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Die Erwartungen an Logistikimmobilien wachsen

Die Erwartungen An Logistikimmobilien Wachsen

Die Logistikbranche floriert. Doch Logistikimmobilien haben ein schlechtes Image, sodass es immer wieder zu Protesten kommt. Es ist an der Zeit, die Akzeptanz von Logistikzentren zu stärken. Eine ästhetische Gestaltung ist dabei erst der Anfang. Diese sorgt nicht nur für städtebauliche Integration, sie gefällt auch den Investoren. Wir zeigen Ihnen, wie einfach es sein kann, Logistikimmobilien aufzuwerten und welche Anforderungen Investoren an diese haben.

Deutschland als absolutes Schwergewicht in der Logistik

Logistik gilt als Lebensader der modernen Volkswirtschaft. Vor allem in Deutschland stellt sie eine wichtige Basis des ökonomischen Wohlstands dar. Aus einer Untersuchung der Weltbank geht außerdem seit Jahren hervor, dass die Bundesrepublik eine, wenn nicht gar die weltweit stärkste, logistische Leistungsfähigkeit besitzt. Deswegen erstaunt es auch nicht, dass Deutschland auf Europa bezogen als das „absolute Schwergewicht im Logistikbereich“ zählt.

Deutschland hat es größtenteils seiner zentralen Lage, der sehr gut ausgebauten Infrastruktur sowie dem kontinuierlich zunehmendem E-Commerce zu verdanken, dass der Logistikmarkt floriert.

Vor allem die Verkehrslage Deutschlands sorgt für Vorteile. Mit dem gut ausgebauten Schienennetz, Europas längstem Autobahnnetz mit rund 12.500 Kilometern, den führenden Seehäfen in Hamburg und Bremerhaven sowie dem bedeutendsten europäischen Frachtflughafen in Frankfurt am Main, ist das auch nicht überraschend.

Logistik

Das wird von einer Logistikimmobilie erwartet

Von Logistikimmobilien wird heutzutage mehr erwartet: Sie müssen städtebaulich integriert werden, architektonische Ästhetik aufweisen und ökologisch nachhaltig sein. Gerade die städtebauliche Integration schien lange Zeit unmöglich. Das liegt vor allem an dem schlechten Image von Logistikzentren, was unter anderem mit ihrer Architektur zusammenhängt. Daher muss zum einen den Bürgern verdeutlicht werden, wie wichtig Logistikzentren sind und zum anderen auch mehr Wert auf die Gestaltung der Zentren gelegt werden.

Die einfachste Art, Logistikimmobilien zu verschönern, liegt in der Farbgebung. Auch das Spielen mit einem Materialmix und das Aufbrechen der Monotonie der Außenwände durch eine Glasfront kann ein Gebäude ästhetisch erscheinen lassen. Ein weiteres bewehrtes Mittel ist die Begrünung der Immobilie.

Es lohnt sich hierbei, einen Blick auf die Logistikimmobilien unserer Nachbarn in den Niederlanden oder in Österreich zu werfen. Diese verstehen es, mit einfachen Methoden ihre Bauwerke aufzuwerten. Dabei haben sie keine Angst vor Experimenten.

Schöne Logistikhallen verkaufen sich besser

Aber auch in Deutschland wird bereits vermehrt auf Ästhetik gesetzt. Architekt Luigi Gallo vom Hamburger Metroplan berichtete in der Süddeutschen Zeitung von einem Projekt, bei dem auf einer Brücke Pakete vom Hochregallager zu einer Verteil-Anlage transportiert werden. Um dem Einspruch der Stadt zu umgehen, habe man anstatt einer einfachen Verkleidung etwas Besonderes entwickelt, sodass die Brücke nun beleuchtet und mit einer Grafik bespielt wird.

Doch nicht nur aufgrund des Bürgerwillens setzen Architekten und Entwickler immer häufiger auf ein besonderes Aussehen: Attraktive Hallen lassen sich einfach besser vermieten. Dieser Gedanke gewinnt an Relevanz, da Top-Logistikimmobilien nicht mehr für zehn, sondern nur noch für drei oder vier Jahre gemietet werden.

Auch die Multifunktionalität der Logistikimmobilien wird immer wichtiger. Denn auch durch Multi-Tenant- und Multi-Use-Objekte erhöht sich die Drittverwendungsfähigkeit. Außerdem wird gleichzeitig ein stabiler Cashflow gesichert.

Zertifizierungen 2010 bis 2015

  • LEED 0,5 %
  • BREEAM 2,5 %
  • EU-Green-Building 4,2 %
  • DGNB 92,8 %

Zertifizierungspflicht für Logistikzentren

Eine weitere wichtige Anforderung von Logistikimmobilien ist heutzutage ein Green Building Zertifikat. Dieses wird von Investoren geradezu gefordert, da sich dadurch ein gewisser Mehrwert herauskristallisiert. Eine Zertifizierung hat sich damit von einem „Nice to have“ zu einem „Must-have“ entwickelt. Es geht jedoch weniger um den Umweltschutz und die Ökobilanz, als vielmehr um die möglichst niedrigen Nebenkosten.

Ein Fünftel der zwischen 2010 und 2015 fertiggestellten Logistikflächen sind zertifiziert. Die meisten Gebäude weisen dabei eine DGNB Zertifizierung auf.

Quelle: „Logistik und Immobilien 2015. Viele Perspektiven. Eine Studie.“ der bulwiengesa AG mit Berlin Hyp, Bremer AG, Goodman Germany und Savills.

Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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