skip to Main Content

Die Herausforderungen der neuen Mobilität

Die Herausforderungen Der Neuen Mobilität

Elektromobilität und autonomes Fahren treiben Politik und Wirtschaft um. Doch was sind die Herausforderungen der neuen Mobilität und wie sieht unsere zukünftige mobile Nutzung aus? Don Dahlmann wirft einen Blick in die nicht so ferne Zukunft.

Technologie, Internet und Mobilität sind Themen, die Don Dahlmann antreiben. Als Journalist schreibt er regelmäßig über diese Themen für die bekanntesten deutschsprachigen Magazine und Zeitungen. Dabei geht es vor allem um die Zukunft der Mobilität in unserer Welt. Elektrifizierung, autonome Fahrzeuge, Carsharing und die Wirtschaft: Diese Themen werden von ihm seit Jahren begleitet und kritisch beschrieben. Als einer der ersten Journalisten in Deutschland hat er mit CEOs aus der Mobilitätsbranche über Veränderungen und Herausforderungen gesprochen. Die Fragen, wie wir unsere Zukunft nachhaltig mobil halten, welche Unternehmen für die Veränderungen bereit sind, welche Herausforderungen und Gefahren auf uns warten, hat Don Dahlmann in vielen Artikeln und Analysen beschrieben.

Dienstagmorgen, 07.35 Uhr. Stephanie checkt ihre E-Mails und den Tageskalender. Es steht ein Termin in der Innenstadt an. Über eine App ordert sie ein autonomes Auto. Per Skype erhält sie einen Anruf, den sie annimmt und dabei das Haus verlässt. Im Auto erkennt das Infotainmentsystem das laufende Gespräch und bietet an, dies über das Telefonsystem des Fahrzeugs nahtlos weiterzuführen. Das „Predictive User Experience System” des Autos erkennt die Adresse des anstehenden Termins und sammelt auf dem Weg einen Kollegen ein.

Oft unbekannt, aber schon technologisch möglich

carsharingIst dieses Szenario reine Zukunftsmusik? Mitnichten. Die gesamte Technologie, die man dafür benötigt, ist schon heute da. Autonome Autos. Carharing. Ridesharing. Ridepooling. Das sind alles neue, für manche noch unbekannte Begriffe und Themen. Doch die Zahl der Menschen, die schon jetzt auf eine dieser Mobilitätsformen setzen, wächst weltweit kontinuierlich. Zwischen 2012 und 2017 stieg allein in Deutschland die Zahl der Nutzer des Carsharings von 250.000 auf 1,4 Millionen. Unternehmen wie Uber, die Ridesharing und Ridepooling anbieten, machen mit ihren Angeboten weltweit Umsätze in Milliardenhöhe.

Städte denken um und verbannen Autos

Das Mobilitätsverhalten der Menschen in Metropolen ändert sich nachhaltig. Dauerstaus und Parkplatznot, dazu laufend steigende Kosten für den eigenen PKW – viele Stadtbewohner haben sich schon jetzt dazu entschieden, kein Auto mehr zu besitzen. Dazu treten viele Stadtverwaltungen auf die Notbremse. Die schon jetzt völlig überlastete Infrastruktur soll entlastet werden. Madrid hat die Altstadt schon länger für Autos gesperrt. Oslo will ab 2019 alle Fahrzeuge aus der Innenstadt verbannen und in Tokio wird man 2020 bestimmte Strecken nur noch für autonome Ridesharing-Angebote freigeben. 

Eine der bequemsten Mobilitätslösungen wird langsam unbequem

Weltweit überlegen Metropolen, wie sie dem wachsenden Verkehr Herr werden können. Bis 2050 werden über 60 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben, das werden dann rund 5 Milliarden Menschen sein. Wenn nur jeder Zweite ein eigenes Fahrzeug besitzen würde, wären dort 2,5 Milliarden Autos unterwegs. Zum Vergleich: In Deutschland kommen auf 1.000 Bewohner circa 552 Fahrzeuge. In China sind es, trotz des enormen Booms der Automobilbranche, in den letzten 15 Jahren bisher nur 118 Fahrzeuge pro 1.000 Einwohner. Kaum vorstellbar, was passieren würde, wenn die Zahl der Fahrzeuge in China oder Indien pro Kopf so hoch wäre, wie in Europa. So viele Straßen kann man gar nicht bauen, um diese unterzubringen. Es braucht andere Lösungen. Aber wie löst man eine der bequemsten Mobilitätslösungen ab, die es bisher gegeben hat? 

