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Die Pünktlichkeit der Schweizer. Sie lieben kleine Abkürzungen: Gotthard Basistunnel

Die Pünktlichkeit Der Schweizer. Sie Lieben Kleine Abkürzungen: Gotthard Basistunnel

So feierte der Gotthard Basistunnel in den Alpen am 1. Juni 2016 seine Eröffnung. Mit einer Bauzeit von nur 22 Jahren und einem investierten Kapital von 12 Milliarden Franken entstand der 57km lange Eisenbahntunnel „Gotthard Basistunnel“ in der Schweiz. Somit ist er aktuell der längste und tiefste Eisenbahntunnel der Welt! Durch ihn wird das St. Gotthard Massiv praktisch ebenerdig durchfahren. Er weist nur eine geringe Steigung auf und Züge können hohe Geschwindigkeiten erzielen, da innerhalb des Tunnels keine engen Kurzen zum starken Abbremsen notwendig sind.

Länge57km
StreckenverlaufDie Einfahrt im Norden ist bei Erstfeld und im Süden bei Bodio.
Unterbauungbis zu 2300 Metern hohe Felsmasse
Exakte Längeinsgesamt 151,8km. 2 Röhren mit ca. 8,5m – 13m Durchmesser sowie alle 330 Meter 40 – 70m lange Rettungstunnel (Quertunnel)
Kosten: Kosten des Gotthard-Basistunnels: CHF 9,7 Mrd. (Preisstand 1998, exkl. Teuerung, MwSt. und Bauzinsen; effektive Gesamtkosten: CHF 12,2 Mrd.)

Zum Vergleich:

Deutschlands längster Eisenbahntunnel „Landrückentunnel“ in Hessen liegt bei gerade einmal 10,8km Länge und verläuft auf der Schnellfahrtstrecke zwischen Hannover und Würzburg.

Erfahren Sie mehr über das Projekt Gotthard Basistunnel

Der Gotthard Basistunnel wurde vor dem seit 2007 ursprünglich gesetzten Termin fertiggestellt. Wie konnte das passieren? Welche Faktoren spielen die entscheidenden Rollen? Wir haben das Know-how aus erster Hand. Treffen Sie die Entscheider auf dem Seminar „Das Projekt Gotthard Basistunnel“.

Faszination Gotthard Basistunnel

Nicht nur, dass der Eisenbahntunnel eine erstaunliche Länge aufweist, er vereint auch in vollem Umfang die Schweizer Mentalität. Die SBB plant mit einer aktuellen Personenbeförderung von 50 Zügen pro Tag. Später können es bis zu 300 Züge für Personen und Güter sein.

Zuverlässigkeit. Innovation. Präzision.

Um einen Einblick in die gigantische Erbauung des Gotthard Basistunnels zu erhalten, ein 360 Grad-Video, welches alle Winkel aus Zugperspektive zeigt:

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=BTQp-rwuMeY

Zuverlässigkeit

1993 hieß es: Baubeginn Gotthard Basistunnel.
2007 hieß es: Verzögerung der Eröffnung, neuer anvisierter Termin wurde auf 2017 gelegt.

2016 heißt es: Die Eröffnung konnte statt in 2017 bereits 2016 erfolgen. Offizielle Einweihung 1. Juni 2016, fahrplanmäßiger Betrieb: 11. Dezember 2016 (laut SBB).
Und bis 2020 soll die volle Kapazität des Tunnels ausgeschöpft werden (Personenverkehr sowie Logistikverkehr).

Innovation

Der Basistunnel verbindet den Süden mit dem Norden und den Norden mit dem Süden. So entsteht eine schnellere und sicherere Transportation auf der Strecke. Der Tunnel wurde (während seiner Bauzeit) mit den neuesten Geräten erbaut. Durch die querverlaufenden Rettungstunnel (ca. alle 330m) werden Sicherheitsrisiken minimiert. In einem Notfall können diese Notstellen als Fluchtweg zur anderen Röhre dienen.

