Überspringen zu Hauptinhalt

5 erfolgreiche deutsche Startups, die Sie kennen sollten

5 Erfolgreiche Deutsche Startups, Die Sie Kennen Sollten

Wenn das Wort Startup fällt, denken die meisten gleich an das Silicon Valley. Doch auch Deutschland hat zahlreiche neue Unternehmen zu bieten, die sogar internationalen Erfolg aufweisen. Fast jeder von uns kennt Zalando, Soundcloud und XING. Wir stellen Ihnen fünf weitere erfolgreiche deutsche Startups vor, die auch internationale Erfolge feiern – und dabei auch noch Hunderte Millionen Euro verdienen.

Kiwi.ki — Schlüssel ade

Kiwi.ki ist ein Startup, das 2012 von Dr. Claudia Nagel, Dr. Christian Bogatu und Peter Dietrich in Berlin gegründet wurde und mittlerweile von dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird. Denn Kiwi befindet sich an der Schnittstelle für Smart Cities und Smart Homes.

Was genau macht Kiwi? Kiwi öffnet Türen und das laut den Herstellern „Sicher, intelligent, komfortabel. Ohne Suchen, ohne Knöpfe, ohne Schlüssel.“ Für das Öffnen der Türen wird ein kleiner Sender oder das Smartphone genutzt. Der Sender übermittelt per Funk elektromagnetische Wellen an das Kiwi-Modem und öffnet die Tür automatisch, wenn sich der Bewohner der Tür nähert. Gästen kann via Smartphone Zugang gewährt werden. Wer jetzt um die Sicherheit besorgt ist, kann aufatmen: Kiwi.ki erstellt keinerlei Gewohnheits- oder Nutzungsprofile. Außerdem sind die Sicherheitsstandards des Berliner Startups um ein Vielfaches höher als bei vergleichbaren Technologien, denn die Kommunikation zwischen Sensor und Ki, also dem Sender, verläuft auf Basis von verschlüsselten Zufallszahlen. Das überprüften weltweit anerkannte Verschlüsselungsexperten und sogar White Hat Hacker. Die Methode wurde mittlerweile sogar zum Patent angemeldet.

Kiwi.ki bringt unterschiedliche Nutzergruppen zusammen. Nicht nur Hausbewohner profitieren von diesem innovativen Produkt, es ist zudem hilfreich für Menschen mit Behinderungen, Notdienste und die Feuerwehr. Die Deutsche Post und das Berliner Müllentsorgungsunternehmen Alba benutzen dieses Schlüsselsystem auch bereits, da es ihren täglichen Aufwand erheblich minimiert. Anfang des Jahres 2016 wurde die Produktpalette von Kiwi.ki noch erweitert. Neben Hauseingangstüren können nun auch Kellertüren mit dem System geöffnet werden.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=eELwvApwpyw

Number26 – Europas modernstes Girokonto?

Zunächst war lediglich eine Kreditkarte für Teenager namens Papayer geplant, doch dann wurde stattdessen 2014 Number26 von Valentin Stalf gegründet. Das angeblich modernste europäische Girokonto richtet sich damit nicht mehr an junge Menschen, sondern an alle. Number26 ist ein Konto auf Guthabenbasis. Das Startup ist jedoch keine Bank, das Geld wird stattdessen bei Wirecard in München angelegt.

Das Herzstück von Number26 ist die zugehörige App. Mit dieser können Ausgaben wie in einem Facebook-Stream beobachtet werden. Bei jedem Bezahlvorgang bekommt der Nutzer eine Push-Mitteilung mit Betrag und dem Namen der Institution. So kann jeder sein Konto in Echtzeit verfolgen. Außerdem ordnet das System die Einkäufe automatisch in Kategorien ein, sodass auf den ersten Blick ersichtlich wird, wieviel Geld für Lebensmittel oder Kleidung ausgegeben wurde.

Die Kontoführung von Number26 ist kostenlos und auch im Ausland kann das Geld mit der zum Teil durchsichtigen Kreditkarte ohne jegliche Kosten abgehoben werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass mit Money Beam Geld an Freunde und Bekannte überwiesen werden kann – und das ohne IBAN und BIC. Andere Number26-Kunden erhalten das Geld sofort.

Seit Dezember 2015 wurde auch der größte Kritikpunkt aus dem Weg geräumt: Number26 bietet einen Dispositionskredit an, der nach der Kontoeröffnung optional beantragt werden kann. Wir sind gespannt, wie sich das jetzt schon erfolgreiche deutsche Startup weiterentwickelt.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=jmrg2K4UA58

Erfolgreich ohne Investoren und Marketing: Sociomantic

Zahlreiche Ideen wurden von Thomas Nicolai, Lars Kirchhoff und Thomas Brandhoff in Berlin entwickelt und verworfen, bis sie bei dem Konzept einer Demand-Side-Plattform angelangt sind. So wurde 2009 Sociomantic geboren – und das mit nur 3000 Euro Startkapital. 2014 wurde das erfolgreiche deutsche Startup an das Tesco-Tochterunternehmen Dunnhumby für einen dreistelligen Millionenbetrag verkauft.

Die Erfolgsgeschichte des Berliner Startups war rasant. In nur kurzer Zeit ist es zu einer der führenden Plattformen für Real-Time-Bidding geworden. Schon vor der Übernahme von Dunnhumby zählte Sociomantic Schwergewichte wie Zalando,  Dafiti und Rakuten zu seinen Kunden. Dabei haben die drei Gründer keinerlei Werbung gemacht und sich stets im Hintergrund gehalten. Von außen wurde außerdem nie Kapital aufgenommen, sondern alles selbst finanziert.

