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Erfolgreich mit moderner Mitarbeiterführung: So bleibt Ihr Team motiviert und engagiert.

Erfolgreich Mit Moderner Mitarbeiterführung: So Bleibt Ihr Team Motiviert Und Engagiert.

Führung von der hohen Kanzel, mit autoritären Methoden und Kontrolle sind nicht mehr zeitgemäß. In der modernen Arbeitswelt müssen Führungskräfte sich anpassen und geeignete Methoden kennen, mit denen sich Mitarbeiter langfristig leistungsfähig und motiviert bleiben. Der richtige Grad an Kontrolle und Eigenverantwortung spielt eine große Rolle.

Felicia Vollkammer ist Beraterin bei Rosenberger & Partner in Wiesbaden. Die Psychologin, M.Sc., mit Schwerpunkt Wirtschaftspsychologie, betreut Projekte im Bereich Personal- und Führungskräfteentwicklung, Konfliktmanagement und Stress- und Burnoutprävention. Vor ihrer Beratertätigkeit war Felicia Vollkammer Expertin für Personalentwicklung mit Schwerpunkt Führungskräfteentwicklung bei der R+V Versicherung AG sowie Dozentin an der Führungsakademie Baden-Württemberg, der Universität Mannheim sowie dem Bildungszentrum der Bundeswehr.

Felicia Vollkammer

Felicia Vollkammer

Frau Vollkammer hat uns im Interview erklärt, wie Sie als Führungskraft von heute richtig handeln und auf welche Soft Skills es wirklich ankommt.

Welche modernen Instrumente der Motivation können Sie uns an die Hand geben?

In der Tat gilt es die zwei Pole in der Führungsarbeit miteinander in Einklang zu bringen. Gleichzeitig ist es mir ein besonderes Anliegen, dass der Kontrollbegriff nicht negativ aufgefasst wird, sondern mit einem positiven Grundverständnis von Mitarbeiterführung versehen wird. Es geht eben nicht darum, einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu überwachen, sondern die Arbeitsprozesse im Blick zu behalten und bei Bedarf zu optimieren. Zum anderen muss eine gesunde Führung die Kreativität und die Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter fördern und nutzen, indem ihnen möglichst viel Eigenverantwortung und Souveränität in der konkreten Arbeitsumsetzung übertragen werden. Diese Dichotomie sollte nicht als Gegensatz begriffen werden, sondern als entscheidender Faktor, um zufriedene, engagierte und motivierte Mitarbeitenden langfristig für das Unternehmen begeistern zu können. Prinzipiell sollte der Grundsatz gelten: Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser.

Wie kann Kontrolle gelingen, ohne die Mitarbeiter zu demotivieren?

MitarbeitergesprächeEs ist zunächst von großer Bedeutung, das wechselseitige Rollenverständnis transparent zu kommunizieren und stets auch klar zu machen, dass es keine Hierarchie der Wichtigkeiten bezogen auf die beteiligten Persönlichkeiten gibt. Jede und jeder ist von jeder und jedem abhängig. Diese Form des Teamspirits lässt Kontrolle auch nicht in dem eher negativ besetzten Verständnis erscheinen. Eine Führungskraft muss verschiedene Leitungsaufgaben wahrnehmen und fungiert zugleich als Bindeglied zwischen seinen Mitarbeitenden und der höheren Führungsebene. Im Kern geht es also darum, ein wechselseitiges Verständnis für die jeweiligen Verantwortungsbereiche zu etablieren und Respekt, Transparenz und Integrität zum Maßstab aller werden zu lassen.

Prinzipiell sollte der Grundsatz gelten: Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser.

Welche Fehler kann man insbesondere im Hinblick auf das Mitarbeitergespräch machen?

GesprächsbesprechungenMitarbeitergespräche sind oftmals atmosphärisch für beide Parteien speziell. Die Führungskraft hat den Balanceakt zwischen konstruktiver Kritik und Wertschätzung beziehungsweise Lob zu stemmen. Die Mitarbeitenden erwarten gleichzeitig eine positive Zukunftsperspektive und auch eine Genugtuung für den vergangenen Arbeitseinsatz. Eine gute Gesprächsführung im Sinne einer Berücksichtigung wichtiger Prinzipien, wie das Einhalten von Feedbackregeln oder das aktive Zuhören, bilden dabei die Basis. Die größten Fehler, die eine Führungskraft im Mitarbeitergespräch machen kann, liegen in meinen Augen in einer Verletzung der Beziehungsebene: Spitze Kommentare, geringschätzige Bemerkungen, Ablenkungen und damit fehlende Aufmerksamkeit oder auch die schlichte Abwesenheit von offenen Fragen. Eine Führungskraft muss an seinen Mitarbeitenden ernsthaft interessiert sein und Empathie nicht nur zeigen, sondern auch leben. Letztlich ist das Mitarbeitergespräch aber nur dann für beide Seiten ein hilfreiches Instrument, wenn auch zwischen zwei Gesprächsterminen konstruktive Umgangsformen zum Arbeitsalltag gehören.

Welche Rolle spielt das Gehalt für die Motivation?

Eine nicht ganz einfach zu beantwortende Frage. Für viele gehören finanzielle Anreize zu den Hauptquellen für Motivation. Motivationsstrukturen und Prioritäten sind jedoch individuell verschieden und lassen sich nicht allgemeingültig definieren. Für eine überwiegende Anzahl an Mitarbeitenden kommt es für ihre Zufriedenheit jedoch auch auf die Rahmenbedingungen jenseits der Lohntüte an: Werde ich wertgeschätzt? Lässt mein Arbeitgeber auch Freiräume für private Entwicklungen wie die Familienplanung oder die Pflege Familienangehöriger zu? Fördert mein Arbeitgeber individuelle Entwicklungen wie Projekte, Fortbildungen oder Schulungen? Werde ich in meiner physischen und psychischen Gesunderhaltung unterstützt? Insgesamt muss wohl konstatiert werden, dass gute Führung immer mehrgleisig gedacht werden muss. Offenheit für die Bedürfnisse des Gegenübers ist hierbei ein ganz wesentlicher Baustein.

Sie sind neu in Ihrer Position als Führungskraft?

Wir unterstützen Sie dabei, das erforderliche Rüstzeug einer modernen Mitarbeiterführung zu erlernen. Sie erfahren in diesem Seminar, was Führung ausmacht und wie Sie sich als Führungskraft positionieren. Nur wer sich selbst und seine Rolle als Vorgesetzter reflektiert, kann bewusst und aktiv führen.

Vom Kollegen zum Vorgesetzten

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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Danke für den Artikel. Besonders hat mir der Satz gefallen, dass jeder unterschiedliche Motivationsstrukturen hat. Das wird oft übersehen und es wird nach einer Lösung für alle gesucht. Doch jeder ist anders und braucht unterschiedliche Anreize. Einen motivieren flexible Arbeitszeiten, andere sind durch finanzielle Anreize motiviert. Für den Arbeitgeber wäre es ideal, wenn Mitarbeiter eigenmotiviert sind, ihre Aufgaben zu erledigen. In diesem Fall benötigt man keine Belohnung. Sondern reicht es Bedienungen zu schaffen, dass die Mitarbeiter Interesse an den Tätigkeiten haben, die Ihnen zugeordnet sind.

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