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Die Zukunft des Handels

Die Zukunft Des Handels

Internetriesen wie Amazon revolutionieren den Handel. Wie können sich Einkaufszentren und Co. dagegen wehren und haben Sie überhaupt etwas entgegenzusetzen? Diese und weitere Fragen haben wir Dr. Gerrit Kahl gestellt und sein Resümee für den stationären Einzelhandel ist positiver als erwartet.

Daher sehe ich Omnichannel als das Thema der Gegenwart und Zukunft für den Handel an.

Dr. Gerrit Kahl, Innovative Retail Laboratory, Saarbrücken

Dr. Gerrit Kahl ist seit November 2007 in Saarbrücken an der Konzeption und dem Aufbau des Innovative Retail Laboratory beteiligt, welches vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Kooperation mit dem Einzelhändler Globus betrieben wird. In diesem Labor werden Themen der „Zukunft des Handels“ erforscht und mittels geeigneter Demonstratoren erlebbar gemacht.

Seit Mai 2014 hat er die Aufgaben der Laborleitung übernommen und ist vorwiegend für das Innovationspartnerschaftsprogramm zuständig, durch welches Innovationen gemeinsam mit Partnern aus dem Handel entwickelt und erprobt werden.

Ist Omnichannel ein Muss?

Amazon eröffnet immer mehr Geschäfte und immer mehr stationäre Läden launchen einen Online Shop. Kann es das eine oder das andere geben? Oder anders gefragt: Gibt es eine Alternative zum Omnichannel?

Meiner Meinung nach werden in Zukunft nur Anbieter erfolgreich sein, die sowohl ein physisches Geschäft betreiben sowie eine Internetpräsenz aufweisen. Die physische Präsenz zeigt den Kunden, dass sie theoretisch die Möglichkeit haben, einen persönlichen Kontakt aufzubauen – beispielsweise bei Reklamationen –, wodurch ein größeres Vertrauen entsteht. Die Internetpräsenz hingegen ermöglicht die Adressierung einer deutlich größeren Käuferschaft, als dies ein physisches Geschäft kann. Daher sehe ich Omnichannel als das Thema der Gegenwart und Zukunft für den Handel an.

 

Shoppingcenter die neuen Freizeitparks?

Einkauf im stationären Handel wird immer mehr zum Erlebnis. Werden unsere Einkaufszentren zu neuen Freizeitparks?

Dem stationären Einzelhandel ist es schon des längeren bewusst, dass glückliche Kunden ein größeres Einkaufspotenzial aufweisen. Nun kommt zusätzlich der Druck durch den Onlinehandel hinzu. Wenn der Einkauf als Pflicht angesehen wird, werden Alternativen gesucht, um den zugrundeliegenden Aufwand zu minimieren, beispielsweise indem online bestellt wird. Daher ist es besonders wichtig, das Erlebnis im stationären Markt weiter zu stärken und die Vorteile der physischen Präsenz zu nutzen.

Revitalisierung von Handelsimmobilien

Welche Rolle spielt die Automatisierung beim Einkauf?

Werden wir zukünftig überhaupt noch Pflichteinkäufe selbst erledigen oder werden das smarte Kühlschränke und Waschmaschinen für uns besorgen?

Bereits heutzutage gibt es in verschiedenen Warengruppen Abo-Dienste, die von Kunden gerne angenommen werden. Durch die Digitalisierung werden solche Dienste intelligenter. Nimmt man den Amazon Dash Button als Beispiel, so kann ich über einen einfachen Knopfdruck Waschmittel nachbestellen. In Zukunft erfasst die Waschmaschine eigenständig den Bedarf sowie den aktuellen Vorrat an Waschmittel, sodass ohne Zutun des Kunden bedarfsorientiert eine Nachbestellung von der Waschmaschine initiiert werden kann.

Das Aus des Tante Emma Ladens?

Denken Sie, dass der persönliche „Tante Emma Laden“ im digitalen Zeitalter ein Revival feiern kann?

Kunden wünschen sich eine persönliche Ansprache, um eine Wertschätzung zu erhalten. Dies ist ein Vorteil des stationären Handels, da Mitarbeiter mit den Kunden direkten, persönlichen Kontakt aufbauen können. Solche Ansprachen in Kombination mit individuellen Kaufempfehlungen stellen ein großes Potenzial zur Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb dar.

Lebensmittelgeschäft 4.0

Mit welchen einfachen Mittel schaffen es Lebensmittelgeschäfte den neuen Kundenbedürfnissen gerecht zu werden, um nicht von Amazon Fresh oder ähnlichem verdrängt zu werden?

Channel zum Thema HandelLebensmittelmärkte setzen den Kunden zunehmend in das Zentrum ihrer Dienstleistungsangebote. Dies bedeutet, dass ein Kundenverständnis vorausgesetzt und darauf aufbauend Dienstleistungen angeboten werden. Beispielsweise stellt die lokale Produktion von Frischwaren einen Vorteil dar, indem Convenience-Produkte dem Kunden gegenüber transparent und frisch vor Ort produziert werden. Die Präsentation der Frischware stellt hierbei eine wichtige Differenzierungsmöglichkeit gegenüber dem Online-Handel dar. Ebenso wird zunehmend auf das Angebot von regionalen Produkten, zum Beispiel von regionalen Bauern, wert gelegt.

Werden Sie disruptiv im Handel!

Sie wollen mit Dr. Gerrit Kahl über die Zukunft des Handels diskutieren? Dann kommen Sie zu unserer Trendkonferenz Disrupt!

Seien Sie dabei und erfahren Sie, wie 11 unterschiedliche Branchen mit der Disruption umgehen.

Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

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