Digitale Kompetenzen als Ausbilder: Wir machen Sie fit für neue Azubis

Generation Y - Generation Z

Eine neue, junge Generation an Auszubildenden hat bestimmt auch in Ihrem Betrieb angefangen zu arbeiten. Andere Generation heißt auch andere Lernansprüche, veränderte Kommunikation und digitale Lehrkonzepte. Gerade im Mangel an Bewerbern und Nachwuchskräften müssen Sie als Ausbilder sich innovativ und zeitgemäß präsentieren, um bei potenziellen Azubis zu punkten. Wir haben für Sie zusammengefasst, was Azubis sich wünschen und wie Sie diese über digitale Kanäle motivieren und erreichen.

Lehrer, Bezugsperson, Kollege: Die Rolle des Ausbilders hat sich verändert

KundenbedürfnisseProzesse in Unternehmen wurden digitaler, optimierter, es findet eine größere Teilhabe der Mitarbeiter statt. Das alles hat dazu geführt, dass sich die Rolle der Ausbilder in den letzten Jahren stark verändert hat. Sie sind vom autoritären Lehrer viel mehr zur Bezugsperson und zum Kollegen und Coach geworden. Die Ausbildung auf Augenhöhe und mit Motivation hat dazu geführt, dass sich das Verhältnis zu den jüngsten Schützlingen in vielen Betrieben anpassen muss. Die Generationen Y und Z sind daran gewöhnt, unabhängiger und kollaborativ zu lernen. Das Internet ist allgegenwärtig und wird als Lern-Medium genutzt. Da müssen Sie als Ausbilder schritthalten und die neuen Bedürfnisse kennen.

Digitale Kommunikation gehört mit dazu

Aber welche Bedürfnisse sind das und wie können Sie diesen gerecht werden? Allen voran hat sich die Kommunikation der neuen Generation Azubis verändert. E-Mail ist nicht mehr das Wunsch-Medium der unter 20-Jährigen heute: Zu förmlich, zu lang, zu aufwändig. Slack, Messenger und WhatsApp haben die Standard-Mail längst abgelöst. Das können Sie auch für die Ausbildung nutzen! Informieren Sie sich, ob und wie diese Medien bei Ihnen im Betrieb eingesetzt werden könnten. Eine Chat-Gruppe ist nicht nur nützlich, um die Azubis zu erreichen, es verbessert auch den Zusammenhalt und das Betriebsklima, wenn man zum Wochenende mal ein Giphy sendet mit netten Grüßen oder wenn wichtige Infos auch in der Berufsschule gelesen werden. Zudem macht es Sie nahbarer und Sie werden als Ausbilder als Teil des Teams wahrgenommen.

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Stellen Sie ein digitales Lernportfolio zusammen

Digitale Lernmethoden sind ebenfalls eine Möglichkeit, junge Auszubildende zu fördern und zu motivieren. Je nach Ausbildungsberuf und -betrieb eignen sich unterschiedliche Lernmethoden und Ansätze vielleicht besser oder schlechter.

Einige digitale Lernformate haben wir hier für Sie kurz vorgestellt:

Blended Learning

Bei dieser Lernform wird ein e-Learning-Format kombiniert mit einem Präsenz-Training. Gerade als Unternehmen mit vielen Auszubildenden profitieren Sie davon, wenn Standard-Trainings wiederholt in elektronischer Form gezeigt werden können und Sie dafür nicht jedes Mal einen neuen Vortrag vor den Azubis halten müssen. Verpasste Trainings können schnell nachgeholt werden und der Medien-Mix ist didaktisch sehr sinnvoll.

3D Klassenraum

In der virtuellen Realität kann nichts passieren, dennoch können Ihre Auszubildenden kreativ sein und sich ausprobieren. In praktischen Berufen ist das sehr nützlich. Geben Sie Ihrem Präsenzunterreicht eine aktive, neue Note!

OER

Hinter der Abkürzung verbirgt sich der Begriff Open Educational Resources, was also alle frei verfügbaren Lernmaterialien im Internet beinhaltet. Als Ausbilder haben Sie heute die Möglichkeit, auf ein sehr breites Spektrum dieser Ressourcen zuzugreifen. Prinzipiell sollten Sie diese Lern- und Forschungsunterlagen nutzen und für die Ausbildung einsetzen. Es war nie einfacher, sich mit nützlichen Materialien für die Lehre auszustatten, beispielsweise bei Wikipedia, YouTube oder der Lernplattform kahoot!. Aber beachten Sie: Sie können nur gemeinfreie Inhalte verwenden und weitergeben, also solche, bei denen Sie keine Lizenzrechte verletzen.

MOOCs:

Die Abkürzung steht für Mass Open Online Courses und dahinter verbirgt sich ein Lernmodell, das online genutzt wird. Hierbei werden bekannte Medien, wie Videos, interaktive Foren, Tests, Quizze oder virtuelle Klassenzimmer kombiniert und für eine sehr große Menge an Menschen zur Verfügung gestellt. In der Regel sind diese Kurse kostenfrei und können über das Internet besucht werden. Sie ermöglichen den Austausch mit anderen Lernenden und eignen sich gegebenenfalls zur Ergänzung der klassischen Ausbildungselemente.

Viele dieser neuen Methoden werden sich nicht nur für die Ausbildung durchsetzen, sondern auch in der Personalentwicklung nutzt man diese neuen Formen des digitalen Lernens.

Digitalisierung: Ihre neue Rolle als Ausbilder

Besuchen Sie unsere zweitägige Veranstaltung Digitale Kompetenzen für Ausbilder, um neue Impulse und Anregungen für Ihre tägliche Arbeit als Ausbilder zu erhalten. Erfahren Sie von unseren Expertinnen, was Azubis benötigen und erwarten und wie Sie digitale Lernmethoden wie MOOCs, OER und Learning on demand in den Lehrplan integrieren.
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Generation Z in der Ausbildung

Welche Erwartungen hat die Generation Z an ihre Ausbildung? Wir klären für Sie, was diese neue Generation auszeichnet und wie Sie diese mit Ihrem Ausbildungsprogramm erreichen.
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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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