellen wie der Nacht- und Schichtarbeit möglich, Produktion und Betriebszeiten auf 24 Stunden auszudehnen, was die Kundenfreundlichkeit steigert. Und ein weiterer Nebeneffekt: Die Anzahl geleisteter Überstunden geht ebenfalls nach unten!

Bildnachweis: Syda Productions | de.fotolia.com

Employer Branding stärken

Flexible Arbeitszeiten sind bei Arbeitnehmern beliebt. Sie vereinfachen es, private Termine wahrzunehmen oder Familie und Beruf besser in Einklang zu bringen. Auch gibt es immer wieder Tage, an denen man „nicht so gut drauf“ ist – oder eben Tage, an denen man besonders produktiv ist. Entsprechend kann man sich seine Arbeitszeit selbst einrichten, was auch ein Vorteil für das Unternehmen ist.

Lean Management

Bildnachweis: Andrey Popov | de.fotolia.com

Gerade auch bei Modellen wie der Vertrauensarbeitszeit, bei denen dem Arbeitnehmer Offenheit und Vertrauen entgegengebracht wird, gibt es positive psychologische Effekte. Das alles wirkt sich auf die Arbeitgebermarke aus.

Ein fortschrittliches Arbeitszeitmodell können Sie selbst gut bewerben; aber auch Mitarbeiter werden darüber auf Bewertungsportalen schreiben oder Freunden und Bekannten stolz von „ihren“ Arbeitszeiten berichten. (Glauben Sie mir, Angestellte sprechen darüber!)

Fehlzeiten und Fluktuation senken

Dass das Wahrnehmen privater Termine durch die Mitarbeiter einfacher wird, haben wir oben schon angesprochen. Aber auch aus anderen Gründen können flexible Arbeitszeitmodelle sowohl Fehlzeiten als auch Mitarbeiterfluktuation senken.

Stressmanagement, Power Nap

Bildnachweis: contrastwerkstatt | de.fotolia.com

Vor allem ist das eine Gesundheitsfrage: Mittlerweile wissen wir, dass zu lange Arbeitszeiten sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Vor allem stressbedingte Beschwerden wie Schlafstörungen, Rückenschmerzen oder gar Burnout und Herzinfarkt können das Ergebnis sein. (Und das muss nicht nur an zu viel Arbeit liegen. Neben dem Burnout kann es auch zum Bore-out kommen.) Ein langfristig zu hoher Stresslevel bringt Mitarbeiter auch gerne zur inneren oder tatsächlichen Kündigung. All das kann mit flexiblen Arbeitszeiten moderiert werden.

Daneben gibt es außerdem Modelle, die Mitarbeitern helfen, ihr Leben mit dem Job in Einklang zu bringen. Darunter sind zum Beispiel die Altersteilzeit oder Modelle, die sich an schwangere Frauen richten. Mit diesen können Menschen, deren Lebensumstände sich ändern, im Betrieb gehalten werden, so dass dieser weiter von ihrem Wissen profitiert.

Natürlich sind mit den Arbeitszeitmodellen auch Risiken verbunden, das will ich nicht abstreiten. Aber gerade deshalb ist es wichtig, das „eigene“ Modell möglichst gut auf das Unternehmen zugeschnitten zu implementieren. Denn die Vorteile überwiegen am Ende – für Mitarbeiter und Unternehmen.

Christoph Erle

Mein Name ist Christoph Erle und ich betreue bei Management Circle die Blogs zu Personalwesen, Banken, Energiewirtschaft und Handelsmarken. Als langjähriger Freund des Netzes und Content-Marketing-Spezialist wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, bei einem renommierten Veranstalter den Aufbau einer Online-Präsenz zu unterstützen. Ich hoffe, hier hilfreiche Inhalte für Sie bereitzustellen und Sie demnächst im Netz oder auf einer unserer Veranstaltungen anzutreffen.

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