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Diese 3 Stolpersteine im Arbeitsrecht sollten Sie unbedingt vermeiden

Diese 3 Stolpersteine Im Arbeitsrecht Sollten Sie Unbedingt Vermeiden

Kaum etwas ist ärgerlicher, als nichtsahnend seine Arbeit zu machen, nur um mitten im Berufsalltag plötzlich eine Abmahnung in den Briefkasten zu bekommen. Besonders das Arbeitsrecht bietet hier seinen Tücken und die Gefahr, Stolpersteine zu übersehen, ist nicht gering. In einer Zeit, in der AGG-Hopper versuchen, solche Lücken gezielt auszunutzen, und nur darauf warten, Sie abzumahnen, sollten Sie sich gegen die tückischsten Fallen im Arbeitsrecht wappnen. Wir stellen drei davon vor.

1. Diskriminierung bei Stellenausschreibungen

Viele mögen bei diesem Thema sagen: „Klar, das weiß man doch!“ Aber diskriminierende Stellenanzeigen kommen schneller zustande, als einem lieb ist. Denn das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz nennt gleich eine ganze Reihe von Möglichkeiten, mit denen Sie potenzielle Bewerber benachteiligen. Darunter sind die bekannten Formen des falschen Genderns (m/w) , aber auch die sogenannte „mittelbare Diskriminierung“. Und die hat es in sich!

Die mittelbare Diskriminierung liegt vor, wenn

„dem Anschein nach neutrale Vorschriften, Kriterien oder Verfahren Personen […] gegenüber anderen Personen in besonderer Weise benachteiligen können. […]“

Ausnahme: die betreffenden Anforderungen an sind wirklich begründbar.

Das heißt im Klartext: Schon, wenn Sie einen Lebenslauf mit Lichtbild fordern, könnte das auf eine mittelbare Diskriminierung schließen lassen, da das Foto mögliche Diskriminierungsmerkmale wie Geschlecht oder Alter verrät. Auch die Betonung, man habe ein junges, dynamisches Team oder suche eine/n belastbare/n Mitarbeiter/in sind nicht erlaubt. (Die Formulierung „belastbar“ könnte ältere oder behinderte Arbeitnehmer diskriminieren.)

Mitarbeitergespräche

2. Rechtssichere Befristungen

Immer häufiger kommt es vor, dass Arbeitnehmer zunächst befristet eingestellt werden. Aber wussten Sie, dass diese sich zum Vertragsende in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis klagen können? Dafür haben Sie zwar nur drei Wochen Zeit – die Aussichten sind aber gut, wenn die Befristung nicht rechtssicher formuliert ist. Denn dadurch wird sie unwirksam.

Folgende Punkte sollte man beispielsweise beachten:

  • Die Befristung muss begründet sein. Sachgrund können zum Beispiel Elternzeitvertretung oder die Beschäftigung in einem Projekt sein. Auch bei der Übernahme von Azubis darf man zunächst befristen.
  • Bereits vor Beginn der Tätigkeit muss die Befristung genau datiert und schriftlich vereinbart werden.
  • Wenn man bei der Verlängerung eines befristeten Arbeitsverhältnisses die Vertragsbedingungen ändert, gilt die Verlängerung als ein neuer befristeter Arbeitsvertrag, für den wieder ein Sachgrund benötigt wird.

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3. Gesetzesänderungen!

Wie zum Beispiel beim Arbeitnehmerüberlassungsgesetz und Werkverträgen, die ab dem 1. Januar 2017 verbindlich gelten. Auf Änderungen wie diese muss man sich im Arbeitsalltag ständig neu einstellen. So werden ab nächstem Jahr beispielsweise die „Equal Pay“-Regel verschärft, die Höchstüberlassungsdauer auf maximal 18 Monate gesetzt, die Mindestunterbrechungsdauer verkürzt sowie der Einsatz von Leiharbeitern als Streikbrecher verboten.

Möchten Sie generell in Rechtsfragen up-to-date bleiben, empfehlen wir außerdem unsere Länderreihe Arbeitsrecht sowie unser Seminar für das Arbeitsrecht Deutschland.

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Christoph Erle

Mein Name ist Christoph Erle und ich betreue bei Management Circle die Blogs zu Personalwesen, Banken, Energiewirtschaft und Handelsmarken. Als langjähriger Freund des Netzes und Content-Marketing-Spezialist wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, bei einem renommierten Veranstalter den Aufbau einer Online-Präsenz zu unterstützen. Ich hoffe, hier hilfreiche Inhalte für Sie bereitzustellen und Sie demnächst im Netz oder auf einer unserer Veranstaltungen anzutreffen.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Hallo und danke für diesen informativen Beitrag! Die alle 3 Punkten sind arbeitsrechtlich sehr wichtig und sollten jedem bekannt sein. Vor allem mit Diskriminierung bei Stellenausschreibungen muss man sehr aufpassen, die Beispiele fand ich sehr passend und erklärend!
    Mit freundlichen Grüßen, Sebastian

  2. Diese Erklärungen und spezifische Bedeutungen sind sehr wichtig für Jemand, der im Arbeitsrecht kümmern muss. Danke! Ich muss noch eine Präsentation darüber geben und Ich musste mich wieder damit befassen.

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