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Digital Stores – 7 Beispiele, wie stationäre Händler ihre Kunden digital begeistern

Digital Stores – 7 Beispiele, Wie Stationäre Händler Ihre Kunden Digital Begeistern

Die Digitalisierung hat das Marketing und den Handel in den letzten Jahren stark beeinflusst. Der Online-Handel boomt und ist eine ernstzunehmende Konkurrenz für den stationären Handel. Selbst Lebensmittel werden inzwischen viel über das Internet bestellt und nicht mehr zwingend direkt im Einzelhandel vor Ort gekauft. Aber wie können stationäre Händler dem entgegenwirken und erfolgreich bleiben? Die Lösung sind Digital Stores, das heißt Geschäfte, die ihre Kunden mit digitalen Lösungen und praktischen Features am Point of Sale begeistern und bei Ihrem Einkauf unterstützen. Wir zeigen Ihnen in diesem Beitrag sieben Beispiele, die Händler dazu inspirieren sollen, mit Hilfe der Digitalisierung im stationären Einzelhandel durchzustarten und sich im Kampf gegen den Online-Handel behaupten zu können..

1.    Geschäfte ohne Kassen

Die Amazon Go-Stores machen es vor. Hier kann man, ohne an die Kasse zu gehen, einkaufen. Kein in der Schlange stehen mehr und kein warten. Das System dahinter funktioniert einfach. Man lädt sich die Amazon Go-App auf sein Smartphone herunter, hält den dort eingetragenen QR-Code beim Betreten des Geschäfts an einen Scanner und wird ab diesem Zeitpunkt als 3D-Objekt gescannt und getrackt. Sensoren und Kameras tracken während des Aufenthaltes im Laden, was in den Einkaufswagen gepackt wird. Am Ende des Einkaufs kann man den Laden verlassen, ohne zu zahlen. Die Rechnung erhält der Kunde im Anschluss ganz bequem in seiner App und per E-Mail. Diese digitale Lösung erleichtert den Einkauf enorm und verringert außerdem die Einkaufszeit für den Kunden – ein positives Einkaufserlebnis!

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https://www.youtube.com/watch?v=NrmMk1Myrxc

2.    Läden ohne Sortiment

Ein komplettes Geschäft, jedoch ohne Sortiment vor Ort. Das ist das System der Nordstrom Local Geschäfte. Das Unternehmen legt besonderen Wert auf eine ausführliche und qualifizierte Kundenberatung sowie ein unbegrenztes Online-Sortiment. Da der Laden weitaus kleiner ist als gängige Geschäfte, kann die Kundschaft vor Ort entsprechend gut betreut betreut werden. Über eine App können Kunden ihre Lieblingsprodukte auswählen, die dann aus den umliegenden Lagern und Filialen des Unternehmens in das Geschäft geliefert werden. In der Zwischenzeit können die Kunden an der Bar Platz nehmen oder im Beauty-Bereich warten und so dem Einkaufsstress in großen oder gar überfüllten Geschäften ganz leicht entgehen. Unserer Meinung nach ein gutes Beispiel dafür, wie Händler Kunden mit Hilfe von Digital Stores an sich binden können.

3.    Intelligente Umkleidekabinen

Der Warenhausbetreiber Macy’s in Kalifornien hat eine besondere Art von Umkleidekabine entworfen. Kunden können per Tablet Klamotten ordern und bekommen diese dann durch einen Schacht geliefert. Wie funktioniert das? Der Kunde sucht sich im Verkaufsraum die gewünschten Artikel aus, diese werden gescannt und vom Personal in die Kabine gelegt. Wenn dann beim Anprobieren ein Kleidungsstück die falsche Größe hat oder der Kunde es doch in einer anderen Farbe anprobieren möchte, kann er Tablet einfach ein neues Stück bestellen. Innerhalb von 30 Sekunden wird dieses dann durch einen Schacht in die Umkleidekabine transportiert. Diese Technik erleichtert nicht nur dem Kunden das Einkaufen, sondern gibt auch dem Unternehmen die Möglichkeit, Ihre Verkäufe besser zu tracken: Welche Kleidungsstücke werden am häufigsten angeschaut, welche am meisten gekauft und welche werden zwar angeschaut aber dann nicht gekauft? Das Kundenverhalten kann in dieser Art von Digital Store prima analysiert und der Abverkauf daraufhin noch weiter optimiert werden.

