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Vor- und Nachteile der Organisationsmodelle im Facility Management [Teil 1]

Vor- Und Nachteile Der Organisationsmodelle Im Facility Management [Teil 1]
Beitragsserien: Facility Management

Facility Management (FM) garantiert die optimale Nutzung eines Grundstückes und der dazugehörigen Immobilie. Dabei wird der vollständige Lebenszyklus eines Gebäudes begleitet. Facility Management trägt damit zur indirekten Wertschöpfung bei. Vielerorts wird Facility Management jedoch mit Gebäudemanagement gleichgesetzt und es herrscht eine Unsicherheit, was alles mit diesem Begriff verbunden wird. Aus diesem Grund haben wir Professor Uwe Rotermund, den bundesweit ersten öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für Facility Management, fünf Fragen zu diesem Thema gestellt. Dieser erste Beitrag beschäftigt sich mit den vorhandenen Organisationsmodellen im Facility Management.

Professor Uwe Rotermund ist als Gesellschafter von Prof. Uwe Rotermund Ingenieurgesellschaft mbH Co KG und Experte im Bereich Facility Management, insbesondere für Lebenszykluskosten. Seit 2007 ist er der bundesweit erste öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Facility Management. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt in der Organisation von FM-Abteilungen, der Ausschreibung und dem Controlling von Serviceleistungen sowie in der Berechnung und Optimierung von Lebenszykluskosten von Immobilien.

Parallel leitet Uwe Rotermund für die RealFM e.V. den bundesweiten Arbeitskreis Benchmarking und den Regionalkreis Elbe-Weser. In diesem umfangreichen Benchmarking-Pool werden jährlich Gebäudenutzungskosten analysiert und bewertet. Professor Uwe Rotermund ist Stiftungsprofessor für Immobilien-Lebenszyklus-Management im Fachbereich Architektur an der Fachhochschule Münster.

uwe rotermund

Professor Uwe Rotermund

Am deutschen Markt sind viele unterschiedliche Organisationsmodelle für die FM-Leistungserbringung im Einsatz. Die meist verbreitete Form ist eine Mischung aus Eigen- und Fremdleistung, wobei in diesem Modell der Fremdleistungsanteil seit Jahren zunimmt. Die reine externe Leistungserbringung und Vergabe aller Facility Management Leistungen an einen oder mehrere Dienstleister ist nicht umsetzbar. In der Praxis hat sich gezeigt, dass die externen Leistungen gesteuert werden müssen und der Dienstleister – nicht nur unter dem Aspekt Betreiberpflicht – eine Überwachung und Leistungsabnahme benötigt.

Gegenwärtig setzen wir in vielen Unternehmen das „Management-Modell“ erfolgreich ein. In diesem Modell werden die strategischen Leistungen intern erbracht, auch die administrativen Leistungen erfolgen überwiegend intern, während die operativen Leistungen extern erbracht werden. Der große Vorteil dieses Organisationsmodells liegt in der Tatsache begründet, dass das Know-how des Gebäudebetriebs im eigenen Unternehmen verbleibt und jederzeit eine Neuausschreibung und Vergabe der Leistungen möglich ist.

Die IT-Systeme und die Daten der Gebäude gehören – egal bei welchem Organisationsmodell – in das Eigentum des Auftraggebers. In Praxisprojekten müssen wir jedoch immer wieder eine sehr schlechte Datenlage feststellen. Die Daten stellen eine wesentliche Grundlage für Organisationsentscheidungen dar – aus diesem Grund muss der Auf- und Ausbau der IT-Systeme sorgsam durchgeführt werden. Das Datenmanagement muss, gerade bei externen Leistungen, geplant werden.

Bei allen Organisationsmodellen ist zudem darauf zu achten, dass die externe Dienstleistung austausch- und somit wettbewerbsfähig bleibt. Aus diesem Grund sind Beteiligungsgesellschaften oder steuerliche Organschaften kritisch zu hinterfragen.

Die Organisation der Eigenleistung im Facility Management birgt noch sehr viele Optimierungspotenziale. Nur die wenigsten Unternehmen verfügen über ein Betriebskonzept oder über Betriebshandbücher für ihr Facility Management. Stellenbeschreibungen, Leistungskataloge, und Personalbedarfsermittlungen, all diese Punkte sind im Bereich der Eigenorganisation oft optimierungsfähig. Das Know-how in den Köpfen der Mitarbeiter war gestern, gefordert ist eine moderne, zielorientierte Organisation der Eigenleistung.

Bildnachweis: Fotolia| georgimironi

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Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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