Das Besondere an diesem Unternehmen sind zum einen die Mitarbeiter. Knapp zehn Prozent sind von Google zu dem Berliner Startup gewechselt, unter anderem auch der CEO Jason Kelly. Zum anderen ist natürlich ihre Vision für den Erfolg verantwortlich: Durch eine intelligente Datennutzung soll Marketing individueller und persönlicher gestaltet werden. Denn Sociomantic schaut im Interesse der Advertiser, welche Anzeige um welche Uhrzeit ideal ist für den individuellen Nutzer.

Wie Sociomantic genau funktioniert, sehen Sie hier:

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=CZkKSzO6I_E

Ein Muss für alle Programmierer: RhodeCode

Ein weiteres erfolgreiches deutsches Startup, das beinahe explosionsartig wächst, ist RhodeCode. Erst 2013 wurde das Unternehmen gegründet. Doch bereits vorher war die Idee vorhanden und wurde als Hobby realisiert. Beinahe nebenbei hat Marcin Kuzminski, heutiger CTO, die Software entwickelt. Mitbegründer Sebastian Kreutzberger ist zudem keine unbekannte Größe in der Startup-Szene. Er war Mitglied der 6Wunderkinder, die ihre App Wunderlist für über 200 Millionen an Microsoft verkauften.

Diese App wurde für über 200 Millionen an Microsoft verkauft:

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=4KIlt1ZPxU0

Was war die Idee der beiden Gründer? Mit RhodeCode sollen viele Programmierer gleichzeitig an einer Softwareentwicklung arbeiten können. Da alles in der privaten Cloud des Kunden passiert, wird eine maximale Sicherheit garantiert. Daher interessieren sich vor allem sicherheitssensible Einrichtungen für RhodeCode, unter anderem Cisco, die US Navy, der Rüstungskonzern Raytheon und das US-amerikanische Energieministerium.

Bereits ein Jahr nach der Entwicklung wurde RhodeCode in 80 Ländern in über 10.000 Firmen genutzt. Dafür zahlten die Unternehmen bereits zwischen 10.000 und 150.000 Dollar pro Jahr. RhodeCode war und ist damit schon damals das weltweit meist-genutzte Open Source-Source Code Management System (SCMS).

Einfache und transparente Versicherung ohne Fachchinesisch mit Community Life

Anfangs glaubte die Versicherungsbranche, dass sie vor der Digitalisierung sicher sei. Das 2014 gegründete Community Life beweist das Gegenteil. Bei dem Startup in Kelkheim bei Frankfurt können Versicherungen komplett online abgeschlossen werden. Gegründet wurde das Unternehmen von Claudia Lang und ihrem Ehemann Stefan Keck. Beide haben über 20 Jahre Erfahrung in der Versicherungsbranche. Doch bei Community Life handelt es sich nicht um ein Versicherungsinstitut, sondern lediglich um einen Vermittler. Das Startup arbeitet mit iptiQ, einer Tochterfirma der Swiss Re, zusammen.

Zurzeit bietet Community Life nur eine Berufsunfähigkeits- und eine Risikolebensversicherung an. Es sind aber weitere Versicherungsarten geplant. Das Herzstück des Startups bildet jedoch die Online-Community. Hier können sich die Verbraucher schnell und einfach über Versicherungen informieren und austauschen. Transparenz und Fairness wird ebenfalls großgeschrieben bei Community Life. Die abgeschlossenen Verträge können jederzeit online eingesehen und verwaltet werden. Auch die typische Juristensprache fällt weg. Es gilt die 15 Wörter Regel: Kein Satz eines Vertrages darf dieses Maximum übersteigen. Falls trotzdem noch Fragen aufkommen, können diese telefonisch oder per Live-Chat sowie E-Mail geklärt werden. Der Vertragsabschluss soll maximal zwischen 15 und 30 Minuten dauern und der Preis ist jederzeit einsehbar. Während der Laufzeit ändern sich die Preise außerdem nicht mehr. Die Versicherungsvermittler verzichten auch auf die Abschlussprovision.

Community Life ging 2015 als absoluter Sieger beim ÖKO-TEST im Bereich Risikolebensversicherung hervor. In allen acht getesteten Musterfällen belegte das Kelkheimer Startup den ersten Platz – und das bei 328 getesteten Tarifen.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=vOriKPA8tGo
Digitalisierungs Report 2018

Digitalisierungs-Report 2018

Hat die DSGVO die digitalen Strategien der deutschen Unternehmen auf Eis gelegt oder ist Deutschland einen Schritt weiter hin zum Vorreiter in Sachen Digitalisierung? Antworten auf 8 brennende Fragen erhalten Sie in unserem neuen Report!
Jetzt kostenlos herunterladen!

Bildnachweis: Fotolia/lassedesignen

Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

An den Anfang scrollen

Künstliche Intelligenz: Mythen, Daten & Fakten

Welche KI-Mythen sind wahr? Lernen Sie beim Lesen oder Filmeschauen die neusten Debatten zur Künstlichen Intelligenz kennen und erweitern Sie Ihren Horizont!

Jetzt mehr erfahren!

Download: KI kann auch unterhaltsam sein!