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Mit System zur optimalen Fabrikplanung

Mit System Zur Optimalen Fabrikplanung

Stehen Sie auch vor der Herausforderung, immer kürzeren Produktlebenszyklen zu begegnen und Ihre Fertigung und Montage flexibel anpassen zu müssen? Oft können Produktionsabläufe diesen Anforderungen nicht gerecht werden, denn es gibt Restriktionen hinsichtlich der Halle, der Umbaumöglichkeiten oder durch den Standort.

MontageIm Rahmen der Fabrikplanung sollten Sie deshalb auf einige Grundsätze und Leitfragen zurückgreifen, die Ihnen dabei helfen, diese Herausforderungen besser zu bewältigen. Werfen Sie jetzt mit uns gemeinsam einen Blick auf mögliche Fragestellungen und hinterfragen Sie so Ihre eigene Fabrikplanung systematisch.

Lassen Sie uns zunächst die Motive der Fabrikplanung überdenken. Es gibt zahlreiche Ursachen, die für eine neue Fabrik sprechen.

Motive der Fabrikplanung

  • Der Markt ist für viele Fabrikplaner eines der Hauptmotive, die eine neue Struktur erforderlich machen: Gibt es neue Geschäftsfelder, die Sie erschließen möchten oder sind die Produktionsbedingungen an einem bestimmten Ort besser oder schlechter? Vielleicht sind Zulieferer oder Kunden bereits in einer Region tätig und für Sie ergeben sich Transportvorteile?
  • Ein weiterer Faktor ist der Kostendruck, der so manche Unternehmen zu einer neuen Fabrik motiviert. Vielleicht lässt sich durch die Verlagerung der Produktion ein Kostenvorteil erreichen? Sind Lohn-, Energie- oder Materialkosten anderswo günstiger oder ergeben sich Steuervorteile?
  • Als drittes Motiv lässt sich die Kapazität Sind alte Hallen ausgelastet und Sie brauchen neue Flächen und Arbeitsleistung, die Sie an dem bestehenden Ort nicht erreichen können, so wird der Bau einer neuen Fabrik nötig.
  • Der Zugang zu Ressourcen könnte ein weiterer Aspekt sein: Ermöglicht eine neue Fabrik den Zugang zu Fachwissen, beispielsweise das Know-how durch Ingenieure vor Ort? Oder produzieren Sie vielleicht in der Nähe von Rohstoffvorkommen?
  • Zusätzlich könnte es sein, dass ein neuer Standort wirtschaftliche Risiken verringert, beispielsweise weniger Lieferschwierigkeiten. Dazu könnten politische Gründe und Gefahren einen Umzug notwendig machen oder Sie gleichen vielleicht Devisenschwankungen aus?

6 Grundsätze der Fabrikplanung

Dass es die neue Fabrik geben soll ist für viele Planer also klar – aber wie sollten Sie anfangen? Für viele stellen die ersten Schritte die schwierigste Hürde dar. Damit Ihnen der Startschuss erleichtert wird, haben wir sechs Grundsätze für Sie zusammengestellt, die eine erste Orientierungshilfe bieten können:

1

Orientieren Sie sich am Wertstrom

Ein gutes Fabrikdesign kann nur effizient und erfolgreich sein, wenn Sie Ihre Prozesse und die logistischen Abläufe nach den Wertströmen ausrichten.

2

Kurze Wege sind das Ein und Alles

Achten Sie auf eine räumliche Nähe von Kommissionierung und Montage. Sie vermeiden dadurch Versorgungswege, die wiederum Verschwendung darstellen.

3

Fassen Sie Abläufe zusammen

Überprüfen Sie, welche Abläufe sich aggregieren lassen. Können Sie beispielsweise doppelte Anlagen zusammenlegen?

4

Positionieren Sie Schlüsselbereiche strategisch

Beachten Sie, dass dadurch der Materialfluss nicht gestört wird und Wachstum und Verbesserungen dennoch möglich sind.

5

Integrieren Sie indirekte Bereich in den Prozess.

Sie schaffen damit eine logistische Erleichterung.

6

Schließen Sie Veränderungen nicht aus.

Erweiterungen und Verkleinerungen im Rahmen von Produktionslinien oder Veränderungen in der Wertschöpfungstiefe müssen stets möglich sein und nicht von vornherein beschränkt sein.

Wertvolle Leitfragen im Rahmen der Fabrikplanung

Lean ManagementNeben den Motiven und Grundsätzen sind aber eine Vielzahl weiterer Fragen wichtig, um im Rahmen der Fabrikplanung letztlich das optimale Ergebnis herauszuholen. Wir haben versucht, für Sie einige Teilbereiche zu kategorisieren. Herausgekommen sind einige Leitfragen, die Sie sich im Rahmen der Fabrikplanung stellen sollten:

Teilbereich Fertigung

  • Welche Fertigungstechnologien gibt es, welche werden geplant?
  • Welche Technologien sind Kernkompetenz heute und welche in Zukunft?

Teilbereich Logistik

  • Welche Transporttechnologien gibt es heute?
  • Welche Lagertechnologien gibt es heute?

Teilbereich Investitionen

  • Welche Investitionen stehen an?
  • Wie alt werden unsere Maschinen im Durchschnitt?
  • Gibt es Maschinen, die nicht mehr gebraucht werden?

Teilbereich Automatisierung

  • Wie hoch ist der Automatisierungsgrad heute und zukünftig?

Teilbereich Gebäudeanforderungen

  • Welche Maschinen sind fest verankert und sollten nicht bewegt werden?
  • Ist eine Berankung nötig?
  • Wie muss das Fundament gestaltet sein?
  • In wieweit werden Reinräume benötigt?

Teilbereich Produktionsnetzwerk

  • Welche Rolle spielt der Standort im Produktionsnetzwerk?
  • Ist eine An- oder Belieferung von Schwesterwerken geplant?
Kata-Kurs

Teilbereich Personal

  • Was ist der durchschnittliche Kostensatz der direkten Mitarbeiter?
  • Ist Personalverfügbarkeit ein Thema?
  • Gibt es ein geplantes Schichtmodell?
  • Wie viele Mitarbeiter sind in den direkten und indirekten Bereichen beschäftigt?

Teilbereich Wertschöpfungstiefe

  • Gibt es Outsourcing Bestrebungen?

Teilbereich Raumstruktur

  • Was gibt es bei den indirekten Bereichen zu beachten?
  • Gibt es neue Bereiche (zum Beispiel Schulungsräume, Materiallager, Show-Rooms)?
  • Gibt es Wachstum in bestehenden Bereichen (Entwicklung, Werkzeugfertigung, Qualität)?
  • Gibt es Erweiterungspläne für Geschäftsbereiche oder Abteilungen?

Mit diesen Tipps sind Sie in den ersten Überlegungen zur Fabrikplanung hoffentlich schon einen Schritt weiter vorangekommen.

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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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