Zwei weitere, sogenannte „Multifunktionsstellen“ innerhalb des Tunnels (Nahe der Orte Sedrun und Faido) bieten ebenfalls die Möglichkeit zur Flucht aus dem Tunnel.

Präzision

Die beteiligten Schweizer Firmen arbeiteten mit rund 2400 Mitarbeitern zusammen und hielten die seit 2007 geplante Bauzeit ein und unterboten ein Jahr auf 2016. Der Tunnel selbst wurde, wie von den Architekten vorgegeben, gebaut. Alle Bauphasen mit Tunnelbohrmaschinen und entsprechend nötige Sprengungen verliefen ohne Zwischenfälle. Denn nicht Sprengungen sind für Unfälle verantwortlich, sondern „das Gefährlichste beim heutigen Tunnelbau sind Maschinen und Transportfahrzeuge“, sagt Beat Guggisberg, Leiter Technische Versicherungen, der Allianz SE – die zur Hälfte am Versicherungsprogramm des Tunnels beteiligt sind.

Auch wenn Sie nicht wissen, was Ihrem Projekt alles zustoßen könnte, behalten Sie stets das Ende des Tunnels im Blick!

Das spart Zeit

Durch den Gotthard Basistunnel sind Geschwindigkeiten mit Personenzügen bis zu 200 – 250km/h möglich. Für den Gütertransport rechnet man mit ca. 100 km/h. Eine Durchfahrt dauert somit knapp 20 Minuten. Im weiteren Verlauf führt das zu einer immensen Zeitersparnis auf Langstrecken.

Gotthard, Basistunnel, Zeitersparnis, Strecken

Quelle: http://www.sbb.ch

Der Gotthard und seine Tunnel

Neben dem neu eröffneten Gotthard Basistunnel gibt es noch zwei weitere Tunnel:

Der Eisenbahntunnel – Gotthard Scheiteltunnel

Der Bau dieses Tunnels begann bereits 1871 und wurde 1881 abgeschlossen. Von Beginn der Bauphase bis zur Eröffnung lagen demnach nur 10 Jahre – eine beachtliche Leistung der damaligen Zeit und verfügbaren Mittel.

Länge: 15km
Streckenverlauf: von Norden Göschenen – Kanton Uri bis nach Süden Airolo – Kanton Tessin

Gotthard Straßentunnel

Knapp 100 Jahre (von 1970 bis 1980) später wurde der Straßentunnel erbaut. Mit moderneren Geräten konnten auch hier 10 Jahre Bauzeit trotz längerer Strecke eingehalten werden.

Länge: 17km
Streckenverlauf: von Norden Göschenen – Kanton Uri bis nach Süden Airolo – Kanton Tessin

Eine Reise wert: Gotthard Panorama Express

Der Panorama Express, ausgelegt für touristische Fahrten, beginnt in Flüelen und fährt die historische Gotthardstrecke bis nach Bellinzona/Lugano. Unterwegs sehen Besucher spezielle Inszenierungen zu Sehenswürdigkeiten sowie zur Geschichte und zum Mythos Gotthard.

Erfahren Sie mehr über das Projekt Gotthard Basistunnel

Wie beschleunigen Sie ein laufendes Projekt? Wie planen Sie unvorhersehbare Faktoren ein?

Transtec Gotthard war für die Projektbeschleunigung verantwortlich und ARGE 16,7 Hz Transtec Gotthard hat durch ein unaufgeregtes Krisenmanagement eine Verzögerung von neun Wochen im Projekt aufgeholt.

Hier erhalten Sie einen exklusiven Einblick in das erfolgreiche Management eines Weltrekord-Projekts!

Martina Große Bley

Ich bin bei Management Circle Teamleiterin für das Content Marketing und unter anderem für die Themen-Blogs Soft Skills, Projektmanagement und Handel verantwortlich. Mit abwechslungsreichen Artikeln, Interviews und Gastbeiträgen unserer Referenten informiere ich Sie über die neusten Entwicklungen und gebe Ihnen Tipps, um die eigenen Kompetenzen verbessern zu können. Ich freue mich auf den Wissensaustausch mit Ihnen!

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