In dem man die Zukunft der Mobilität noch bequemer macht. Autonome Autos, die selbstständig zu einer Adresse fahren, sind dabei nur ein Teil der gesamten Verwertungskette. Die Vernetzung aller möglichen Mobilitätsanbieter ist der nächste Schritt. Was heute noch eine Monokultur ist, die zu 90 Prozent aus Autos im Privatbesitz besteht, wird in Zukunft ein Mix aus verschiedenen Angeboten sein. Dazu gehört ein moderner ÖPNV ebenso wie Carsharing, Ridesharing, Ridepooling, elektrische Motorroller, elektrische Tretroller, Fahrräder oder Fußgänger. Aber wie bekommt man diese Angebote unter einen Hut und wie kann man die unterschiedlichen Bedürfnisse von Millionen Stadtbewohnern koordinieren?

Mobilitätsplattformen gehört die Zukunft

Die Antwort sind Mobilitätsplattformen, welche die verschiedenen Angebote bündeln und abrechnen. Statt sich mit mehreren Apps durch den Dschungel der Mobilität zu schlagen, erledigt eine Applikation die täglichen Anfragen. Die Mobilität soll unkompliziert und schnell erfolgen, ohne dass sich der Nutzer viele Gedanken machen muss.

Das gilt nicht nur für den Nahverkehr innerhalb einer Metropole, sondern auch für den Fernverkehr. Die Verbindungen zwischen den Metropolen sind die Lebensadern eines Landes und zum Beispiel der Europäischen Union. Auch hier werden neue Transportformen Einzug halten. Der Hyperloop soll Metropolen mit Überschallgeschwindigkeit verbinden. Von Paris nach Berlin benötigt man dann rund 90 Minuten. Wie realistisch solche Konzepte sind, wird sich noch zeigen, aber klar ist, dass neue Technologien zu neuen Ideen führen werden.

Am Ende steht der Wunsch, dass die neue Mobilität günstig, schnell, nachhaltig, zuverlässig und für alle sozialen Schichten in allen Kontinenten verfügbar sein wird. Der wachsenden Weltbevölkerung die Möglichkeit zu schaffen, sich an jedem Ort der Welt zu bewegen, ohne dabei die Umwelt in Mitleidenschaft zu ziehen, ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

 

Mobilität der Zukunft

Mobilität der Zukunft

Erfahren Sie, welche Transportmittel bereits autonom unterwegs sind und welche innovativen Lösungen im Bereich Automation und Elektromobiliät in Zukunft auf uns zukommen werden.
Jetzt herunterladen!

Marina Vogt

Bei Management Circle bin ich für die Digitalisierungs- und Immobilien-Themen sowie die Assistenz-Veranstaltungen zuständig. In den drei Blogs informiere ich Sie über neue Entwicklungen in diesen Bereichen. Vor meiner Tätigkeit bei Management Circle habe ich Germanistik in Frankfurt und Paderborn studiert. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und einen
regen Wissensaustausch!

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Alle Bemühungen gehen hier in die Richtung, den Individualverkehr per Automobil aufrecht zu erhalten, ein Irrweg. Nur die Vakuumbahn kann die Verkehrsprobleme der Zukunft lösen. Die Trassen dafür sind vorhanden. Sie werden zur Zeit von der Bahn mehr blockiert als genutzt. Die Vakuumbahn ist zwar wegen ihrer Geschwindigkeit gut für den Fernverkehr geeignet, ihre eigentliche Stärke liegt aber in der Bewältigung des Massenverkehrs in den Ballungsräumen und im Gütertransport. Unendlich viel Zeit, Geld und Nerven werden derzeit auf überlasteten Verkehrswegen im Berufsverkehr und beim Gütertransport vergeudet. Die Vakuumbahn könnte auf den bestehenden Trassen der Bahn die zwanzigfache Kapazität anbieten – nicht nur wegen der höheren Geschwindigkeit, sondern auch wegen dichterer Wagenfolge und nächtlicher Aktivität (da geräuschlos), vor allem im Güterverkehr. Dazu kommt die Unabhängigkeit vom Wetter. Energieeinsparung und Entlastung der Umwelt sind willkommene Beigaben. Magnetschwebe-technik und Schallgeschwindigkeit braucht man nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back To Top

Download: Mobilität der Zukunft - 6 spannende Beiträge

Erfahren Sie, welche Transportmittel bereits autonom unterwegs sind und welche innovativen Lösungen im Bereich Automation und Elektromobiliät in Zukunft auf uns zukommen werden.

Jetzt herunterladen!

Merken

Download: Mobilität der Zukunft

Künstliche Intelligenz: Mythen, Daten & Fakten

Welche KI-Mythen sind wahr? Lernen Sie beim Lesen oder Filmeschauen die neusten Debatten zur Künstlichen Intelligenz kennen und erweitern Sie Ihren Horizont!

Jetzt mehr erfahren!

Download: KI kann auch unterhaltsam sein!