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Flexibilität und Qualitätsstandards bei Immobilienfinanzierungen

Flexibilität Und Qualitätsstandards Bei Immobilienfinanzierungen

Immobilienunternehmen steht eine Vielzahl von Finanzierungsinstrumenten zur Verfügung. Diese fassen standardmäßig inzwischen auch Kapitalmarktprodukte wie Aktien, Genussscheine, Schuldscheindarlehen, Wandelanleihen und Anleihen. Dr. Anne de Boer stellt diese Instrumente in diesem Beitrag vor und macht die Vor- und Nachteile deutlich.

Dr. Anne de Boer ist Rechtsanwältin im Bereich Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht im Stuttgarter Büro von GSK Stockmann + Kollegen. Sie berät Unternehmen bei gesellschaftsrechtlichen Strukturen, Transaktionen und im Hinblick auf Möglichkeiten der Finanzierung. Sie hat dabei ihren Schwerpunkt auf alternativen Finanzierungsmöglichkeiten und Finanzierungen über den Kapitalmarkt. Frau de Boer hat in letzter Zeit eine Vielzahl von Unternehmen bei der Emission von Anleihen begleitet, sowohl Industrieunternehmen bei den sogenannten Mittelstandsanleihen, als auch Immobilienanleihen strukturiert. So hat sie die Projektanleihe der Cloud No. 7 GmbH in Stuttgart begleitet.

Geringer Verwaltungsaufwand

Angesichts der verfügbaren Finanzmittel und Finanzierungsinstrumente können Immobilienunternehmen Finanzierungen genauer an die geplante Entwicklung eines Projekts anpassen. So können Teilverkäufe und Refinanzierungen vor Ende der Laufzeit verhandelt werden mit den notwendigen Freigaben von Sicherheiten sowie Teil-Rückzahlungen. Ebenso können Immobilienunternehmen eine höhere Autonomie durchsetzen. Bei ausreichendem Fachwissen und Überwachung wird nicht jeder Investor auf ein eigenes Baucontrolling bestehen. Auch die Informationen und Mitteilungspflichten können besser auf die bestehenden Reportings angepasst werden, so dass der Verwaltungsaufwand möglichst gering gehalten wird.

Regelmäßige Informationen sind ein Muss

LupeTrotzdem sollten Investoren darauf achten, dass die Finanzierungen angemessene Qualitätsstandards enthalten: Dies beinhaltet insbesondere aussagekräftige und regelmäßige Informationen. Auch sollten die Investoren bei einer Schieflage frühzeitig reagieren können. Bei den Investoren setzt dies allerdings voraus, dass sie selbst oder über Dienstleister die erhaltenen Informationen auswerten und dann auch in der Lage sind, die ihnen zustehenden Rechte auszuüben. Dies kann eine Kündigung oder sogar Einfluss auf die Projektleitung sein.

Sicherheitsstrukturen: Vor- und Nachteile

Sofern die Finanzierungsinstrumente zum Handel am Kapitalmarkt einbezogen sind, sind börsenrechtliche Mitteilungspflichten zu beachten: Bei der Emission von Anleihen, Genussscheinen und Aktien können immer mehr Ausnahmen von der Prospektpflicht genutzt werden. Die laufenden Mitteilungspflichten wurden dementgegen vor allem im Freiverkehr in den letzten Jahren erheblich verschärft und sollten dringend eingehalten werden.

Bei sämtlichen Finanzierungen, mittlerweile auch Anleihen und Schuldscheinen, sind auch Sicherheitsstrukturen möglich. Sicherheiten werden dabei auch für die nachrangigen, so genannten Junior- beziehungsweise Mezzanine-Tranchen gewährt. Um die Handelbarkeit beziehungsweise Übertragbarkeit zu sichern, wird dafür regelmäßig eine Treuhandstruktur aufgesetzt. Die Sicherheiten können allerdings dazu führen, dass aus aufsichtsrechtlichen Gründen nur noch institutionelle Anleger investieren dürfen.  

Immobilienunternehmen sollten unbedingt die damit bestehenden Möglichkeiten nutzen.

Knappe Flächen, umkämpfter Markt: Die Stuttgarter Immobilienwelt richtet sich neu aus

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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