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Wie und warum Führungskräfte Empathie zeigen sollten

Wie Und Warum Führungskräfte Empathie Zeigen Sollten

Empathie bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, die Empfindungen, Emotionen, Gedanken, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen, zu verstehen und nachempfinden zu können. Deshalb ist in diesem Zusammenhang auch oft von Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl die Rede. Aber was bedeutet das für Sie als Führungskraft?

Oftmals wird in der Arbeitswelt noch nicht verstanden, dass gerade empathisch zu sein, ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Führungskräfte darstellt. Nur wenige haben das bereits verstanden und nutzen die Kraft der Empathie für sich und ihr Team. Und das sollten Sie auch!

Empathie – die Kunst, zwischen den Zeilen zu lesen

Ihre Empathie hilft Ihnen dabei, die Bedürfnisse Ihres Gegenübers oder auch von Konfliktparteien besser zu erkennen und deren Gefühle richtig zu deuten – und das auch zu zeigen. Ihre Gesprächspartner fühlen sich dadurch verstanden und Sie finden gemeinsam leichter Lösungen, weil Sie die Beweggründe für den entstandenen Konflikt verstanden haben.

Als empathische Führungskraft gehen Sie so zum Beispiel nicht voreingenommen von Inkompetenz oder schlechten Absichten Ihrer Mitmenschen aus, sondern hinterfragen Situationen oder das jeweilige Verhalten. Durch Ihre Empathie sind Sie also in der Lage, zu hinterfragen, warum Geschäftspartner, Mitarbeiter oder Vorgesetzte so denken, fühlen und handeln, wie sie es eben tun. Denn Sie achten neben den verbalen Äußerungen auch auf alle nonverbalen Informationen wie den Gesichtsausdruck, die Körperhaltung, aber auch auf die Art des Sprechens. Als empathische Führungskraft erkennen Sie schnell die Motivation hinter dem Handeln einer Person und können dadurch auch feststellen, welche Aufgabe welchem Ihrer Teammitglieder am besten liegt und dementsprechend passgenau an Ihre Mitarbeiter verteilen. Empathisch zu sein, bringt also entscheidende Vorteile in der Führungsarbeit mit!

Gute Führungskommunikation verlangt Empathie

Führungskräfte müssen aufrichtig an der Beziehung mit ihren Mitarbeitern interessiert sein. Wenn Sie also das Interesse an einem Ihrer Mitarbeiter oder dessen Arbeit nur vortäuschen, wird dieser das sofort spüren. Ihr mangelndes Interesse wird wesentlich dazu beitragen, dass Ihr Mitarbeiter die Motivation für seine Arbeit verliert. Hören Sie als Führungskraft hingegen aktiv zu, sind aufmerksam und interessieren sich für Ihren Mitarbeiter, erhält dieser das Gefühl der Wertschätzung und seine Leistungsbereitschaft und Produktivität werden sich positiv entwickeln. Sie sehen, Empathie zu zeigen, ist ein wichtiges Instrument erfolgreicher Führungskommunikation.

Mit Selbstreflexion empathischer wirken

Genauso wichtig, wie Empathie für andere Personen zu zeigen, ist aber die Selbstempathie – also auch die eigenen Gefühle, Gedanken und Emotionen zu erkennen und zu verstehen. Dabei spielen Fragen wie „Wer bin ich wirklich?“ und „Was will ich wirklich?“ eine bedeutende Rolle. Die Fähigkeit zur Empathie ist dem Menschen prinzipiell angeboren. Es kann aber zu sogenannten Empathie-Lücken kommen, auch noch im erwachsenen Alter. Die Ursache dafür ist das gänzliche Fehlen oder eine geringe Ausprägung von Empathie in bestimmten Situationen, zum Beispiel durch sich wiederholende Konfliktmuster, Erlebnisse, über die man sich ärgert oder auch solche, die Verletzung, Scham oder Schuld auslösen. Diese Empathie-Lücken können wiederum durch neue Empathie aufgefüllt werden, indem Sie unverarbeitete Erfahrungen und emotionale Verletzungen klären. Dazu sollten Sie Denken, Fühlen und Handeln von Zeit zu Zeit reflektieren, analysieren und hinterfragen.

5 Tipps, mit denen Sie als Führungskraft Empathie zeigen

Hinterfragen Sie sich selbst. Betrachten Sie sich realistisch-kritisch und überprüfen Sie dabei regelmäßig, ob Sie mit Ihrem Team wirklich fair umgehen – auch in emotionaler Hinsicht.

Fragen Sie sich in Gesprächen immer wieder, wie es Ihren Mitarbeitern in der aktuellen Gesprächssituation geht und versetzen Sie sich innerlich in deren Situation.

Fragen Sie bei Unklarheiten unbedingt konkret nach.

Haben Sie bei Gesprächen mehr Geduld und unterbrechen Sie denjenigen, der spricht, nicht, sondern lassen Sie ihn ausreden. Gesprächspausen der Mitarbeiter können ein Zeichen für Unklarheiten oder Ratlosigkeit sein. Füllen Sie Gesprächspausen nicht sofort mit eigenen Redebeiträgen. Sie wirken empathisch, indem Sie auf verbale und nonverbale Hinweise achten und darauf eingehen.

Erklären Sie Ihren Beschäftigten, dass Sie sie bei ihrer persönlichen Entwicklung unterstützen werden und ihnen die nötigen Ressourcen verschaffen.

Letztendlich stellen wir fest, dass ein empathisches Führungsverhalten weit vom Vorurteil des „Weich seins“ oder einem schwachen Verhalten entfernt ist. Vielmehr geht es darum, dass Sie als Führungskraft Ihrer Belegschaft dabei helfen, sich selbst und ihr Potenzial zu entfalten, um Erfolg zu haben. Mit der nötigen Empathie können Sie die besten Voraussetzungen für eine schnelle Problembewältigung, hohe Motivation, mehr Kreativität und echte Innovation schaffen.

Katharina Meischen

Ich bin Auszubildende bei Management Circle und derzeit in der Abteilung Marketing eingeteilt. Ich freue mich Sie mit hilfreichen Tipps und spannenden News informieren zu können.

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