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Die Toyota KATA – Kampfsport oder echtes Erfolgsrezept?

Die Toyota KATA – Kampfsport Oder Echtes Erfolgsrezept?

Ursprünglich kommt der Begriff KATA aus dem japanischen Kampfsport. Man bezeichnet eine Abfolge von verschiedenen Bewegungen als KATA. Die einzelnen Übungen müssen dabei so verinnerlicht und wiederholt werden, bis sie quasi in Fleisch und Blut übergehen. Dieses Einüben von Prozessen und Routinen hat man sich in der Produktionsphilosophie auch zum Ziel gemacht. Genau solche Abläufe sollen solange verinnerlicht werden, bis sie automatisiert abrufbar sind.

Erklärung Maschine, Production Systems

Die KATA-Philosophie von Toyota hat der Ingenieur und Forscher Mike Rother über mehrere Jahre analysiert. Er hat seine Beobachtungen in dem Klassiker die „KATA des Weltmarktführers“ zusammengefasst und bewertet. Rother beschreibt in seinem Buch zwei Grundlegende KATAs, die Toyota als Vorreiter lebt. Zunächst die Verbesserungskata – nämlich die Art und Weise, in der das Unternehmen Prozesse verbessert. Und im nächsten Schritt die Coachingkata, nämlich die dahinter stehende Führungsideologie, die das Unternehmen und alle Mitarbeiter dem Zielzustand näher bringt.

Die Verbesserungs- und Coachingkata auf den Weg bringen.

Die Verbesserungskata beginnt mit der Beschreibung des Ist-Zustandes und des Ziel-Zustandes, die angestrebt werden sollen. Beiden Definitionen sollte eine wichtige Rolle zuteilwerden, denn nur wenn man seine Ausgangslage richtig kennt, ist der Blick auf den zu gehenden Weg richtig einschätzbar.

Diesen Weg zu vermitteln, das ist das Ziel der Coaching-KATA. Die Führungskräfte spielen dabei, wie zu erwarten, die entscheidende Rolle. Bei Toyota läuft dieser Weg der Verbesserung in drei Schritten ab: Der Mitarbeiter, der als Rädchen im System nach den bestehenden Prozessen arbeitet, wird von seinem nächst höheren Betreuer, dem Mentee, beobachtet und analysiert. Dieser berichtet im nächsten Schritt an seinen Lehrer, den Mentor. Anstelle von Lösungen leitet er seinen Mentee mit Hilfe von Fragen an, den Prozess eigenständig zu verbessern:

  • Welches sind der Ist- und der Ziel-Zustand?
  • Welche Hindernisse stehen diesem Ziel-Zustand im Weg?
  • Welche nächsten Schritte können daraus abgeleitet und welche Erkenntnisse voraussichtlich daraus gewonnen werden?
  • Wann können erste Ergebnisse betrachtet werden und was haben wir daraus gelernt?

Diese Fragen sind in ihrer Art und in der Reihenfolge sehr bedeutend, damit die Verbesserung wirklich zur KATA, zu einer gelebten Routine im Alltag, werden kann.

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Claudia Blum

Bei Management Circle bin ich für die Personal-, Produktions- und Soft Skills-Themen zuständig. Ich betreue außerdem den Blog zu den Iran-Veranstaltungen. In diesen Portalen informiere ich Sie stets über alle Trends und Entwicklungen. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und einen guten Wissensaustausch.

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