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5 Recruiting Trends 2016 – Smarter, mobiler & gezielter

5 Recruiting Trends 2016 – Smarter, Mobiler & Gezielter

Fünf Themen, die zu den Recruiting Trends 2016 gehören sollten. Denn sich ihnen zu stellen, ist absolut notwendig – und sie werden von vielen Unternehmen noch immer stiefmütterlich behandelt. Wie steht ihr Unternehmen zu Mobile, Big Data & Co?

Das sind unsere Recruiting Trends 2016

1. Flüchtlinge einstellen (?)

Der der aktuellste (und umstrittenste) unter den Recruiting Trends 2016. In den letzten zwei Jahren kamen viele Menschen ins Land, die wahrscheinlich  lange bleiben werden. (Sie wollen es zumindest.) Um diese zu integrieren, müssen wir Konzepte entwickeln, die ihnen ermöglichen, auf dem Arbeitsmarkt anzukommen. Und das ist gar nicht so einfach, wie wir in diesem Interview festgestellt haben. Viele Unternehmen engagieren sich auf diesem Gebiet und sehen vor allem Chancen in einer Ausbildung der größtenteils jungen Menschen.

Ausbildung von Flüchtlingen bei Feldbinder. Bei uns auch im Interview.

Bildnachweis: Andreas Tamme / Feldbinder

2. Mobile Recruiting: Umsetzen, was die User erwarten

Dieser Trend sollte sich von selbst verstehen. Immer mehr Internetnutzer sind immer öfter mit ihrem Smartphone oder Tablet online. Und würden Mobile Recruiting auch nutzen. Deshalb ist es an der Zeit, Karriereseiten und Stellenausschreibungen in einem responsiven Design anzubieten, das auf diese Geräte optimiert ist. Das fängt schon bei der Nutzerfreundlichkeit an. (Zum Beispiel bei einfacher Navigation, keinem Flash, gut lesbarem Text.)

Recruiting Trends

Bildnachweis: violetkaipa de.fotolia.com

Nachdem diese Dinge erledigt sind, die für viele User heute eine Selbstverständlichkeit sind, kann man auch über Bewerbungs-Apps mit Push-Nachrichten und passenden exklusiven Funktionen nachdenken.

3. Smart Data: Die Datenberge intelligent nutzen

Recruiting Trends

Bildnachweis: bloomua de.fotolia.com

Daten sind heute überall in Bergen angehäuft und Big Data ist ein Modewort. Aber mehr und mehr Heu wird uns nicht helfen, wenn wir nach einer Nadel suchen. Deshalb müssen Unternehmen verstärkt darüber nachdenken, die vielen Daten auch intelligent zu nutzen. Erfahrungs- oder Bauchwissen lassen sich bereits durch simple A/B-Tests aushebeln, um evidenzbasierte Entscheidungen treffen zu können.

Beispiele? Schalten Sie zwei Stellenanzeigen, die an definierten Punkten unterschiedlich formuliert sind, und analysieren Sie die Unterschiede der entstehenden Kandidaten-Pools. (Ein guter Ansatzpunkt sind hier die persönlichen Eigenschaften.) Nutzen Sie Mousetracking-Tools um herauszufinden, wie Menschen Ihre Stellenanzeigen lesen. Sammeln Sie Daten über ihre Publikationsorte. Aufgrund dieser Daten lassen sich Prozess, Struktur und Inhalt der Ausschreibungen Stück für Stück optimieren.

4. Active Sourcing: Zur Qualität zurückkehren

Wer trotzdem nicht von den passenden Bewerbern angesprochen wird, sollte sich aktiv auf die Suche nach ihnen machen. Dafür ist es nicht mehr (ausschließlich) nötig, Recruiting-Messen zu besuchen. Denn heute finden wir im Netz einen reichen Fundus an Informationen über aussichtsreiche Kandidaten, die sich über Netzwerke wie XING (unabhängig von ihrem Erwerbsstatus) super kontaktieren und dann einem Talentpool zuordnen lassen. Dabei sollte man aber aufpassen, dass man nicht mit Standardnachrichten eine Massenabfertigung betreibt. Denn das kommt bei potenziellen Bewerbern ganz schlecht an.

Recruiting Trends

Bildnachweis: imageteam de.fotolia.com

Statt hunderte Menschen mit derselben Nachricht anzuschreiben, sollte man die vielen Informationen nutzen, um wirklich gute Kontakte aufzubauen.

5. Employer Branding: Endlich Authentizität statt Worthülsen

Recruiting Trends

Bildnachweis: pikselstock de.fotolia.com

Ist Employer Branding schon tot? Oder sollte man es noch als einen der Recruiting Trends 2016 behandeln? Wir denken ja. Dabei ist Employer Branding aber nicht in erster Linie dazu gedacht, neue Fachkräfte an Land zu ziehen, sondern *nach Innen* zu wirken. Es soll die Belegschaft stärker an ein Unternehmen binden, Mitarbeiter zu Botschaftern machen und eine einzigartige Vision erzeugen, die durch möglichst alle im Unternehmen getragen wird.

Dieses Bild, das die Authentizität und das Besondere an Ihrem Unternehmen zeigt, lässt sich dann über Social Networks, Karriereseiten und Bewertungsportale nach draußen transportieren – und wird auch Bewerber begeistern. Dafür muss das Bild aber echt sein und darf nicht auf Allgemeinplätzen und leeren Versprechungen basieren. Da viele Unternehmen hier noch nachziehen müssen, gehört das Employer Branding auch zu den Recruiting Trends 2016.

Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Recruiting Trends? Haben wir welche vergessen oder ist hier einer zu viel drin? Schreiben Sie uns gerne in den Kommentaren.

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Christoph Erle

Mein Name ist Christoph Erle und ich betreue bei Management Circle die Blogs zu Personalwesen, Banken, Energiewirtschaft und Handelsmarken. Als langjähriger Freund des Netzes und Content-Marketing-Spezialist wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen, bei einem renommierten Veranstalter den Aufbau einer Online-Präsenz zu unterstützen. Ich hoffe, hier hilfreiche Inhalte für Sie bereitzustellen und Sie demnächst im Netz oder auf einer unserer Veranstaltungen anzutreffen.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Diese immensen Datenberge können beim Recruitment tatsächlich ein grosses Hindernis darstellen. Gut, dass das auch endlich mal angesprochen wird. Denn die Gefahr ist gross, sich darin zu verlieren und aufgrund der Fülle an Informationen das aus den Augen zu verlieren, was beim Recruitment tatsächlich wichtig ist, nämlich den Menschen hinter dem Bewerber.

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