4.    Digitale Spiegel

Rostock war bisher nicht wirklich als DIE Fashion-Hauptstadt bekannt. Benjamin Kühn, Chef der Bentwischer Unternehmensgruppe Adcada setzte nun jedoch einen Schritt in diese Richtung. In seinem neuen Klamotten-Geschäft wird ein „Fashion.Zone-Mirror“ benutzt. Zusammen mit einem südkoreanischen Unternehmen entwickelte er diese Technik selbst. Sinn und Zweck ist es, sich das Anprobieren von Klamotten komplett zu sparen. Denn der virtuelle Spiegel projiziert die Klamotten stattdessen direkt auf den Körper des Kunden. Kleidungsstücke, die einem gefallen, werden dann per Knopfdruck nach Hause geliefert.In oftmals viel zu kleinen Umkleidekabinen macht schließlich wenig Spaß, sich mehrmals umzuziehen. Mit dieser Technik bleibt einem das erspart. Bevor der Laden eröffnet werden sollte, wurde solch ein Spiegel bereits ins Schaufenster gestellt, damit potenzielle Kunden das System des neuen Digital Stores schon mal testen konnten.

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https://www.youtube.com/watch?v=BwElDpJdpvA&feature=emb_title

5.    Ein Spiegel als Butler

Das Mode-Unternehmen Mango brachte 2018 ein weiteres neues System in Umkleidekabinen. Einen Spiegel, der als Butler fungiert. Die Technik ist auch hier leicht erklärt. Der Kunde nimmt Klamotten aus dem Verkaufsraum mit in die Umkleidekabine, hält das Etikett an einen Touchpoint am Spiegel und dieser zeigt daraufhin an, in welchen Größen und Farben das Kleidungsstück noch verfügbar ist. Zudem werden ähnliche Kleidungsstücke vorgeschlagen, die dem Kunden auch gefallen könnten. Wenn der Kunde ein weiteres Stück anprobieren möchte, wählt er es einfach aus, das Personal wird digital kontaktiert und bringt die Ware in die Umkleidekabine.

6.    Selbstbedienungskassen im Einzelhandel

Eine weitere Art, die Digitalisierung im Einzelhandel sinnvoll zu nutzen, sind Selbstbedienungskassen. Wie der Name schon verrät, werden hier keine Kassierer/innen eingesetzt. Nach dem Zusammensuchen der gewünschten Produkte scannt man selbst die Produkte an einer Kasse ein und bezahlt direkt. In Lebensmittelgeschäften kann man dort sogar mit Bargeld zahlen. Bei IKEA, wo das System ebenfalls genutzt wird, werden nur Kreditkarten angenommen. Jedoch ist dieses System noch nicht ausgereift. Beim Kauf von Alkohol oder Zigaretten treten Probleme auf. Denn die Kassen können noch keinen Alters-Check durchführen. Hier werden dann doch Mitarbeiter gebraucht. Auch Obst abwiegen, können die Kassen nicht. Also wieder zurück in die Obstabteilung, wiegen und wieder an die Kasse. Zudem muss das Etikett beim Scannen durch den Kunden genau getroffen werden. Was bei großen Möbelstücken von IKEA problematisch werden kann. Bei diesem System ist daher für die Händler noch deutlich Luft nach oben, damit die Digital Stores auch wirklich akzeptiert und als Erleichterung wahrgenommen werden.

7.    Self-Scanning direkt am Regal

Eine letzte Methode, die wir Ihnen vorstellen möchten, ist das Scannen direkt am Regal. Hier kann die ausgewählte Ware direkt gescannt und an der Rückseite der Scanner-Wand bezahlt werden. So werden Warteschlangen an Kassen umgangen. Tegut startete mit diesem Projekt schon 2014. Aber auch andere Lebensmittelhändler oder Baumärkte nutzten dieses System, um dem Kunden das Einkaufen einfacher zu machen und sich im Konkurrenzkampf als erfolgreiche Digital Stores zu positionieren.

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Maximilian Guthke

Seit kurzem bin ich Teil von Management Circle im Marketing-Bereich. Ich versuche, Sie mit interessanten Beiträgen zu den verschiedensten Themen zu informieren und freue mich über den Austausch mit Ihnen!

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