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Event-Sicherheit statt eventuelle Sicherheit

Event-Sicherheit Statt Eventuelle Sicherheit

Das Thema Sicherheit ist für einen Eventmanager immer ein zentraler Aspekt bei der Planung von Veranstaltungen. Christian Betz hat uns verraten, auf welche Faktoren Sie Rücksicht nehmen müssen und wie Sie ein für Ihr Event passendes Sicherheitskonzept erstellen. 

Christian Betz ist seit mehr als 25 Jahren im Veranstaltungswesen tätig. Sein Unternehmen Event Consult Europa widmet sich der Beratung von Unternehmen, Verbänden und Behörden zum Thema Veranstaltungssicherheit. Als Dozent an verschiedenen staatlichen und privaten Hoch- und Fachschulen gibt er sein Wissen weiter. Er ist Mitglied im IHK-Bundesausschuss „Veranstaltungskaufmann“ und bietet bundesweit Seminare und Schulungen rund um die Sicherheit bei Veranstaltungen an.

Aktuelle Gründe geben im Bereich des Eventmanagement immer wieder Anlässe, das Thema Sicherheit auf Veranstaltungen auf den Prüfstand zu stellen. Es gilt hier ein hohes Maß der Veranstaltungs- und Besuchersicherheit an den Tag zu legen, um aus den hohen Anforderungen aus Gesetzen, Normen, Regelwerken und den üblichen Verkehrssicherungspflichten nachzukommen.

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Das kann nur funktionieren, wenn ein Fachmann/Fachfrau zumindest bei größeren Events auch von der Seite der Sicherheit und Gesundheit beleuchtet. Einige der Eventagenturen gehen den durchaus vernünftigen Weg und binden gleich zu Beginn des Projektstarts in Form eines „Sicherheitschecks“ eine Fachagentur mit ein.

Aus solchen ersten Informationen können bereits viele Sicherheitsanforderungen rechtzeitig abgeleitet und Maßnahmen, die daraus entstehen, konkretisiert werden. Diese bilden die Grundlage für ein Sicherheitskonzept, einen Sicherheitsleitfaden oder andere spezifische Rahmen. Ein Schutzziel muss es sein, dass niemand der direkt oder indirekt mit der Veranstaltung zu tun hat, einen Schaden daraus erleidet.

„Es ist schon immer gut gegangen“ – Routine als unterschätztes Sicherheitsrisiko

Leider wird des Öftern aus Etatgründen oder fachliche Fehleinschätzung gerne auf Sicherheit verzichtet. Unter dem Motto „Es ist schon immer gut gegangen“ oder „Es ist in den letzten 10 Jahre nie etwas passiert“, ist leider immer wieder die Aussage der Eventmanager bzw. verantwortlichen Personen. Ein schlechter Wegweiser für die Zukunft denn, umso länger nichts passiert ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit das demnächst etwas passiert.
Achtung
Ob in Versammlungsstätten oder Veranstaltungen im öffentlichen Raum im Zuge der Sondernutzung, alle diese „Eventstätten“ müssen baulichen, organisatorisch, personell und materiell in einem einwandfreien Zustand errichtet sein. Eine Mamutaufgabe, berühren wir doch schon bei der kleinsten Veranstaltung schnell einmal rund 100 Gesetze, Normen, Regelwerke usw.

Wie kann eine Lösung aussehen?

Was es jetzt gilt: das Thema nicht zu verdrängen und es konzeptionell anzugehen. Formulieren Sie klare Schutzziele in Hinsicht der Arbeits- und Produktionssicherheit, der Sicherheit beim Ablauf der Veranstaltung bis hin zum Nachhausekommen aller Beteiligten. Unmöglich denken sie? Nein  es ist die Sorgfaltspflicht eines jeden Betriebes bzw. jedes Aufsichtsführenden auch an diese Fürsorgepflichten zu denken.

Eine solche Ausarbeitung zur Sicherheit beschränkt sich nicht nur auf klassische Bestuhlungspläne und die Platzierung von Sicherheitsdiensten. Vielmehr beinhaltet sie Dinge wie den Gegenstand des Konzeptes, die Beschreibung der Veranstaltung, beteiligte Institutionen, umfassende Gefährdungs- und Risikobeurteilungen, personelle Verantwortlichkeiten, Szenarien und deren Management, Planzeichnungen u.v.a.m.

Externe Experten für Veranstaltungssicherheit können hier ohne Abhängigkeiten beratend und lösungsorientiert tätig werden. Denn sie haben den Blick von außen und können aufgrund ihrer Erfahrung mit vielen anderen Events und Örtlichkeiten veranstaltungsspezifische Lösungen erarbeiten.

Umsetzung eines Sicherheitskonzepts

WhatsAppUmgesetzt werden kann ein Sicherheitskonzept erst, wenn gem. § 43,2 VStättVO das Einvernehmen der zuständigen Behörden vorliegt. Dieses Einvernehmen setzt nach allgemeiner Erfahrung mindestens 4 Wochen Vorlaufzeit voraus. Aber auch wenn wir mit der Veranstaltung nicht im Geltungsbereich der o.g. Verordnung liegen, gilt es zu prüfen, ob es nicht aufgrund der Vorgänge oder des Ablaufs besser wäre, ein Schutzkonzept zu erstellen.

Je nach notwendiger Sicherheitsarchitektur werden dabei zuständige Behörden wie z.B. Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Bauamt, Ordnungsamt, Straßenverkehrsbehörde involviert. Auch Bundespolizei, DLRG, THW, Bergwacht oder andere Träger der Sicherheit können betroffen sein.

Fazit

Wenn alle rechtlichen Regelungen beachtet wurden; wenn sämtliche Behörden, die zuständigkeitshalber bzw. nach der entsprechenden Analyse einbezogen wurden, ihre Freigabe erteilt haben; wenn auch der Veranstalter für die ausgearbeiteten Maßnahmen entsprechend in die Pflicht genommen wurde und ggf. für einzelne Szenarien auch noch Übungen oder Unterweisungen stattgefunden haben – nur dann kann ein Sicherheitskonzept neben der faktischen Erhöhung der Sicherheit auch einen haftungsrechtlichen Nutzen entfalten. Auch, wenn das Konzept dies eigentlich verhüten sollte: Tritt doch ein Ereignis ein, kann anhand des Sicherheitskonzeptes dargestellt werden, dass nach den vorliegenden Informationen alles unternommen wurde, um einen Schaden zu verhindern. Das ist ein sehr starkes Argument zur Abwehr von Ansprüchen Dritter.

Ein Marketingevent ist ein komplexes Projekt und Sie müssen alles im Griff haben. In dem Seminar „Eventmanagement“ erhalten Sie das das erforderliche Wissen und Handwerkszeug, um allen Anforderungen gerecht zu werden.
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